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E-Learning Trends 2024 – So war die Learntec

E-Learning Trends 2024 – So war die Learntec

Wir waren auf der Learntec, Europas größter Messe für digitale Bildung in Europa und haben für dich die aktuellen Trends und Themen im Bereich E-Learning erkundet, ausprobiert und hinterfragt. An drei Messetagen haben wir Vorträge, Panels und Workshops besucht und mit zahlreichen Ausstellern und Besuchern gesprochen. In diesem Artikel greifen wir neben den bewährten Themen der letzten Jahre (wie z.B. Videoproduktion, Blended-Learning, dezentrales Lernen) vor allem die Trends auf, die wir als wirklich neu wahrgenommen haben. Dabei geht es nicht darum, das E-Learning-Rad neu zu erfinden, sondern oft auch nur um die geschickte Kombination oder Transformation bereits bekannter Lösungsansätze und innovativer Ideen. Aber lies selbst.

14.000 Besucher und 419 Aussteller aus insgesamt 43 Ländern waren Teil der 31. Ausgabe der Learntec Messe für digitale Bildung.

(1) Personalisierung mittels KI

Standardcontent und fest vorgegebene Lernpfade waren gestern. Die E-Learning Trends in diesem Jahr gehen eindeutig weiter in Richtung Individualisierung der Lerninhalte. Warum? Weil jeder Lernende unterschiedliche Fähigkeiten und Wissensstände mitbringt, individuelle Pfade nimmt und in seinem eigenen Tempo lernt. Moderne Tools und Methoden ermöglichen es den Unternehmen, jeden einzelnen ihrer Lerner immer individueller zu bedienen.

Und hier kommt das Zauberwort ins Spiel, das gefühlt jeder Aussteller noch schnell irgendwo unterbringen musste: KI. Wer nichts mit künstlicher Intelligenz verspricht, und sei es auch nur eine Schnittstelle, wirkt auf der Learntec fast schon angestaubt.

Was aber versprechen die KI-Tools im Bereich Personalisierung? Vor allem geht es um die Anpassung von Lernpfaden und Lernmaterialien individuell auf jeden Nutzer, um den unterschiedlichen Lernzielen und -typen gerecht zu werden. Per Chatbot werden die Inhalte weiter optimiert und passend gestaltet. Für ein kontinuierliches Lernen werden angepasste Follow ups und Erinnerungen über den bevorzugten Kommunikationskanal an den Lernenden gesendet. Dieses individuelle Zuschneiden von Lerninhalten auf den einzelnen User bezeichnet man auch als Hyper-Personalisierung.

(2) Gamification mit Escape Rooms

Gamification, also die Wissensvermittlung mittels spielerischer Elemente, ist erstmal nicht per sé neu. Auch Serious Games gibt es schon länger. Nun erobert ein Phänomen zunehmend den Markt, das viele von uns privat kennen und das den einen oder anderen durch die Pandemie begleitet hat: Escape Games! Der Ansatz ist denkbar einfach, nämlich das Lernen in ein Rätsel zu verpacken, das heißt die Lerninhalte muss man sich spielerisch selbst erschließen bzw. erknobeln! In einem problembasierten Szenario werden die Spieler an Techniken und Mechaniken herangeführt und erschließen sich Wissen gemeinsam im Team. So bekommt E-Learning einen echten Erlebnischarakter und es lassen sich Kompetenzen in den verschiedensten Bereichen trainieren, wie Teamfähigkeit, Strategie und Analyse oder auch technische Fähigkeiten.

Einige Escape Game Lösungen beschränken sich dabei nicht nur auf den digitalen Raum, sondern rücken bewusst wieder die Haptik ins Zentrum des Erlebens. Beispielsweise haben wir codierte Koffer für Erkundungstouren durchs gesamte Unternehmen und bespielbare Stelen für den Point of Sale kennengelernt. So werden beim Lernen einerseits mehr Sinne angesprochen – sehen, fühlen, hören, riechen – andererseits wird die kognitive Auseinandersetzung mit den Fachthemen vertieft. 

(3) Dynamik und Anpassungsfähigkeit

Wissensthemen, Regularien und Softwaresysteme ändern sich immer schneller und führen dafür, dass E-Learning Kurse in immer kürzeren Zyklen aktualisiert werden müssen. Eine aufwendige Aktualisierung von Lerninhalten per Hand ist kaum noch möglich und wenig effizient. Um mit der raschen Entwicklung mitzuhalten, müssen Lernmedien dynamisch auf Veränderungen reagieren.

Auch hier sorgt künstliche Intelligenz dafür, dass sich E-Learning Kurse deutlich anpassungsfähiger gestalten lassen. Beispielsweise können im Einsatz von dialogbasierten Übungen (z.B. für Telefontrainings) dank KI-Chatbots in Echtzeit Antworten simuliert und Feedback gegeben werden. Dynamische Anpassungen sind ebenfalls relevant, wenn dasselbe Thema in mehreren Sprachen und unter Berücksichtigung unterschiedlicher kultureller Kontexte vermittelt werden muss.

Ein zentrales Ziel von dynamischen Lerninhalten ist es, sicherzustellen, dass die Lernenden nur das lernen, was für sie wirklich relevant ist. Das steigert nicht nur die Effizienz des Lernens, sondern auch die Motivation und das Engagement der Lerner.

(4) Interaktivität und Datenanalyse

Mitmachen und Mitdenken fördern: Interaktive Lerninhalte prägen nach wie vor die Trends im E-Learning. Statt sich nur berieseln zu lassen, werden die Lernenden aufgefordert, mit den Wissensinhalten zu interagieren. Die Beispiele reichen von einfachen Quizfragen über interaktive Elemente in Web Based Trainings (WBTs) bis hin zu interaktiven Videos. Ein Beispiel für den schulischen Kontext hat uns besonders beeindruckt: Eine Wandprojektion, bei der die richtige Antwort mit einem Ball getroffen werden muss. Turnhalle vorausgesetzt.

Das Beste: Viele Tools, die bei der Erstellung interaktiver Formate unterstützen, haben gleichzeitig eine Analysefunktion zur Datenauswertung! Welche Lernpfade haben die Lernenden gewählt? Und welche Lernfortschritte haben sie gemacht? Die Messung konkreter Daten liefert für die Trainer und Online-Ausbilder nicht nur aussagekräftige Metriken zur Bewertung der E-Learnings sondern hilft auch, das Lernerlebnis zu optimieren und neue, effektive Materialien zu entwickeln. 

(5) Menschlichkeit

Bei aller KI darf eine Komponente im digitalen Lernen nicht vernachlässigt werden: die Menschlichkeit. Auch hier gibt es einige Konzepte, um das emotionale Erleben von Lerninhalten zu fördern. Sei es durch Immersion, also das Eintauchen in virtuelle Lernwelten mittels AR, VR oder XR (augmented, virtual & extended realty), oder mittels Storytelling in E-Learning Kursen für mehr emotionale Beteiligung. Es ist erwiesen, dass wir uns besser an Lernerfahrungen erinnern können, wenn sie mit einer gefühlten Bedeutung verbunden sind.

Gleichzeitig setzen Lernplattformen verstärkt auf Funktionen, die soziales und kollaboratives Lernen ermöglichen. Foren, Diskussionsgruppen und Gruppenprojekte schaffen eine Umgebung für gemeinsame Lernerfahrungen und fördern den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Lernenden und einzelnen Peergroups. So können die Teilnehmer miteinander und voneinander lernen.

Auch User Generated Content rückt weiter in den Fokus. Was wir absolut begrüßen. Denn wir finden, jeder einzelne Mitarbeiter sollte als Träger von einzigartigen Erfahrungen und wertvollen Wissen verstanden werden, die es Wert sind in der Organisation geteilt zu werden. Die Messebesucher suchen daher verstärkt nach Lösungen, mit denen sich Mitarbeiter-Know-how einfach in Form von Videos festhalten lässt. Denn die eigenen Mitarbeiter vor die Kamera treten zu lassen, macht digitales Lernen maximal menschlich und authentisch. Uns sind einige Tools begegnet, die zumindest technisch eine gute Starthilfe mit geringen Einstiegshürden in die eigene Videoproduktion geben. 

Startpunkt Media und die E-Learning Trends

Auch wir glauben daran, dass der Mensch im Mittelpunkt des digitalen Lernens stehen sollte. Mit einer reinen Technik-Beschaffung, z. B. für Videoaufzeichnungen, ist aber lediglich der erste Schritt getan. Unsere jahrelange Erfahrung bei der Einführung von Videokommunikation in Konzernen und KMUs hat gezeigt, dass danach die eigentlichen Herausforderungen entstehen:

  • Was ist eine gute videobasierte Lernstrategie?
  • Wann ist ein Lernvideo erfolgreich?
  • Wie sensibilisiere ich meine Mitarbeiter?
  • Wie sollen sich unsere Mitarbeiter vor der Kamera verhalten?
  • Wie funktioniert visuelles Storytelling?
  • Wie wird ein Lernvideo dynamisch?

Ob als One-Taker oder interaktives Video produziert, wissen wir, dass der Erfolg eines Lernvideos nicht über Klickzahlen definiert werden sollte und entwickeln daher individuelle Messgrößen mit unseren Kunden. Außerdem greifen wir bei Startpunkt Media auf unser starkes Netzwerk in den Bereichen Gaming & E-Sports, interaktive Videos und KI zurück, mit denen wir den E-Learning Trends 2024 aktiv mitgestalten.

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10 Filme über KI, die du gesehen haben musst

10 Filme über KI, die du gesehen haben musst

Nichts ist spannender als ein Blick in die Zukunft. Oft erkennen wir, dass wir heute schon in einer Welt leben, die gestern noch Science Fiction war. Künstliche Intelligenz – KI – ist ein solches Thema. Faszinierend und befremdlich zugleich, voller Möglichkeiten und doch weckt sie alte Ängste, die bereits in unzähligen Romanen und Filmen thematisiert wurden.

Obwohl wir noch nicht so weit sind wie in „Blade Runner“ oder „Matrix“, wird künstliche Intelligenz zunehmend Bestandteil unseres Lebens. Wenn du also mehr darüber erfahren möchtest, warum nicht mit einigen unterhaltsamen Filmen beginnen? Tauche ein in unsere TOP 10 Filme und Serien, die künstliche Intelligenz thematisieren und dabei tief in unsere eigene Psyche blicken.

1. HER

Dieser Film zeigt, wie KI in Form von Sprachassistenten unsere Emotionen beeinflussen kann. Samantha ist mehr als nur ein KI – sie wird Vertraute und Geliebte. Doch diese Beziehung wirft tiefgehende Fragen darüber auf, wie wir menschliche Verbindungen in einer zunehmend digitalen Welt gestalten. Wir finden: der wohl authentischste Film zu Thema Künstliche Intelligenz.

2. EX MACHINA

In diesem Sci-Fi-Thriller erschafft ein brillanter CEO eine wunderschöne KI namens Ava. „Ex Machina“ wirft die Frage auf, wie gut wir Menschen darin sind, KI-Entitäten zu erkennen und zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob KI in der Lage ist menschliche Schwächen auszunutzen und unser Verhalten zu beeinflussen.

3. i, robot

In „I, Robot“ sehen wir eine Welt, in der Roboter Teil des Alltags sind. Diese folgen 3 strikten Regeln des KI-Vordenkers Isaac Asimov, um die Menschheit zu schützen. Doch was passiert, wenn diese Regeln infrage gestellt werden? Der Film wirft dabei wichtige Fragen zur Ethik und Kontrolle von KI auf.

4. Ghost in the shell

In dieser bahnbrechenden Anime-Adaption verschmilzt der menschliche Körper mit künstlicher Intelligenz. Der Film war seiner Zeit weit voraus und wirft dabei nicht nur ethische oder existenzielle Fragen auf, sondern behandelt bereits sehr früh den Machtmissbrauch von Deep-Fakes für politische bzw. wirtschaftliche Interessen. 

5. A.I.

Steven Spielbergs „A.I.“ präsentiert uns David, einen humanoiden Roboterjungen, der auf der Suche nach sozialer Menschlichkeit ist. Dieser Film zeigt die Möglichkeiten und Konsequenzen von KI auf, am Beispiel einer unumkehrbar programmierten Liebe und in einer Welt ohne Mitgefühl.

6. Wargames

Ein junger Hacker spielt ein Computerkriegsspiel, das versehentlich die reale Kontrolle über ein nukleares Waffensystem übernimmt. Dieser Film verdeutlicht bereits in sehr frühen Jahren, die potenziellen Gefahren von KI in militärischen Anwendungen.

7. Transcendence

Einer der wenigen Filme mit dem Thema künstliche Superintelligenz. Dr. Will Caster wird zu einem Teil des Internets und entwickelt sich zu einer körperlosen KI, die die Grenzen der Wissenschaft und Ethik überschreitet. Dieser Film beleuchtet die potenziellen Gefahren, wenn eine KI unser Leben übernimmt.

8. West World

In dieser Serie erleben wir die Nutzung von KI in humanoiden Körpern als eine Form der modernen Sklaverei. Grundlegende Aspekte von Ethik und Moral werden dabei intensiv beleuchtet, denn man darf die KI in einem Freizeitpark zur eigenen Unterhaltung sogar töten.

9. Blade Runner

Neben ethischen und moralischen Fragen, ob eine KI weltliche Rechte besitzen darf, steht hier unter anderem auch der Turing-Test im Mittelpunkt. Dieser prüft eine KI auf ein menschliches Verhalten und wurde bereits 1954 von dem KI-Pionier Alan Turing entwickelt.

10. The Creator

Einer der aktuellsten Blockbuster und damit stellvertretend für alle Filme, die die KI-Thematik lediglich als losen Rahmen für ein Actionfeuerwerk nutzen (siehe auch Terminator, Matrix, TRON Legacy, Chappy, Robocop, uvm.). Dennoch sehenswert für seinen Mix aus High- und Low-Tech im gesellschaftlichen Alltag und der interessanten Frage, ob KI eine Religion sein kann.

Faszination Film - Ein Spiegel der Gesellschaft

Das Medium Film ist ein Spiegel der Gesellschaft und zeigt, dass wir keine Antworten finden werden, ohne immer wieder neue Fragen an uns selbst zu stellen. Egal ob philosophierende Kaffeemaschinen, sprechende Teddybären, allwissende Schiffs-Computer, tanzende Hologramme im Regen oder einfach nur ein digitaler Freund:

Die Zukunft gehört denen, die sie machen.