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Hand aufs Herz: Wie oft misst du den Erfolg deiner digitalen Medien? Wie genau kannst du beurteilen, ob deine Präsentation, dein Lernvideo, dein Social Media Post oder dein Blogbeitrag wirklich ihre Ziele erreichen? Die richtige Erfolgsmessung ist der Schlüssel, um zu verstehen, ob deine Medien auf deine Ziele einzahlen und langfristig wirken. Sichtbarkeit und Reichweite allein reichen jedoch nicht aus, wenn es darum geht, die Wirkung deiner Inhalte umfassend und mit dem nötigen Tiefgang zu analysieren.
Doch wie gelingt eine einfache, aber zugleich vielschichtige Erfolgsmessung für digitale Inhalte? In diesem Blogbeitrag stellen wir dir den Dreiklang aus Reach, Engagement und Impact vor. Eine einfach in den Alltag integrierbare Methode, mit der du den Medienerfolg nicht nur in Zahlen, sondern auch in Qualität und Nachhaltigkeit misst.
Viele Unternehmen erfassen bei der Erfolgsmessung ihrer digitalen Medien lediglich die Reichweite, da sie sich aus den Tools, wie Social Media Insights oder Lernmanagementsystemen leicht ablesen lässt. Die Reichweitenanalyse ist zwar ein guter Startpunkt, für eine umfassende Erfolgsmessung jedoch zu oberflächlich. Ein tiefergehender Ansatz muss her! Daher nutzen wir die Reichweite als den ersten von drei Schritten zur Erfolgsmessung. Los geht’s!
Der erste Schritt zur Erfolgsmessung digitaler Medien ist die Betrachtung der Reichweite, auch „Reach“ genannt. Sie beschreibt, wie viele Personen deinen Content potenziell gesehen oder wahrgenommen haben – und bildet damit die Grundlage für eine effektive Erfolgsmessung. Reichweite allein bedeutet zwar noch nicht, dass deine Inhalte wirksam sind, aber sie ist ein guter Ausgangspunkt, um den potenziellen Einfluss eines digitalen Mediums wie einer Präsentation, eines Blogbeitrags oder eines Social Media Posts zu bewerten.
Reach zeigt an, wie viele Menschen ein bestimmter Inhalt erreicht hat, und differenziert sich dabei in verschiedene Formen:
Organische Reichweite: Die Zahl der Personen, die deine Inhalte ohne bezahlte Werbung (besonders bei Social Media oder Webcontent) gesehen haben.
Bezahlte Reichweite: Hier wird die Reichweite durch Werbung verstärkt. Diese Form von Reach ist ideal, wenn du gezielt eine größere Zielgruppe ansprechen möchtest.
Gesamtreichweite: Eine Kombination aus organischer und bezahlter Reichweite, die das volle Potenzial eines Inhalts zeigt.
Für eine präzise Reichweitenmessung bietet es sich an, einige grundlegende Kennzahlen im Blick zu behalten:
Impressionen: Die Gesamtzahl, wie oft ein Inhalt ausgespielt oder angezeigt wurde, unabhängig davon, ob er von ein- und derselben Person mehrfach gesehen wurde.
Unique Visitors: Diese misst die Anzahl der einzigartigen Nutzer, die eine Seite oder einen Beitrag besucht haben. Das ist besonders für Webseiten relevant.
Follower- und Abonnentenzahlen: Diese Kennzahlen zeigen dir, wie groß deine bestehende Community oder dein Publikum ist und ermöglichen dir, das Wachstum deiner Reichweite über die Zeit zu verfolgen.
Views (Ansichten): Für Videos, Präsentationen und E-Learning-Inhalte ist die Zahl der Views ein direkter Indikator dafür, wie viele Menschen den Inhalt mindestens einmal aufgerufen haben.
Web-Content, wie Blogbeiträge und Social Media Content, kannst du gezielt mit Hashtags anreichern oder für Suchmaschinen optimieren, um die organische Reichweite zu steigern. Nutze vor allem auch deine bestehenden Kanäle, um kräftig die Werbetrommel für deine neuen Inhalte zu rühren und crossmedial mehrfach zu teilen. Noch größere Zielgruppen erreichst du über Kooperationen und Influencer-Marketing. Das sind bezahlte oder unbezahlte (Werbe-)Partnerschaften, die deine Inhalte promoten.
Die Reichweite liefert erste Hinweise auf den Erfolg eines Inhalts – doch um den echten Wert und die Wirkung zu verstehen, lohnt sich der Blick auf die nächsten beiden Bausteine: Engagement und Impact.
Während Reichweite zeigt, wie viele Menschen deinen Content potenziell gesehen haben, beleuchtet Engagement die Tiefe der Interaktion: Wie intensiv setzen sich die Nutzer tatsächlich mit deinem Inhalt auseinander? Engagement-Metriken geben wertvolle Hinweise darauf, ob dein Content das Interesse der Zielgruppe weckt und sie zur aktiven Teilnahme anregt.
Engagement umfasst alle Formen der Interaktion, die über das reine Anschauen hinausgehen. Es zeigt, ob die Zielgruppe in den Inhalt einsteigt, darauf reagiert und ihn als relevant empfindet. Engagement lässt sich durch verschiedene Metriken messen, die die Art und Tiefe der Interaktion widerspiegeln:
Likes, Reaktionen und Bewertungen: Diese einfachen Reaktionen auf Social Media oder Bewertungsplattformen zeigen schnell, ob der Content positiv wahrgenommen wird.
Kommentare und Diskussionen: Sie bieten einen tieferen Einblick in die Meinungen der Zielgruppe und geben wertvolles Feedback zur Qualität und Relevanz.
Shares und Weiterleitungen: Wenn Nutzer Inhalte teilen, bedeutet das, dass sie den Inhalt als besonders relevant oder wertvoll für andere ansehen.
Verweildauer und Klicks: Die Zeit, die Nutzer auf einer Seite verbringen, und die Anzahl der Klicks auf weiterführende Inhalte (z. B. bei LinkedIn „mehr anzeigen“ oder das Weiterwischen bei einer Slideshow) geben Aufschluss darüber, wie fesselnd dein Medium ist und ob es zur weiteren Interaktion einlädt.
Engagement zeigt, ob deine Medieninhalte nicht nur gesehen, sondern auch tatsächlich gelesen, angeschaut und kognitiv verarbeitet werden und es damit in das Gehirn deiner Zielgruppe schaffen. Ein hohes Engagement deutet darauf hin, dass der Inhalt Relevanz und Mehrwert bietet, was dabei hilft eine echte Verbindung zu deiner Zielgruppe aufzubauen.
Baust du interaktive Elemente in deine Inhalte ein, erhöhst du die Chance auf Beteiligung: Fragen, Umfragen oder interaktive Grafiken motivieren Nutzer dazu, sich intensiver mit dem Content auseinanderzusetzen. Du solltest auch auf Kommentare und Feedback eingehen, denn eine aktive Kommentarspalte sendet in sozialen Medien und Suchmaschinen ein positives Rankingsignal. Außerdem steigerst du mit ansprechenden Visuals und Storytelling die Verweildauer und animierst zur weiteren Interaktion.
Engagement ist ein zentraler Faktor, um die Wirkung von digitalem Content wirklich einschätzen zu können. Hohe Reichweite ohne Engagement zeigt nur die Sichtbarkeit, aber keinen wirklichen Effekt. Der letzte Baustein im Dreiklang, Impact, fokussiert sich auf das langfristige Ziel: die konkrete Wirkung deiner digitalen Inhalte.
Impact ist die Kennzahl, die darüber hinausgeht, wie viele Menschen du erreicht hast und wie intensiv sie interagieren – sie misst den langfristigen Einfluss deines Contents. Impact hilft dir zu bewerten, ob der Content tatsächlich seine beabsichtigte Wirkung entfaltet, sei es durch Umsatzsteigerung, Wissensvermittlung, Verhaltensänderung oder das Erreichen spezifischer Unternehmensziele.
Impact bezieht sich auf den tatsächlichen Erfolg, den deine Inhalte erzielen, und lässt sich oft durch messbare Konversionen und Zielerreichungen bestimmen. Je nach Ziel deines Contents kann Impact unterschiedliche Formen annehmen:
Konversionsrate: Die Anzahl der Personen, die nach dem Anschauen deiner Inhalte eine bestimmte Aktion durchgeführt haben, z. B. ein Produkt gekauft oder sich für einen Newsletter angemeldet haben.
Downloads und Registrierungen: Bei Inhalten wie Whitepapers, E-Books oder Webinaren ist die Anzahl der Downloads oder Registrierungen ein guter Indikator für den Impact.
Lernziele und Wissensvermittlung: Bei Lerninhalten zeigt der Impact, ob Nutzer tatsächlich Wissen erworben oder neue Fähigkeiten erlernt haben. Dafür kannst du Tests oder Quizze durchführen, aber auch z. B. bei Lernthemen zum Arbeitschutz messen, um wie viel Prozent Unfallmeldungen zurückgehen.
ROI und Umsatzsteigerung: Besonders bei Marketing-Inhalten ist der Impact daran messbar, ob der Content zu einer Umsatzsteigerung oder einem besseren Return on Investment geführt hat.
Der Impact zeigt, ob deine Medieninhalte langfristig auf die gesetzten Ziele einzahlen und Wert schaffen. Im Gegensatz zu Reichweite und Engagement, betrachtet Impact die Nachhaltigkeit und Effektivität der Inhalte. Er beantwortet die zentrale Frage: Wurde das gewünschte Ziel erreicht und steht der Aufwand der Medienproduktion in einem guten Verhältnis zum Endergebnis?
Am Ende jedes Medieninhalts solltest du eine klare Handlungsaufforderung setzen. Verwende so genannte Call-to-Actions (CTAs), um deine Zielgruppe zu motivieren, bestimmte Aktionen durchzuführen. Setze von Anfang an klare und messbare Ziele, die dir helfen, den Erfolg des Contents im Hinblick auf den Impact zu bewerten. Der Aufbau von Vertrauen ist zwar ein wichtiges Unternehmensziel, ist aber schwer quantifizierbar. Nutze daher zunächst einfacher messbare Kenngrößen, wie Newsletter-Anmeldungen, Kontaktaufnahmen oder Umsatzsteigerung.
Der wahre Erfolg von digitalen Medien zeigt sich erst im Zusammenspiel von Reach, Engagement und Impact. Während jeder dieser Bausteine wichtige Hinweise auf die Performance deiner Inhalte liefert, ergibt sich erst durch die Kombination der drei ein vollständiges Bild. So entsteht eine ganzheitliche Erfolgsmessung, die weit über die bloße Sichtbarkeit hinausgeht und stattdessen die Wirkung deiner Inhalte in den Fokus rückt.
Indem du alle drei Metriken gemeinsam betrachtest, kannst du genau erkennen, wie deine digitalen Inhalte performen und wo es Optimierungspotenzial gibt. Große Reichweite ohne Engagement oder Impact weist etwa darauf hin, dass die Zielgruppe zwar erreicht wurde, deine Medien aber nicht relevant genug sind. Hingegen zeigt ein hoher Impact bei niedriger Reichweite, dass der Inhalt das Potenzial für ein breiteres Publikum hat und möglicherweise durch verstärkte Verbreitung (z. B. durch Werbemaßnahmen) mehr Wirkung erzielen könnte.
Der Dreiklang aus Reach, Engagement und Impact wird dir helfen, deine Medienproduktion zu optimieren und langfristig die Maßnahmen zu finden, die die größten Auswirkungen auf deine Zielgruppe haben und deine Zielerreichung am besten unterstützen werden.
Tauscher & Partner Medienberater
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