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Was dir keiner über LinkedIn sagt: 7 LinkedIn Mythen aufgelöst

Was dir keiner über LinkedIn sagt: 7 LinkedIn Mythen aufgelöst

LinkedIn gilt für viele als unverzichtbarer Kanal im Marketing-Mix. Und gleichzeitig stolpere ich immer wieder über angestaubte Denkmuster und Mythen rund um Impressionen, Unternehmensseiten oder KI-Content. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen zu Dingen, die dir keiner über LinkedIn sagt. Ich zeige dir 7 verbreitete LinkedIn Mythen und kläre auf, was wirklich dahintersteckt. Hast du diese Mythen einmal aufgelöst, wirst du LinkedIn als Gründer, Selbständige oder Unternehmen viel gezielter für dich nutzen.

Glaubst du an diese verbreiteten Denkfehler? Diese 7 LinkedIn Mythen kannst du getrost vergessen!

Mythos 1: Impressionen = erreichte Menschen

Impressionen sind wahrscheinlich die beliebteste Kennzahl, wenn es darum geht, die Performance von Beiträgen zu bewerten oder sich mit anderen Creatorn zu vergleichen. 

Wie oft habe ich schon gelesen: „Meine Beiträge haben dieses Jahr 1 Mio. Menschen erreicht!“ Dazu ein Screenshot, der die 1 Mio. Impressionen zeigt. Aber hier muss ich kurz bremsen: sehr wahrscheinlich hast du keine Million Menschen erreicht. Und ich erkläre dir auch, warum.

Zuerst die Frage: Was sind Impressionen eigentlich? LinkedIn selbst definiert sie als: „Wie oft dein Beitrag auf LinkedIn angezeigt wurde.“

Was genau „angezeigt“ bedeutet, bleibt allerdings offen. Vermutlich reicht ein kurzes Vorbeiscrollen (auch ohne auf „Mehr anzeigen“ zu klicken) schon aus. Wichtig ist aber: Impressionen beziehen sich nicht auf einzelne Personen. Denn eine einzelne Person kann deinen Beitrag auch mehrfach sehen und jede dieser Ansichten erhöht die Impressionen. 

Deshalb stellt LinkedIn eine zweite Kennzahl bereit: „Erreichte Mitglieder“. Diese Zahl zeigt an, wie viele unterschiedliche, also individuelle Mitglieder deinen Beitrag wirklich gesehen haben. Übrigens: Für beide Zahlen weist die Plattform darauf hin, dass es sich um Schätzwerte handelt. Die tatsächliche Zahl kann also abweichen.

Und noch etwas wird gerne übersehen: Mit deinem nächsten Beitrag erreichst du selten komplett neue Menschen, sondern wieder eine ähnliche Gruppe an Menschen, nämlich hauptsächlich deine Kontakte und Follower. Diese Reichweiten lassen sich also nicht einfach über das Jahr aufsummieren.

Der Unterschied wird in den Analytics sichtbar: Aus meiner eigenen Auswertung liegt die Zahl der erreichten Mitglieder pro Post meist nur bei etwa 40–60 % der Impressionen. In der Jahresauswertung schrumpft dieser Anteil sogar auf ungefähr 10–15 %. Wer also stolz mit „1 Mio. Impressionen“ argumentiert, hat in Wirklichkeit möglicherweise „nur“ rund 100.000 Menschen erreicht.

Mythos 2: Für LinkedIn reicht eine Unternehmensseite

Ich begegne immer noch häufig der Annahme, dass eine gut gepflegte Unternehmensseite ausreicht, um auf LinkedIn sichtbar zu werden. Ein Blick in aktuelle Daten zeichnet jedoch ein anderes Bild: Laut Algorithmus-Report von LinkedIn-Experte Richard van der Blom stammen von 100 sichtbaren Beiträgen im Schnitt gerade einmal zwei von Unternehmensseiten.

Warum ist das so?

LinkedIn ist und bleibt ein soziales Netzwerk. Und soziale Netzwerke leben vom Austausch zwischen Menschen. Genau diesen Austausch bevorzugt auch der Algorithmus. Beiträge von Personenprofilen bekommen deshalb in der Regel mehr Reichweite, mehr Interaktion und letztlich auch mehr Vertrauen.

Ich empfehle deshalb fast immer: Wenn möglich, lasst eure Mitarbeiter sprechen. Wenn Menschen aus dem Unternehmen ihre Perspektiven teilen, geben sie der Marke ein Gesicht. Sie machen Botschaften greifbarer, persönlicher und glaubwürdiger als jede noch so gut formulierte Corporate-Copy.

Viele Administratoren von Unternehmensseiten setzen stattdessen darauf, dass „die Mitarbeiter den Beitrag ja einfach teilen können“. In der Praxis bringt das jedoch so gut wie nichts. LinkedIn bevorzugt eindeutig originäre Beiträge gegenüber geteilten Inhalten. Ein Share erzeugt meist nur einen Bruchteil der Reichweite eines eigenen Posts. Genau deshalb lohnt es sich, Mitarbeiter zu ermutigen, eigene Gedanken, Erfahrungen und Einblicke zu veröffentlichen, statt ausschließlich Unternehmensbeiträge weiterzureichen. Ein individueller Beitrag mit persönlichem Kontext schlägt fast immer das reine Teilen.

An dieser Stelle höre ich häufig die Sorge: „Was ist denn, wenn diese Mitarbeiter das Unternehmen irgendwann verlassen?“ Meine Erfahrung: Das ist kein Grund, die Sichtbarkeit nur auf einen „anonymen“ Account zu beschränken. Unternehmen sind keine statischen Gebilde. Neue Menschen kommen dazu, neue Stimmen entstehen. Wer heute Wissen und Sichtbarkeit aufbaut, zahlt trotzdem langfristig auf die Marke ein.

Sind Unternehmensseiten damit überflüssig? Ganz im Gegenteil! Sie bleiben ein wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix, als offizieller Absender, als Content-Hub, als Ort für Stellenanzeigen und strukturierte Informationen. Aber sie entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn sie von aktiven Menschen im Unternehmen ergänzt werden.

Mythos 3: Hashtags bringen mehr Reichweite

In den 00er und bis in die 10er Jahre sahen Feeds in den sozialen Medien noch anders aus: sie beinhalteten nur Beiträge von Personen oder Seiten, die wir auch abonniert haben. Neue Inhalten konnten wir beispielsweise über Hashtags entdecken, die Beiträge thematisch einordnen. (Ich erinnere mich noch daran, wie ich 2016 mit meinem neuen Instagram Account täglich den Hashtag #lostplaces gierig nach neuen Inhalten durchforstet habe, bis ich bei den Beiträgen vom Vortag angelangt war).

Heute funktionieren die meisten Plattformen grundlegend anders – so auch LinkedIn. Der Feed ist personalisiert, algorithmisch kuratiert und stark verhaltensbasiert. Wir sehen Beiträge, weil Menschen aus unserem Netzwerk sie liken, kommentieren oder weil LinkedIn vermutet, dass sie zu unseren Interessen passen.

Gleichzeitig hat sich unser eigenes Nutzungsverhalten verändert. Durch permanente Content-Beschallung und Endlos-Scroll-Feeds suchen wir immer seltener aktiv nach neuen Beiträgen. Frag dich mal selbst: Wann hast du zuletzt bewusst nach #Innovation gesucht? Ich tippe mal auf nie.

Ich habe mein eigenes Verhalten mal reflektiert und gemerkt: Es gab nur eine konkrete Situation, in der ich nach einem Hashtag gesucht habe (was mittlerweile auch schon wieder Jahre her ist): Es war bei einer Messe, als ich sehen wollte, wer noch vor Ort ist, was andere teilen und mit welchen Personen sich eine Vernetzung lohnt. Für den alltäglichen Content-Konsum spielen Hashtags für mich jedenfalls keine Rolle mehr.

LinkedIn hat inzwischen selbst bestätigt, dass Hashtags keine zusätzliche Reichweite erzeugen. Sie helfen bei der thematischen Einordnung eines Beitrags, sind aber kein Reichweitenhebel mehr. Das bedeutet nicht, dass Hashtags komplett sinnlos sind. Bei Events oder als individueller Hashtag einer Personal Brand können sie durchaus hilfreich sein. Wer jedoch glaubt, mit der richtigen Hashtag-Kombination die Sichtbarkeit eines Beitrags signifikant steigern zu können, folgt einem überholten Aberglaube.

Mythos 4: Meine Beiträge kann ich doch jetzt mit KI schreiben!

Auf LinkedIn nehmen KI-generierte Inhalte spürbar zu. Viele Texte klingen plötzlich erstaunlich ähnlich. Sie arbeiten mit denselben Formatierungen, Dramaturgien und Floskeln wie „mit Haltung“, „mit Wirkung“, „nicht laut, sondern leise“. 

Bei Bildern sieht es kaum anders aus. Beige Comic-Illustrationen, glattgebügelte KI-Portraits und Infografiken mit haufenweise Rechtschreibfehlern. (Wurde man doch früher schon für einen einzigen in den Kommentaren getadelt.)

Manchmal wirkt es, als wäre Social Media zum Trainingslager für KI-generierten Quatsch geworden. Irgendwie sollen alle KI nutzen, aber keiner will die Ergebnisse sehen.

So wie wir über die Zeit vollgepackte PowerPoint-Folien müde geworden sind, schalten wir heute bei KI-Inhalten ab. Wir wollen einfach keine Aufmerksamkeit verschwenden an Inhalte, die bei der Erstellung selbst keine Aufmerksamkeit bekommen haben.

Die Konsequenz wird bereits deutlich: Viele Menschen ziehen sich innerlich zurück. Sie kommentieren weniger, lesen selektiver und sehnen sich stärker nach einem richtigen, zwischenmenschlichen Austausch.

Das soll nicht heißen, dass du komplett auf KI verzichten sollst. Im Gegenteil: nutze künstliche Intelligenz gerne als Werkzeug, aber niemals als Ergebnis! Für LinkedIn braucht es jetzt mehr als zuvor Beiträge mit deinen Erfahrungen, deiner Persönlichkeit oder auch mal deinen Umgang mit Rückschlägen.

Mythos 5: Beiträge werden in Echtzeit angezeigt.

Hast du schon einmal einen Beitrag gesehen, der auf ein spannendes Event oder Webinar aufmerksam macht und gerade als du dich anmelden willst, merkst du, dass der Termin schon vorbei ist?

Viele glauben, dass ihr Beitrag ihrem Netzwerk in dem Moment gezeigt wird, in dem er veröffentlicht wird. Das stimmt allerdings nicht. LinkedIn priorisiert Inhalte nach Relevanz und Interaktion. Der Feed ist personalisiert und dynamisch. Je nachdem, wie aktiv dein Netzwerk ist und wie viele Inhalte täglich veröffentlicht werden, zeigt dir dein Feed auch Beiträge an, die eine, zwei oder sogar drei Wochen alt sind.

Wer also denkt: „Ich poste schnell noch etwas zu unserem Event morgen“, riskiert, dass ein relevanter Teil des Netzwerks den Beitrag erst sieht, wenn das Event längst vorbei ist. Gerade bei Webinaren, Bewerbungsfristen oder zeitlich begrenzten Angeboten bleibt dadurch viel Potenzial ungenutzt.

Wenn ich einen konkreten Termin bewerben möchte, hat sich für mich folgende Dramaturgie bewährt:

  1. Eine frühzeitige Ankündigung vier Wochen vorher.
  2. Ein Beitrag mit klarem Mehrwert und Nutzenargumentation für die Zielgruppe zwei bis drei Wochen vorher.
  3. Einen Reminder oder „Last Call“ mind. eine Woche vor dem Termin.

Wer dieses „zeitversetzte Posten“ berücksichtigt und seine Inhalte zeitlich klug plant, kann das Potenzial von LinkedIn bestmöglich ausschöpfen, statt sich im Nachhinein über vermeintlich fehlende Reichweite oder Conversions zu wundern. 

Mythos 6: Wer mich googelt, landet sowieso auf meiner Website

Viele Unternehmer, Selbständige oder Gründerinnen erstellen ein LinkedIn-Profil, füllen es rudimentär aus und oft genug passiert danach dann genau das: Gar nichts. Sie lassen ihr Profil einfach bestehen. Es existiert zwar, spielt im Alltag aber kaum eine Rolle oder wird komplett vergessen.

Nicht weiter schlimm, oder? Nicht ganz, denn ein wichtiger Punkt wird häufig übersehen: Sucht man deinen Namen bei Google, tauchen LinkedIn-Profile erstaunlich weit oben auf. Häufig sind sie sogar der allererste Treffer! Das heißt, sie werden noch vor deiner eigenen Website angezeigt. Wer also nach deinem Namen sucht, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit zuerst dort.

Und genau in diesem Moment entscheidet sich der (allseits bekannte und in dem Fall oft gefürchtete) erste Eindruck. Wenn das Profil unvollständig wirkt, seit Jahren nicht aktualisiert wurde oder wenig darüber verrät, wofür du eigentlich stehst, kann die Geschichte an dieser Stelle schnell zu Ende sein.

Viele unterschätzen, wie häufig solche kurzen Recherche-Momente stattfinden: Ein potenzieller Kunde, ein Journalist, ein möglicher Geschäftspartner oder auch ein Bewerber sucht nach deinem Namen, klickt auf das erste Ergebnis und verschafft sich innerhalb weniger Sekunden ein Bild von dir.

LinkedIn ist deshalb weit mehr als nur ein Netzwerk zum Teilen von Inhalten. Für viele ist die Plattform der Ort, an dem man zuerst nachsieht, um herauszufinden, mit wem man es zu tun hat. Gerade für Selbstständige und Solopreneure lohnt es sich deshalb, das eigene Profil regelmäßig aus der Perspektive eines Außenstehenden zu betrachten, um keine Chancen zu verschenken.

Mythos 7: Impressionen, Likes und Kommentare bestimmen den Erfolg

Viele messen ihren Erfolg auf LinkedIn an dem, was direkt sichtbar ist: Impressionen, Likes und Kommentare. Klar, denn immerhin sind diese Zahlen greifbar und lassen sich leicht vergleichen und auswerten. Gleichzeitig entsteht aber auch schnell der Eindruck: Wenn wenig passiert, funktioniert mein Content nicht.

Was dabei oft übersehen wird: Der größte Teil der Plattform verhält sich still. Schätzungen zufolge erstellen nur etwa ein Prozent der LinkedIn-Nutzer regelmäßig eigene Inhalte. Der überwiegende Teil liest mit, beobachtet, bildet sich eine Meinung, aber ohne selbst aktiv zu werden. Ich nenne sie immer gern die „schweigende Masse“.

Ich erlebe das tatsächlich auch immer wieder. Menschen melden sich bei mir, beziehen sich auf Beiträge, die ich vor Wochen oder Monaten veröffentlicht habe, und sagen dann Sätze wie: „Ich lese schon länger mit“ oder „Ich verfolge deine Inhalte schon eine ganze Weile“. Viele dieser Personen haben vorher nie einen meiner Beitrag geliked oder kommentiert.

Soll heißen: Die eigentliche Wirkung ist leider nicht so leicht messbar, wie Likes oder Kommentare und entsteht oft außerhalb der Plattform. Aus meiner Erfahrung sind es selten die Menschen, die regelmäßig liken oder kommentieren, die später zu Kunden werden. Viel häufiger sind es diejenigen, die sich im Hintergrund halten. Wenn man sich das bewusst macht, verändert sich auch der Blick auf die eigenen Inhalte.

Es geht weniger darum, möglichst viele Reaktionen zu erzeugen, sondern mehr darum, über längere Zeit präsent zu sein, Vertrauen aufzubauen und im richtigen Moment in Erinnerung zu bleiben. Und genau dafür ist LinkedIn doch wunderbar geeignet.

Bonus Mythos: Sichtbarkeit erreicht man nur über eigene Beiträge

„Ich habe keine Zeit eigene Beiträge für LinkedIn zu schreiben, deswegen bin ich dort auch nicht aktiv.“ So oder so ähnlich höre ich das von vielen Unternehmern. Mit dieser Aussage schwingt ein Bedenken mit: Nämlich, dass sich nur eigene Beiträge lohnen, um etwas auf LinkedIn zu erreichen.

Das ist aber absolut nicht so! Es gibt einige Aktivitäten, mit denen du Sichtbarkeit aufbauen kannst, ohne eigene Beiträge zu schreiben und ohne viel Zeit aufzuwenden. Ich habe sie in meinem Beitrag über die 15 Minuten LinkedIn Routine inkl. Infografik zum Download zusammen gefasst. Hier nur ein paar der Möglichkeiten:

  • Kommentare schreiben
  • Geburtstagsnachrichten senden
  • Profile durchstöbern

Über die Autorin

Hi, ich bin Sandy, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Startpunkt Media, einer Medienagentur aus Mittweida, die sich auf Marketingstrategie und Medienproduktionen spezialisiert hat. Seit über 8 Jahren bin ich mittlerweile bei LinkedIn aktiv und weiß, wie man ein starkes Netzwerk aufgebaut und über die Plattform potenzielle Kunden sanft zur Kaufentscheidung begleitet – ganz ohne nervige Akquise. 

Ich liebe es mein Wissen zu teilen und schenke dir gerne mein kostenloses Whitepaper zu „99 Content-Ideen für LinkedIn“.

Ob als Start für selbständige Frauen oder bei der regelmäßigen Content-Unterstützung für Abteilungsleiter und Geschäftsführer: ich begleite Unternehmer gerne auf dem Weg zu mehr Sichtbarkeit. Lass uns doch mal über deine Ziele sprechen und nimm Kontakt mit mir auf!

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Medienkommunikation

Das große Marketing & Medien Glossar

Marketing & Medien Glossar: Einfach erklärt für KMU & Gründer

KPI, Styleguide, Minimum Viable Product… –  Alles klar? Marketing, Kommunikation und digitale Medien stecken voller Begriffe, die man immer wieder hört. Viele sind gar nicht so kompliziert, wie sie vielleicht auf den ersten Blick klingen. Mit unserem Glossar wollen wir die wichtigsten Begriffe für KMUs, Gründer und Forscher, die ins Thema Marketing und Medien einsteigen, kurz und verständlich erklären.

Unser Glossar bringt dir die wichtigsten Begriffe aus Marketing und digitalen Medien näher.

A B C D F G H I J K L M N P Q R S T U 

A

Algorithmus: In sozialen Medien entscheidet ein Algorithmus welche Beiträge du aufgrund deiner Interessen und deines bisherigen Verhaltens in welcher Reihenfolge siehst.

Augmented Reality: Bei Augmented Reality wird die echte Welt mit digitalen Elementen kombiniert, z. B. wenn dein Handy dir animierte Inhalte ins Kamerabild einblendet oder du virtuelle Möbel in deinem Wohnzimmer platzierst.

Avatar: Ein Avatar ist dein digitales Ich, das dich in virtuellen Welten vertreten kann, z. B. in Computerspielen oder Online-Chats.

B

B2B: Eine Abkürzung für Business to Business. B2B beschreibt Geschäftsbeziehungen, bei denen Unternehmen an andere Unternehmen verkaufen.

B2C: Eine Abkürzung für Business to Consumer. Hier geht es darum, dass Unternehmen direkt an Verbraucher verkaufen.

Blog: Blogs sind wie digitale Tagebücher oder Magazine, in denen Einzelpersonen oder Teams regelmäßig zu bestimmten Themen schreiben.

C

Case Study: Eine Fallstudie, die die Erfolgsgeschichte eines Kundenprojekts erzählt, typischerweise anhand eines festen Ablaufs von Ausgangssituation, Herausforderung, Lösung, Umsetzung und Ausblick. 

Chatbot: Chatbots sind digitale Gesprächspartner, die mit Künstlicher Intelligenz gesteuert werden und oft im Kundenservice zum Einsatz kommen.

Clickbait: Das sind reißerische Überschriften oder Bilder, die Aufmerksamkeit erregen sollen. Allerdings halten die Inhalte oft nicht, was sie versprechen.

CMS: Abkürzung für Content-Management-System. Eine Software, die es auch technisch Unerfahrenen leicht macht, Websites zu erstellen und Inhalte zu verwalten.

Content Marketing: Die Bereitstellung von relevanten und hochwertigen Inhalten, wie Wissen, Anleitungen, Tipps o. Ä., um damit auf lange Sicht Kunden mit einer Marke oder einem Unternehmen vertraut zu machen. Der Fokus liegt auf Mehrwert statt plumper Werbung.

Corporate Design: Das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens, von Farben und Logos bis hin zur Gestaltung von Präsentationen.

CRM: Eine Software, die hilft, Kundenbeziehungen zu organisieren, von Kontaktinfos bis hin zum Nachverfolgen von E-Mails, Anrufen oder Meetings.

CTA (Call-to-Action): Ein Button oder Satz, der Nutzer auffordert, aktiv zu werden, wie zum Beispiel „Jetzt kaufen“ oder „Hier anmelden“.

D

Dashboard: Eine visuelle Übersicht, die Daten oder Programme vereinfacht darstellt, ähnlich einem Armaturenbrett im Auto.

Deepfake: Manipulierte Inhalte wie Videos oder Stimmen, die täuschend echt wirken und im KI-Zeitalter zunehmend schwerer zu erkennen sind.

F

FAQ: Abkürzung für „frequently asked questions“. Eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen, um schnell Klarheit zu schaffen.

Fake News: Bewusst falsche oder irreführende Informationen, die wie echte Nachrichten aussehen.

Feed: Eine endlose Liste von Beiträgen, durch die du scrollen kannst, wie bei Instagram, Facebook oder LinkedIn.

Filterblase: Auch „Bubble“. Ein digitales, begrenztes „Informationsuniversum“, in der du nur noch Inhalte siehst, die deinen Vorlieben entsprechen, weil Algorithmen sie auf dich zuschneiden.

Freebie: Ein Gratisangebot häufig in digitaler Form, z.B. ein Whitepaper, eine Anleitung oder ein Gratis-Onlinekurs, um Leads zu gewinnen.

G

Gamification: Der Einsatz von spielerischen Elementen in Marketing, E-Learning, Kommunikation usw. Ziel ist es, die Motivation zu erhöhen und die Kundenbindung zu stärken.

Greenscreen: Ein grüner Hintergrund bei Film- und Videoproduktionen, der in der finalen Aufnahme durch einen virtuellen Hintergrund ersetzt wird.

H

Hashtag: Ein Schlagwort mit einer Raute (#) davor, das hilft, Themen oder Beiträge leichter auffindbar zu machen.

Hook: Ein interessanter, Aufmerksamkeit erregender Einstieg in einen Post oder ein Video. 

Host: Eine Person, die eine Show oder einen Podcast moderiert. Oder auch der Leiter eines Online-Meetings.

I

Influencer: Menschen, die in sozialen Medien Trends setzen oder Produkte bewerben und damit viele Menschen beeinflussen.

Infografik: eine visuell leicht erfassbare und struktuierte Aufbereitung von komplexen Daten, Informationen oder Wissen, häufig bestehend aus Grafiken, Icons, kurzen Texten, Diagrammen o. Ä.

J

Jingle: Eine kurze, einprägsame Melodie oder Tonfolge, die häufig in Werbespots oder als Intromusik verwendet wird.

K

KPI: Abkürzung für Key Performance Indicator. Kennzahlen, die zeigen, wie gut du ein Ziel erreichst, etwa Klicks oder Newsletter-Abos.

KI (Künstliche Intelligenz): Maschinen, die lernen, menschenähnlich zu denken und Probleme zu lösen.

L

Landing Page: Eine spezielle Webseite, die dich gezielt zu einer Handlung motivieren soll, etwa zum Registrieren oder Kaufen.

Lead: Potenzieller Kunde, der erstes Interesse am Unternehmen oder der Marke gezeigt hat.

Live-Stream: Eine Übertragung von Bild und / oder Ton in Echtzeit.

M

Meme: Kreative Inhalte, oft lustig oder gesellschaftskritisch, die viral durchs Netz gehen und zum Mitmachen animieren.

MVP: Abkürzung für Minimum Viable Product. In der Produkt- oder Angebotsentwicklung eine Bezeichnung für die kleinste, „gangbare“ Version eines Produktes, um damit erstes Kundenfeedback einzuholen und Annahmen frühzeitig zu testen. 

N

Networking: Zu deutsch „Netzwerken“. Das Knüpfen, Pflegen und Nutzen von wertvollen Kontakten und echten Beziehungen. Networking ist immer ein Geben und Nehmen. 

P

Persona: Personas sind wie fiktive Charaktere, die typische Kunden einer Zielgruppe repräsentieren. Sie helfen Unternehmen zu verstehen, was Kunden wollen und ihre Marketingaktivitäten daran auszurichten.

Personal Brand: Zu deutsch auch Personenmarke. Anders als bei einer Marke eines Unternehmens steht hier eine Person im Vordergrund.

Pitch: Eine kurze, prägnante Präsentation einer Geschäftsidee, eines Produktes oder Angebotes, mit dem Ziel neue Geschäftskontakte, Investoren, Kunden oder Partner zu überzeugen.

Proof of Concept: Eine Methode um nachzuweisen, ob sich ein theoretisches Vorhaben oder eine Geschäftsidee in der Praxis tatsächlich umsetzen lässt. Dafür testet man das Vorhaben in einem kleineren Maßstab oder einem kürzeren Zeitraum und prüft es intensiv auf Machbarkeit.

Q

QR-Code: Kleine, quadratische Codes, die aus Pixeln bestehen, und durch einen Scan mit dem Handy direkt ohne Texteingabe auf eine Webseite oder sonstigen Informationen führen.

R

ROI: Abkürzung für Return on Investment. Zeigt an, wie viel Gewinn im Vergleich zu den Ausgaben gemacht wurde, und ist eine wichtige Zahl, um Investitionen zu bewerten.

S

SEA (Search Engine Advertising): Bezahlte Anzeigen, die deine Webseite ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen lassen. Sie werden oft bei Google genutzt.

SEO (Search Engine Optimization): Mit SEO optimierst du deine Webseite, damit sie in Suchmaschinen besser gefunden wird, ohne dafür zu bezahlen. Entscheidend sind z. B. gute Inhalte und schnelle Ladezeiten.

Social Selling: Dabei nutzen Verkäufer soziale Medien, um mit potenziellen Kunden zu sprechen, Fragen zu beantworten und hilfreiche Inhalte zu teilen bis der Kunde bereit für den Kauf ist.

Storys: In sozialen Medien sind Storys kurze Videos oder Bilder, die zeigen, was jemand gerade macht. Sie verschwinden meist nach 24 Stunden.

Storytelling: Das Nutzen von Geschichten und Erzählstrukturen, um Inhalte emotionaler, greifbarer und merkbarer zu vermitteln.

Styleguide: Gestaltungsrichtlinien in Form eines verbindlichen Handbuchs, das visuelle und kommunikative Regeln für eine Marke definiert, um Konsistenz über alle Medien hinweg zu gewährleisten. 

T

Teleprompter: Externes Gerät oder virtuell eingeblendeter Text, der es einem Moderator oder Sprecher eines Videos ermöglicht, den vorzutragenden Text abzulesen und dabei gleichzeitig in die Kamera, also direkt zum Publikum, zu blicken.

U

USP (Unique Selling Point): Dein USP ist das Besondere an deinem Produkt, das es von anderen abhebt. Es ist das Alleinstellungsmerkmal, warum Kunden genau dein Produkt kaufen sollten.

V

Venture Capital: Zu deutsch Risiko- oder Wagniskapital, das professionelle Investoren Start-ups mit innovativen, skalierbaren Ideen und großem Wachstumspotenzial zur Verfügung stellen.

Viral: Die extrem schnelle, oft exponentielle Verbreitung von Inhalten, wie Videos, Bilder oder Nachrichten im Internet, meist über soziale Netzwerke. 

Virtuelle Produktion: Eine Verschmelzung von Realfilmaufnahmen (z. B. einer Person) mit digitalen Hintergründen (z. B. Greenscreen) in Echtzeit.

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Digitale Unternehmenskommunikation Videokommunikation

Die richtige Kleidung vor der Kamera

Die richtige Kleidung vor der Kamera - ein Leitfaden für B2B Videos

Ein Videodreh steht an und früher oder später kommt die Frage: „Was ziehe ich am besten vor der Kamera an?“ Schließlich soll dein Auftritt professionell wirken und einen guten Eindruck hinterlassen. Aber nicht immer sind unsere Lieblingsstücke auch für die Linse geeignet und so manche Farben, Muster oder Materialien können uns mit ihren Effekten böse überraschen. Wenn du dich am Drehtag nicht von unpassender Kleidung aufhalten lassen willst, gibt es einiges zu beachten. Wir teilen unsere Erfahrungen und geben dir Tipps aus über 10 Jahren Kameraarbeit für B2B-Videos.

Mit unserem Blogbeitrag findest du das perfekte Outfit für deinen nächsten Videodreh!

Bitte vermeiden: Muster und Prints

Hast du schon mal einen Nachrichtensprecher im karierten Hemd gesehen? Wahrscheinlich nicht und das hat auch seinen Grund: Kleidungsstücke mit kleinen, sich wiederholenden Mustern (feine Karos, enge Punkte, Hahnentritt, Fischgräte usw.) werden von Kameras nicht korrekt dargestellt. Die gleichmäßigen Strukturen erzeugen ein störendes Flimmern für den Zuschauer, den so genannten Moiré-Effekt.

Auch große Prints und Schriftzüge lenken schnell vom Wesentlichen ab. Sie ziehen den Blick des Publikums auf sich und können sogar im Konflikt mit deiner eigenen Marke stehen. Sichtbare Markennamen verwässern außerdem, wofür du selbst stehst. Besser geeignet ist einfarbige und schlicht gehaltene Kleidung. Damit wirkst du ruhig und klar, ohne die Aufmerksamkeit des Publikums zu stören.

Make it Colorful: Die richtige Farbwahl

Vor der Kamera bereiten zwei Farben fast immer Schwierigkeiten: Weiß und Schwarz. Dann musst du viel mit künstlichem Licht korrigieren, was insgesamt zu Über- oder Unterbelichtung führen kann. Weiß reflektiert das Licht stark und kann dich überstrahlen. Schwarze Kleidung schluckt hingegen viel Licht, wodurch Körperstrukturen verloren gehen und das Bild flach wirkt.

Ein Dreh vor Greenscreen steht an? Dann solltest du grüne Kleidung unbedingt vermeiden. Vorsicht gilt auch bei Farben mit Grün-Anteilen, wie Senfgelb oder Oliv, denn die können mitunter in der finalen Aufnahme nicht farbgetreu dargestellt werden. Wenn du unbedingt Grün tragen musst (das kennen wir z. B. von Herstellern von Outdoor-Jacken), kannst du auch mit einem Bluescreen arbeiten. 

Aber welche Farben sind denn nun empfehlenswert? Ein kleiner Tipp: Schau dir die Kleidung von Nachrichtensprechern an. Besonders die Frauen zeigen es immer wieder: einfarbige, schlichte Blusen in Pastelltönen oder kräftigen Farben, wie rot, lila, blau oder orange punkten immer. Für Männer sind hellblau, beige oder grau eine gute Wahl für Oberteile oder Hemden. Wichtig ist, dass du dich gut vom Hintergrund abhebst. 

Achtung, Jahreszeiten!

Top im Sommer, Pullover im Winter: Im Laufe eines Jahres greifen wir zu unterschiedlicher Kleidung ohne darüber nachzudenken. Allerdings gibt es in den meisten B2B-Videos, besonders bei Innen- oder Studioaufnahmen, z.B. für Pitch-VideosVideostellenanzeigen oder interaktive Videos, für den Zuschauer keine ersichtlichen Jahreszeiten als Referenz. Stell dir vor, jemand schaut dein Video im Dezember und du trägst schulterfrei. Oder er sieht es im Hochsommer und du trägst einen dicken Wollpulli. All das kann irritierend wirken und zum falschen Zeitpunkt von deiner Botschaft ablenken. Deswegen empfehlen wir dir Outfits zu wählen, die deine Arme bedecken und „jahreszeitenneutral“ sind, heißt: nicht zu sommerlich und nicht zu winterlich wirken. Mit Blusen und Hemden bzw. Blazern und Jacketts bist du immer gut beraten. 

Das Ansteck-Mikro im Hinterkopf behalten

Für eine gute Tonqualität solltest du in deinen Videos ein professionelles Mikrofon nutzen. Ansteck- oder Lavalier-Mikrofone sind nicht nur praktisch, weil deine Hände frei bleiben, sondern auch vergleichsweise kostengünstig. Allerdings müssen sie an deiner Kleidung ca. zwei Handbreit unter dem Kinn befestigt werden. Heißt: offene Kleidungsstücke, wie Blazer, Jacken oder Oberteile mit Knopfleisten sind super, Rollkragenpullover werden dagegen zur Herausforderung. 

Und bitte nicht den Sender vergessen! Denn der braucht auch noch einen Ort, an dem er für den Zuschauer unsichtbar versteckt werden kann. Das sind meistens Hosen- oder Jackeninnentaschen. Röcke, Kleider oder Hosen ohne Taschen oder Gürtel können da schnell ungewollt problematisch werden. 

Accessoires: ja oder nein?

Bei Schmuck und Accessoires gilt generell das Prinzip „Weniger ist mehr“, denn sie sollten nicht von dir und deiner Botschaft ablenken. Armreifen, Ohrringe oder Ketten können ungewollt Licht reflektieren und zu Blendeffekten führen. Ebenso können Schals oder Tücher in Kontakt mit dem Ansteckmikrofon kommen und raschelnde Störgeräusche erzeugen. 

Kleidung kommuniziert, was du nicht sagst

Das perfekte Outfit vor der Kamera ist vor allem eins: unaufdringlich. Unser Grundsatz lautet: wenn sich dein Publikum später nicht an dein Outfit erinnern kann, hast du alles richtig gemacht. Denn dann waren deine Zuschauer inhaltlich bei dir und wurden nicht von unpassender Kleidung abgelenkt. 

Welche Kleidung die passende ist, hängt auch vom Anlass, deiner Branche und dem Ziel des Videos ab. Für ein informatives Video auf deiner Webseite wirkt ein Casual Business Stil authentisch und zugänglich. Für eine Neujahrsansprache als Geschäftsführer greifst du eher zu einem klassischen Anzug. Und bei einem internen Schulungsvideo zur Arbeitssicherheit dürfen es auch mal Warnweste und Schutzhelm sein.

Du siehst: Deine Kleidung erzählt mit. Sie prägt die Wirkung deines Videos und unterstützt subtil die Botschaft, die du transportieren möchtest.

Nimm zum Dreh am besten ein bis zwei Wechseloutfits mit. So kannst du schnell reagieren, falls etwas nicht passt oder nicht wie geplant wirkt. Außerdem bringt ein Outfitwechsel mehr Varianz in deine Videos, besonders dann, wenn du an einem Tag mehrere Formate aufzeichnest.

Über Uns: Startpunkt Media

Hi, wir sind Startpunkt Media, und wir unterstützen KMU, Gründer und Forschende dabei, bekannter zu werden und ihre Marke sichtbarer zu machen – beim Markteintritt, Produktlaunch oder Markenaufbau. Begonnen bei einer klaren Strategie bis zur multimedialen Umsetzung in Video, Text, Grafik und Storys, begleiten wir dich von der ersten Idee und helfen dir, sie auf die Straße zu bringen. 

Wir wollen nicht nur Agentur sein, sondern ein Mentor an deiner Seite auf dem Weg zu digitaler Kommunikation, die emotionale Werte vermittelt und echte Verbindungen aufbaut. Wenn du mehr zum Thema Wirkung vor der Kamera wissen willst, dann schau mal zu unserem Workshop Kamera & Präsenz oder nimm Kontakt mit uns auf!

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5 Fehler die dich deine Bekanntheit kosten

Als Unternehmen bekannter werden: 5 Fehler, die dich deine Bekanntheit kosten

Du willst deinen Bekanntheitsgrad erhöhen, mehr Aufmerksamkeit für dein Unternehmen gewinnen oder deinen Produktlaunch erfolgreich bekannt machen? Viele Gründer und Unternehmen stehen vor derselben Herausforderung: Sie haben ein großartiges Produkt, aber zu wenige Menschen wissen davon.

Doch wie wird dein Unternehmen bekannter? Und warum gelingt es manchen Marken scheinbar mühelos, ihre Sichtbarkeit am Markt zu verbessern, während andere trotz großem Aufwand kaum wahrgenommen werden?

Die Antwort liegt selten im fehlenden Budget oder dem falschen Produkt, sondern in typischen Kommunikationsfehlern. In diesem Artikel zeigen wir dir 5 typische Fehler, die dich in deiner Wahrnehmung ausbremsen und wie du sie vermeidest. 

Du hast ein tolles Produkt, aber zu wenige wissen davon? Unser Blogbeitrag gibt dir Tipps, wie dein Unternehmen und dein Angebot bekannter wird.

Fehler 1: Du bastelst zu lange am Produkt und gehst zu spät in die Kommunikation

Viele Gründer und Unternehmen tappen in dieselbe Falle: Sie tüfteln ewig an ihrem Produkt und vergessen dabei, rechtzeitig mit potenziellen Kunden zu sprechen. Die Gedanken dahinter sind meist folgende: 

❌ „Unser Produkt braucht erst noch Feature X, dann können wir loslegen.“

❌ „Erst wenn alles perfekt ist, zeigen wir es der Welt.“

❌ „Wenn ich als Gründer nicht zufrieden bin, schäme ich mich für mein Produkt.“

Was erst einmal logisch klingt, ist in Wahrheit ziemlich gefährlich. Denn während sich viele Gründer und Unternehmen im Feinschliff ihrer Produkte verlieren, verpassen sie eine ihrer größten Chancen: Wertvolle Zeit, um Vertrauen aufzubauen und die Sichtbarkeit am Markt anzukurbeln.

Während du noch am letzten Feature bastelst, hättest du längst anfangen können, über deine Idee zu sprechen und erste Interessenten zu gewinnen. In dieser Phase ist nicht Perfektion entscheidend, sondern Präsenz. Jede Woche, in der du nicht sichtbar bist, ist eine Woche, in der jemand anderes die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe bekommt.

Learning: Kommunikation beginnt lange bevor dein Produkt fertig ist. Bekanntheit entsteht nicht über Nacht; sie wächst mit jeder Geschichte, die du nach Außen trägst. Starte früh, sprich über deine Idee und gib deinem Unternehmen die nötige Zeit, um Vertrauen aufzubauen.

Fehler 2: Du bespielst zu viele Kanäle auf einmal

Wer bekannter werden will, sollte überall sichtbar sein, oder? Instagram, LinkedIn, Newsletter, Podcast, vielleicht noch ein bisschen TikTok dazu. Die Versuchung ist groß, denn viele Kanäle versprechen auf den ersten Blick mehr Reichweite. In der Praxis ist das aber oft kontraproduktiv. Wenn du versuchst, auf allen Kanälen gleichzeitig aktiv zu sein, passiert das meist ohne gesonderte Strategie und individuelle Anpassungen an den jeweiligen Kanal. Die Folge: die Qualität bleibt auf der Strecke und deine Botschaften verpuffen

Das Hauptproblem ist, dass dir der Fokus verloren geht. Jede Plattform folgt ihren eigenen Regeln und braucht eigentlich deine volle Aufmerksamkeit, um wirklich zu verstehen, wie deine Zielgruppe dort tickt, welche Formate funktionieren und wie du Vertrauen aufbauen kannst.

Gerade für Gründer oder Unternehmen mit einem neuen Produkt gilt: Lieber einen Kanal richtig gut machen, als fünf halbherzig. Wähle also einen vielversprechenden Kanal, auf dem deine Zielgruppe aktiv ist, und geh dort „all-in“. Lerne, wie die Plattform funktioniert, wie du mit deiner Community interagierst und was echten Mehrwert bietet. 

Learning: Konzentriere dich zunächst auf einen Kanal und gib dort dein Bestes. Erst wenn du diesen Kanal wirklich beherrschst (oder Unterstützung dafür hast), erschließt du dir den nächsten. Ganz nach dem Motto: erst fokussieren, dann skalieren.

Fehler 3: Du hängst zu sehr an deiner Marke

Wer seinen Markteintritt erfolgreich gestalten will, muss vor allem eins: schnell herausfinden, was funktioniert und was nicht. Mit welchem Kanal erreichen wir die Zielgruppe? Ist es überhaupt die richtige Zielgruppe? Und wirken unsere Botschaften? Da wir das am Anfang noch nicht weißt, musst du deine Hypothesen schnell testen, um frühestmöglich zu einem „Proof of Concept“ zu kommen.

Viele Unternehmen halten sich aber zu lange an der Frage auf „Passt das überhaupt zu unserer Marke?“ Da geht ein Post, eine neue Farbe, ein anderes Wording dann schnell mal durch mehrere Freigaberunden und wird mehrfach überarbeitet. Am Ende ist vielleicht alles perfekt und „on brand“, wird wegen geringer Reichweite aber eh kaum wahrgenommen. 

Deine Marke darf dich nicht davon abhalten, aktiv zu werden, schnell zu sein oder mutige Schritte zu gehen. Am Anfang zählt nicht Hochglanz-Kommunikation, sondern eher Geschwindigkeit und Lernbereitschaft. Später kannst du deine Marke immer noch schärfen und anpassen.

Learning: Sales first, brand later. Konzentriere dich zuerst auf das, was Umsatz bringt, nicht auf das „schöne Aussehen“. Teste früh, lerne schnell und passe deine Marke bei Bedarf dann auf Basis echter Erfahrungen an.

Fehler 4: Dir fehlt die Kontinuität

Bei Fehler 2 ging es darum, sich auf einen Kanal zu konzentrieren und dort richtig loszulegen. Doch wann ist der Moment gekommen, an dem man merkt, dass es nicht funktioniert und man doch besser den nächsten Kanal ausprobiert? Tatsächlich geben viele Unternehmen zu früh auf. Ein paar Wochen aktiv auf LinkedIn, drei Videos auf TikTok, vielleicht zwei, drei Blogartikel… und dann wird schon das ernüchternde Fazit gezogen: „Es hat ja nichts gebracht.“

Bekanntheit entsteht vor allem durch regelmäßige Präsenz. Es braucht zwischen 7 und 12 Kontaktpunkte bis du in die bewusste Wahrnehmung deiner Zielgruppe gelangst. Und selbst dann beobachten dich die Menschen erstmal eine Weile lang. Denn sie wollen dich besser verstehen und schauen, ob man dir vertrauen kann. 

All das braucht Zeit. Erstelle also erstmal mindestens 30 Inhalte (besser 50 oder 100) oder sammle 3 Monate intensive Erfahrungen, bevor du ein Urteil fällst. Erst dann bekommst du ein realistisches Bild davon, was funktioniert, welche Themen Resonanz erzeugen und wo du dich verbessern kannst.

Learning: Bleib dran, auch wenn die Ergebnisse erstmal auf sich warten lassen. Lass dich von deinem Weg (du erinnerst dich: „all-in“) nicht abbringen. Kontinuität ist das, was aus einer ersten Sichtbarkeit auf lange Sicht Vertrauen wachsen lässt.

Fehler 5: Du setzt alles auf eine große Maßnahme

Viele Unternehmen denken ihr Budget in einer großen Kampagne oder einem einmaligen Highlight, zum Beispiel in einem Imagefilm für 20.000 Euro. Die Hoffnung: Das Video geht ja dann viral und macht die Marke auf einen Schlag bekannt.

In der Realität funktioniert das leider selten. Ein einzelnes Video (so hochwertig es auch ist), ersetzt keine dauerhafte Präsenz. Wie viele teure Imagefilme dümpeln auf YouTube mit 268 Views vor sich hin? Das ist schade um deine große Investition.

Besser ist es, du denkst dein Budget in vielen kleinen, gezielten Inhalten. Beim Thema Video und Storys würden wir auf jeden empfehlen, statt in eine große, lieber in 50 kleine, kontinuierliche Maßnahmen zu investieren. Die Chance, dass eine einzelne Maßnahme übersehen wird, ist groß. An 50 kommt kaum jemand vorbei! So baut sich deine Bekanntheit Schritt für Schritt auf. 

Learning: Setze nicht alles auf eine Karte. Viele kleine Kontaktpunkte schlagen den einen großen Auftritt. Und sie zeigen deine Ausdauer, Ernsthaftigkeit und Beständigkeit am Markt. 

Infografik: Die 5 häufigsten Kommunikationsfehler, die Unternehmen daran hindern, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und sichtbar am Markt zu werden.

Fazit: Bekanntheit ist kein Sprint, sondern ein Marathon

Ganz gleich, ob du gerade gründest, dein Unternehmen bekannter machen willst oder mit einem neuen Angebot startest: wichtig ist, zu verstehen, dass Bekanntheit wachsen muss. Denn sie entsteht nicht in einem konkreten Moment, sondern kommt mit der Zeit und muss in den Köpfen der Menschen heranreifen und sich dort verankern.

Viele Unternehmen denken, sie brauchen den perfekten Auftritt bevor sie loslegen. In Wahrheit braucht es den Mut überhaupt erstmal rauszugehen. Nutze daher am besten schon während der Produktentwicklung 50% deiner Zeit für die Kommunikation nach außen. Vielleicht hilft dir der Gedanke: Was wäre, wenn zum Launch unserer Produkte schon 100 oder 1.000 Menschen auf einer Warteliste stehen? Ein guter Gedanke, oder?

Über Uns: Startpunkt Media

Hi, wir sind Startpunkt Media, und wir unterstützen Gründer und etablierte Unternehmen dabei, bekannter zu werden und ihre Marke sichtbarer zu machen. Begonnen bei einer klaren Strategie bis zur multimedialen Umsetzung in Video, Text, Grafik und Storys. Ob Markteintritt, Produktlaunch oder Markenaufbau: wir begleiten dich von der ersten Idee und helfen dir, sie auf die Straße zu bringen. 

Wir wollen nicht nur Agentur sein, sondern ein Mentor an deiner Seite auf dem Weg zu mehr Bekanntheit. Denn es ist uns wichtig, dass du selbst fit wirst in Themen der digitalen Kommunikation. Wenn du wissen willst, wie du deinen Bekanntheitsgrad steigern und deine Kommunikation selbstbewusst in die Hand nehmen kannst, dann nimm Kontakt mit uns auf!

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15 Minuten LinkedIn Routine

Die 15 Minuten LinkedIn Routine

Keine Zeit für LinkedIn? So aktivierst du dein Netzwerk mit wenig Aufwand

„Ich habe keine Zeit für LinkedIn!“ – kommt dir dieser Satz bekannt vor? Tatsächlich ist es für viele Unternehmer, Gründer oder Selbständige zeitlich nicht drin, 2-3 Beiträge pro Woche zu veröffentlichen. Da haben wir gute Nachrichten für dich: das musst du auch nicht. Um LinkedIn sinnvoll für dein Business zu nutzen, musst du weder ständig Beiträge schreiben noch pausenlos online sein. Mit nur 15 Minuten am Tag kannst du dein Netzwerk schon effektiv pflegen, Kontakte aktivieren und sichtbar bleiben. Auch wenn du mal nicht postest!

In diesem Beitrag zeigen wir dir eine einfache Tagesroutine für Unternehmer, Gründer oder Projektleiter, mit der du dein Netzwerk kontinuierlich pflegst und Beziehungen stärkst. Und das ganz ohne, dass es sich wie eine lästige Pflicht anfühlt. Für unsere Schritt-für-Schritt Routine gibt es auch eine kostenlose Infografik zum Download. Wenn du wissen willst, wie du Netzwerkpflege und Beziehungsaufbau auf LinkedIn trotz vollem Terminkalender meisterst, dann lies weiter!

In nur 15 Minuten täglichen zu einem aktiven Netzwerk und starken Beziehungen.

Warum 15 Minuten ausreichen

Vielleicht hast du auch schon mal solche Tipps gelesen: „Poste mindestens drei Mal pro Woche! Schreib jeden Tag 10 Kommentare! Vernetze dich mit 20 neuen Leuten!“ Im Unternehmeralltag hat jedoch kaum jemand die dafür benötigten Ressourcen. Ja, LinkedIn belohnt regelmäßige Aktivität, aber dabei gilt eine einfache Formel: Kontinuität schlägt Quantität.

Lieber täglich kurz reingeschaut und ein bisschen interagiert, als komplett abtauchen und einmal im Monat exzessiv posten. Wer also täglich kurz interagiert, sei es durch Kommentare, Nachrichten oder Beiträge, bleibt nicht nur im Gedächtnis seines Netzwerks, sondern auch im „Hirn des Algorithmus“.

Mit einer LinkedIn Routine in 15 Minuten erreichst du gleich mehrere Ziele:

  • Dein Netzwerk wird kontinuierlich erweitert.
  • Beziehungen werden aktiv gepflegt, ohne dass du jeden Tag Beiträge schreiben musst.
  • Du bleibst sichtbar bei bestehenden Kontakten und potenziellen Kunden.

Die 15-Minuten-LinkedIn-Routine im Überblick

In unserer Infografik siehst du die Routine in zwei einfachen Kategorien: Netzwerk erweitern (blau) und Netzwerk pflegen (grün). Die Zeiten sind bewusst kurzgehalten, damit du sie leicht in deinen Arbeitsalltag integrieren kannst.

Die 15-Minuten-LinkedIn-Routine. Am besten druckst du sie aus und hängst sie neben deinen Schreibtisch, dann wirst du täglich daran erinnert.

1. Netzwerk erweitern (ca. 4 Minuten)

1 Minute: Profilbesucher prüfen
Behalte im Blick, wer dein Profil besucht hat! Auf der linken Seite findest du dazu eine Liste deiner Profilbesucher (in der App musst du zunächst auf dein Profilbild klicken). Wenn du ein kostenloses Profil nutzt, werden dir die letzten 5 Besucher angezeigt. Schau unbedingt täglich, wer sich dein Profil angesehen hat, und vernetze dich mit der Person, wenn sie spannend für dich ist. Oder du startest ein Follow-up, wenn du die Person schon kennst.

2 Minuten: Kontaktanfragen senden
Erweitere dein Netzwerk kontinuierlich. Achte aber auf ein gesundes Wachstum, ohne es zu übertreiben. Wenn möglich, personalisiere die Kontaktanfragen mit einer individuellen Nachricht.

Wie findest du überhaupt neue Kontakte?

  • In den Empfehlungen: klicke dazu auf „Ihr Netzwerk“ und stöbere in den Vorschlägen
  • Unter deinen Beiträgen: wer kommentiert oder likt außerhalb deines Netzwerkes?
  • Direkte Suche: nach konkreten Namen oder Jobbezeichnungen
  • In deinem Feed: wo kommentieren deine Kontakte?
  • In Gruppen
  • In Events

1 Minute: Unternehmen folgen
Zeige Präsenz bei bestehenden oder potenziellen Kundenunternehmen. Oft interagieren auf Unternehmensseiten nur die eigenen Mitarbeiter. Deine Kommentare oder Likes können dich wieder ins Spiel bringen und Aufmerksamkeit erzeugen.

2. Netzwerk pflegen (ca. 11 Minuten)

5 Minuten: Nachrichten schreiben
Plane ausreichend Zeit für den Austausch über Nachrichten in deine tägliche Routine ein. Beantworte offene Nachrichten oder starte mal wieder einen Dialog mit bestehenden Kontakten. Du kannst auch Willkommens-Nachrichten an deine neuen Kontakte senden. All das kann Beziehungen stärken, ohne dass du aufwendig Content erstellen musst.

1 Minute: Geburtstage, Jubiläen und Jobwechsel feiern
Feiere die Erfolge und besonderen Tage deiner Kontakte! Du siehst einen Jobwechsel in deinem Feed? Gratuliere per Nachricht oder Kommentar. Hauptsache mit persönlichen Worten, denn damit zeigst du die größte Wertschätzung. Vermeide bitte die automatischen Antwortalternativen oder KI-Kommentare.

Unsere weitere Empfehlung: Aktiviere unbedingt die Anzeige von Geburtstagen in deinem Netzwerk. Das geht wie folgt: Klicke auf Einstellungen > Mitteilungen > Updates, um mit Ihrem Netzwerk in Kontakt zu bleiben > Geburtstage. Dort findest du auch andere Ereignisse aus deinem Netzwerk, über die du informiert werden kannst.

5 Minuten: aktuelle Beiträge kommentieren
Kommentare sind ein wahrer Reichweiten-Booster und ein Weg, sichtbar zu bleiben. Momentan berichten einige Creator, dass ihre Kommentare im Feed teilweise stärker ausgespielt werden als die eigenen Beiträge. Da mittlerweile auch die Impressionen von Kommentaren angezeigt werden, kannst du das genau vergleichen. Deswegen plane genug Zeit ein für das Interagieren mit aktuellen Beiträgen aus deinem Netzwerk.

Tipps für die nachhaltige Umsetzung deiner 15-Minuten-LinkedIn-Routine

Die LinkedIn Routine in 15 Minuten funktioniert nur, wenn sie regelmäßig angewendet wird. Damit du langfristig von den Vorteilen profitierst (mehr Sichtbarkeit, stärkere Beziehungen und ein aktives Netzwerk) helfen dir diese praktischen Tipps:

  1. Feste Zeit im Kalender einplanen
    Blocke dir täglich 15 Minuten für LinkedIn, z. B. morgens beim Kaffee, in der Mittagspause, im Zug oder am Ende des Arbeitstags. So wird die Routine zur Gewohnheit und du vergisst sie nicht zwischen Meetings und Projekten.
  2. Benachrichtigungen gezielt nutzen
    Aktiviere nur die wichtigsten Benachrichtigungen, z. B. neue Nachrichten, Geburtstage oder relevante Kommentare. So bleibst du informiert, ohne von LinkedIn abgelenkt zu werden.
  3. Vorlagen für Nachrichten bereithalten
    Kurze Standardtexte für Kontaktanfragen oder Glückwünsche sparen dir viel Zeit. So braucht es nur noch kleine Anpassungen, um authentisch und persönlich zu bleiben.
  4. Kontinuierlich anpassen und optimieren
    Beobachte, welche Aktionen am meisten Interaktion bringen. Passe deine Routine an Trends, neue Kontakte oder Veränderungen in deinem Netzwerk an, um immer effektiv sichtbar zu bleiben.

Fazit: Sichtbar bleiben auf LinkedIn – auch mit wenig Zeit

LinkedIn muss kein Zeitfresser sein. Mit nur 15 Minuten täglich kannst du Beziehungen pflegen und sichtbar bleiben. Kontinuierliche, gezielte Interaktionen können auf lange Sicht den Unterschied machen, ohne dich viel Zeit zu kosten. Denn die 15 Minuten am Tag summieren sich auf mehrere Stunden Sichtbarkeit im Monat.

Bonus: 99 Content-Ideen für LinkedIn (Gratis-Whitepaper)

Vielleicht hast du beim Lesen gedacht: „Alles klar, 15 Minuten Routine kriege ich hin – aber ich will trotzdem auch eigene Beiträge veröffentlichen.“ Wenn da nicht die Frage wäre: Was soll ich denn eigentlich posten?

Genau dafür haben wir ein Geschenk für dich: Unser gratis Whitepaper mit 99 Content-Ideen für LinkedIn. Darin findest du konkrete Inspiration für unterschiedliche Formate:

  • Experten-Posts, mit denen du Vertrauen aufbaust
  • Persönliche Einblicke, die Sympathie wecken
  • Virale Elemente, die für mehr Reichweite sorgen
  • und Ideen für deine Unternehmensseite, damit auch dein Business sichtbar bleibt

Mit diesen 99 Content-Ideen gehen dir nie wieder die Themen aus und du kannst direkt loslegen!

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Case Study Dialogus

Case Study Dialogus e.V.: Digitale Bühne für ein analoges Handwerk

Wie ein bedrohtes Handwerk durch digitale Kreativität neues Publikum gewinnt.

Das Projekt wurde zur Makers United, eine Mitmachmesse für kreative Köpfe und innovative Technologien, in Chemnitz aufgeführt.

Kontext und Motivation

Das traditionelle Puppenspiel ist ein kulturelles Handwerk mit langer Geschichte und gleichzeitig ein gefährdetes Kulturgut. Immer weniger Menschen lernen oder erleben es aktiv, obwohl es erzählerisch, handwerklich und künstlerisch großes Potenzial bietet.

Durch ein von Aktion Mensch e.V. und Cultural Bridge gefördertes Projekt konnten wir eine neuartige Idee testen: Wie kann das klassische Puppenspiel neu gedacht werden und gleichzeitig digital, inklusiv und multimedial sein?

Das Ziel des Projektes

Das Projekt mit dem Namen „Everybody needs a puppet“ soll eine digitale Übersetzung einer analogen Kunstform sein. Gemeinsam haben wir folgende Ziele verfolgt:

  • Multimediales Format, das traditionelle Handarbeit und moderne Technik vereint.
  • Zugänglichkeit für neue Zielgruppen: durch technische Möglichkeiten Inklusion und Barrierefreiheit fördern.
  • Vorführungen zur Makers United, eine Mitmachausstellung für Kunst, Kultur und Technik.
  • Erhalt und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes „Puppenspiel“ als Teil der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025.

Umsetzung und Zusammenarbeit

Neben Dialogus haben wir mit Carolene Yawa Ada, eine Londoner Puppenspielerin und -bauerin, Ingeborg Weinberg, eine Puppenschnitzerin aus Hohnstein, und Pavel Ruzyak aus Prag, Geschichten-Entwickler für das Puppentheater, interdisziplinär und co-kreativ zusammengearbeitet.

Bei den Workshops und Aufführungen haben gleichermaßen Kinder, Erwachsene, behinderte und nicht-behinderte Personen mitgewirkt.

Unser Beitrag

Wir von Startpunkt Media waren für die technische Konzeption und Umsetzung des Projektes verantwortlich. Zum Auftakt des Projekts haben wir in zwei Workshop-Sessions gemeinsam verschiedene Bühnenaufbauten erprobt und uns virtuelle Bühnenbilder und Requisiten überlegt. Anschließend haben wir die virtuellen Hintergründe gestaltet sowie Animationen und Soundeffekte umgesetzt. Insgesamt sind 9 digitale Drehbücher mit jeweils mehreren Szenen entstanden.

Für den Einsatz auf der Messe haben wir ein technisches Setup entworfen und bereitgestellt, das den besonderen Anforderungen des Puppenspiels gerecht wird. Ein professionelles Mini-Studio bestehend aus zwei Kameras, Laptop mit Studio-Software, Greenscreen, Licht- und Mikrofontechnik.

Analoge Puppenbühne mit digitaler Greenscreen-Technik
Virtuelles Bild für das Publikum

Das Ergebnis

Zur Makers United, ein Festival für kreative Köpfe und innovative Technologien, präsentierten wir erstmals unseren Prototypen einer virtuellen Puppenbühne. Der Bühnenaufbau verband verschiedene Formen des Puppenspiels – Marionetten, Handpuppen und Table-Top-Puppen – mit moderner Greenscreen-Technik. Die Spielerinnen arbeiteten mit grünen Ganzkörperanzügen, so genannten Morphsuits, mit denen sie bequem stehen konnten, während sie im finalen Bild unsichtbar blieben.

Das technische Setup war so gestaltet, dass es den gesamten Entstehungsprozess sichtbar machte: Das Publikum verfolgte das digitale Bühnengeschehen auf einem großen Monitor, konnte aber jederzeit einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Spielerinnen live vor dem Greenscreen erleben. Dieser doppelte Blick lud zum Staunen ein und motivierte viele Besucher, die digitale Bühne selbst auszuprobieren

Die digitale Bühne bot zudem unterschiedliche Möglichkeiten für eine barrierefreie Vorstellung: Untertitelung, Gebärdendolmetschen, Audiobeschreibung, Audioverstärkung und eine einfache Bedienung der Bühnenbilder über ein programmierbares, bebildertes Steuerpult. So konnten Kinder, Erwachsene, behinderte und nicht-behinderte Personen gleichermaßen Teil der Aufführungen werden.

Wirkung und Mehrwert

Mit dem Projekt „Everybody needs a puppet“ ist es uns gelungen, das analoge Puppenspiel mit virtuellen Bühnenbildern zu vereinen und eine Puppenbühne 2.0 zu entwickeln: visuell frisch und an heutige Sehgewohnheiten angepasst. Gleichzeitig bewahren wir die Werte des klassischen Puppenspiels: Haptik, Erzählkunst und Interaktion mit dem Publikum.

Wir konnten aufzeigen, dass analoge und digitale Kunst keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzen. Statt der bisher statischen Welt, konnte das digitale Puppenspiel dank technischer Möglichkeiten ganz neue Freiheiten gewinnen und wurde letztlich zum Erlebnisraum für alle Menschen.

Unser Fazit

Wir glauben: Technik ist nicht nur dazu da, um das analoge Handwerk zu konservieren, sondern durch die neuen Möglichkeiten zu transformieren, es digitaler, inklusiver und
zugänglicher zu machen
. Und dadurch völlig neu erlebbar. Wir von Startpunkt Media verstehen die Digitalisierung nicht als Selbstzweck sondern als Multiplikator an Möglichkeiten

Mit digitalen Medien lassen sich analoge Welten neu entdecken, die Sichtbarkeit erhöhen und eine breitere Akzeptanz schaffen für Kulturgüter, die vielleicht bald in Vergessenheit geraten.

Startpunkt Media hat offen, kreativ und zielgerichtet die vielfältigen Aspekte des Projektes umgesetzt und ein wunderbares Ergebnis geschaffen, das Inklusion, Tradition und Digitales verbindet.

Jan Haubensak
Projektleiter, Dialogus – Kulturelle Vielfalt leben e.V.

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Agentur, Berater, Mentor: Was braucht der Mittelstand?

Agentur, Berater, Mentor: Was braucht der Mittelstand?

In vielen mittelständischen Unternehmen sind die Herausforderungen groß, die Ressourcen oft knapp. Unsichere Märkte, ausreichend Cash Flow, Mitarbeiter halten – all das müssen Geschäftsführer gleichzeitig bewältigen. Umso wichtiger ist es, sich bei Bedarf externe Unterstützung zu holen. Um knappe Ressourcen effizient einzusetzen, braucht es den richtigen Partner zur richtigen Zeit. 

Aber welche Form der Unterstützung passt am besten? Agentur, Berater oder Mentor? Hier kommt eine kleine Orientierungshilfe, inklusive praktischer Beispiele.

Ein Mentor verbindet das Beste aus Agentur und Berater für den Mittelstand, nicht nur beim Scrabble.

1. Die Agentur: wenn Umsetzung zählt

Du weißt, was du willst. Dir fehlt nur die Zeit oder das Team für die Umsetzung? Dann ist eine Agentur die richtige Wahl. Sie übernimmt die operative Umsetzung und liefert das fertige Produkt. Ideal, wenn du PS auf die Straße bringen willst, ohne dein eigenes Team zu überfordern oder im Tagesgeschäft zusätzlich zu belasten.

Beispiel: Dein Unternehmen plant ein neues Produktvideo für die Website oder eine Infografik zur internen Schulung. Das Konzept steht, aber niemand im Team hat Zeit oder Ressourcen für Medienproduktion. Von einer Agentur bekommst du das fertige Material, professionell und einsatzbereit.

Vorteil: Zeitersparnis und schnelle, hochwertige Umsetzung.
Nachteil: Abstimmungsaufwand und kein Know-how Gewinn.

2. Der Berater: wenn Strategie gefragt ist

Du willst etwas Neues beginnen, aber weißt nicht wie und wo du starten sollst? Ein Berater analysiert, hinterfragt und gibt dir einen klaren Plan. Er bringt Struktur ins Chaos und zeigt dir, welche Schritte sinnvoll sind. Der Haken: Die Umsetzung liegt bei dir. Ein guter Berater macht den Weg frei, loslaufen musst du selbst.

Beispiel: Du planst den Markteintritt eines neuen Produkts. Du brauchst eine Marketingstrategie, willst Zielgruppen analysieren und Kanäle priorisieren. Ein Berater entwickelt mit dir einen durchdachten Plan, von der Positionierung bis zur Budgetverteilung.

Vorteil: Externe Expertise, die dir den Weg zeigt.
Nachteil: Die Umsetzung und die Motivation wirklich zu starten, liegt bei dir.

3. Der Mentor: wenn du Kompetenzen aufbauen willst

Ein Mentor arbeitet mit dir auf Augenhöhe. Er zeigt dir, wie es geht, teilt seine Erfahrungen und stärkt deine Fähigkeiten. Du lernst nicht nur was zu tun ist, sondern auch wie. Mentoring ist ideal, wenn du dich langfristig weiterentwickeln willst, als Unternehmen und persönlich.

Beispiel: Du willst LinkedIn gezielt nutzen, regelmäßig posten und dein Unternehmen sichtbar machen. Ein Mentor zeigt dir, wie du Content entwickelst, Reichweite aufbaust und dich souverän positionierst. Er begleitet dich Schritt für Schritt, bis du es selbst beherrschst.

Vorteil: Nachhaltige Kompetenzentwicklung und persönliches Wachstum.
Nachteil: wenig schnelle Effekte

Fazit: Deine Ziele bestimmen deinen Partner

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Die beste Wahl hängt von deiner aktuellen Situation und deinem Ziel ab. Wenn du schnell Klarheit brauchst und deine Ressourcen dort investieren willst, wo sie den größten Effekt erzielen, helfen dir 3 kurze Fragen zur Entscheidung zwischen Agentur, Berater oder Mentor:

  • Will ich Ergebnisse? → Agentur 
  • Will ich Klarheit? → Berater
  • Will ich besser werden? → Mentor

Manchmal ist auch eine Kombination aus zwei oder mehreren sinnvoll. Aus unserer Sicht vereint ein Mentoring-Ansatz das Beste aus der Berater-Welt und der Agentur-Welt. Wir von Startpunkt Media sind für unsere Kunden Agentur und Berater, aber am liebsten Mentor. Denn gemeinsam haben wir über 20 Jahre Erfahrung in Marketing, Kommunikation und Medienprojekten. Und die wollen wir an KMUs weitergeben und dir die Hilfe bieten, die dich wirklich weiterbringt.

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Case Study InnoAcademy 4 School

Case Study InnoAcademy 4 School: Mediale begleitung für 1 Jahr

Wie die InnoAcademy 4 School durch eine kontinuierliche Medienerstellung ihre Reichweite nachhaltig steigert.

Das Unternehmen

InnoAcademy 4 School – Wenn Zukunft neue Wege geht

Die InnoAcademy 4 School setzt sich dafür ein, junge Menschen frühzeitig mit der Arbeitswelt vertraut zu machen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen können im
Rahmen von GTA-Programmen konkrete Aufgaben von Unternehmen aus Mittelsachsen bearbeitet werden. Auf diese Weise erhalten die Schüler praktische Einblicke in verschiedene Berufe und knüpfen frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern für Praktika oder Ausbildungsplätze.

Die Herausforderung

1 Projekt – 5 Zielgruppen

Die InnoAcademy 4 School ist ein völlig neuartiges Projekt, das es in dieser Form bisher nicht gab. Eine der größten Herausforderungen besteht deshalb darin, ein grundlegendes Verständnis für das Konzept zu schaffen und Menschen für die Idee zu begeistern.

Gleichzeitig richtet sich die Kommunikation an eine Vielzahl unterschiedlicher Zielgruppen: Unternehmen, Schulen, Schüler und ihre Eltern. Auch Projektverantwortliche und
Fördermittelgeber erwarten regelmäßige Einblicke in den Projektfortschritt. Jede dieser Zielgruppen hat unterschiedliche Bedürfnisse und muss anders angesprochen werden. Um Skepsis abzubauen und Vertrauen aufzubauen, war es entscheidend, frühzeitig erste Erfolge sichtbar zu machen.

Projektleiter Patrick Mehner stand dabei vor der Aufgabe, mit begrenzten Ressourcen zu arbeiten und diese so effizient wie möglich einzusetzen.

Die Lösung

Langfristige Medienbegleitung für mehr Sichtbarkeit und Vertrauen

Für den Projektleiter Patrick Mehner war schnell klar: Der hohe Kommunikationsaufwand rund um die InnoAcademy 4 School lässt sich neben dem laufenden Tagesgeschäft nicht allein stemmen. Deshalb holte er sich gezielt Unterstützung durch Kommunikationsexperten, die die gewünschte Qualität und Regelmäßigkeit liefern. 

Statt das Budget in teure Einzelmaßnahmen, wie Imagefilme oder aufwendig gestaltete Broschüren zu investieren, entschied sich der Projektleiter bewusst für eine kontinuierliche Medienstrategie. Sein Ansatz: Nicht vereinzelte Maßnahmen mit kurzem Effekt, sondern ein durchdachtes, langfristig wirkendes Kommunikationsnetz aus vielen Elementen, die sich gegenseitig stärken und auf die Gesamtwirkung des Projekts einzahlen.

Dazu zählen:

  • LinkedIn Präsenz: Wöchentliche Beiträge zur Erhöhung der Sichtbarkeit
  • Webseite: Ansprechendes Design für Schüler und Unternehmen
  • Videoproduktionen: Für echte Stimmen aus dem Projekt
  • Corporate Design: Logoentwicklung und einheitlicher Markenauftritt
  • Präsentations-Coaching: Stärkung der Wirkung in Gesprächen

Die Umsetzung

Medienstrategie und vielseitiger Content

Für einen einheitlichen Markenauftritt auf LinkedIn haben wir Logo, Corporate Design und Bildsprache entwickelt.

Auf dem Weg zu mehr Reichweite holte sich die InnoAcademy 4 School die Expertise von Startpunkt Media an Bord. Ziel der Zusammenarbeit war es, Maßnahmen zu finden und Inhalte zu erstellen, um die Projekt- und Kommunikationsziele effizient zu erreichen, ohne den Projektleiter im operativen Tagesgeschäft zusätzlich zu belasten. Ein wichtiger Startpunkt war die Entwicklung eines Corporate Designs, das die Werte der InnoAcademy 4 School sichtbar macht und ihr einen frischen Look verleiht.

Die Zusammenarbeit besteht nun seit über einem Jahr und umfasst regelmäßige Medienproduktionen von Text, Bild, Infografiken und Bewegtbild. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem LinkedIn-Kanal, der nicht nur aktuelle Einblicke in das Projekt gibt, sondern Patrick Mehner auch überregional als engagierten Projektleiter positioniert.

Das Ergebnis

Phänomenales Wachstum nach einem Jahr

Die Zusammenarbeit mit Startpunkt Media hat die Wahrnehmung der InnoAcademy 4 School spürbar verbessert. Während Kunden anfänglich bei Kaltakquise auflegten und Webseitenbesuche abbrachen, ist das Projekt heute über LinkedIn, die Webseite, Presse und persönliche Empfehlungen in der Region Mittelsachsen weithin sichtbar.

Durch die Unterstützung von Startpunkt Media konnten nach einem Jahr folgende Ergebnisse erzielt werden:

  • 7 mal mehr teilnehmende Schüler
  • 4 mal mehr Unternehmen im Programm
  • LinkedIn Kontakte mehr als verdreifacht
  • Über 32.000 LinkedIn-Impressionen in 9 Monaten
  • Traffic und Verweildauer auf der Webseite vervielfacht
  • stärkere Präsentation im Netz und durch den Projektleiter

Die InnoAcademy 4 School hat sich als seriöser Partner etabliert und kann das Projekt erfolgreich fortsetzen und weiterhin Förderungen sichern.

Nächste Schritte

Wachstum und überregionale Bekanntheit

Die InnoAcademy 4 School möchte weiter wachsen, über die Region hinaus bekannt werden und sich langfristig bundesweit als Modellprojekt etablieren. Ziel ist es, das Projekt perspektivisch unabhängig von Fördergeldern auf eigene Beine zu stellen. Eine tragfähige Lösung könnte dabei die Finanzierung durch teilnehmende Unternehmen sein, etwa über Sponsoringmodelle oder durch einen Beitrag für ihre aktive Teilnahme.

Um dieses Wachstum zu ermöglichen, will Projektleiter Patrick Mehner verstärkt auf kurze, prägnante Videobotschaften setzen sowie eine gezielte Präsenz auf weiteren Plattformen, wie Instagram und WhatsApp, aufbauen. Gleichzeitig bleibt LinkedIn ein zentraler Kanal, um über Fortschritte zu informieren, neue Unterstützer zu gewinnen und das Netzwerk stetig auszubauen.

Die enge Zusammenarbeit mit Startpunkt Media wird fortgeführt, um Patrick Mehner strategisch zu begleiten und ihn bei der kontinuierlichen Produktion von Medien des täglichen Bedarfs zu unterstützen.

Dank Startpunkt Media haben wir eine starke, digitale Präsenz aufgebaut, die unsere Zielgruppen individuell abholt.

Patrick Mehner
Projektleiter, InnoAcademy 4 School

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Netzwerken im Mittelstand: 20 Tipps für bodenständige Mittelständler

20 Networking Tipps für bodenständige Mittelständler: Wie KMUs echt und glaubwürdig Netzwerken können

„Wir machen das nicht fürs große Rampenlicht.“ – Diesen Satz hören wir oft, wenn wir mit mittelständischen Unternehmen sprechen. Und er bringt vieles auf den Punkt. Denn die Werte vieler KMU sind bodenständig: Qualität, Verlässlichkeit, Expertise. Und das oft schon über Jahrzehnte hinweg. Nicht umsonst bezeichnet man sie auch als „Hidden Champions“.

Gerade wer stark in der Region verwurzelt ist, geht anders ans Thema Netzwerken heran. Es geht nicht um Wachstum um jeden Preis oder um „Kontakte, Kontakte, Kontakte“. Sondern um echtes Interesse am Austausch, um Vertrauen und um das Gefühl: Wir gehören zusammen! Als Teil der Wirtschaft, als Arbeitgeber, als Partner, als Nachbarn. 

Ist diese Bescheidenheit der Mittelständler ein Nachteil beim Netzwerken? Absolut nicht! Im Gegenteil: mit ihren Werten sind sie sogar hervorragende Netzwerker! In diesem Blogbeitrag erklären wir, warum das so ist und geben 20 Tipps, die KMUs und Mittelständler sofort beim Networking umsetzen können, um ihre Stärken auszuspielen.

Unaufdringlich und wirkungsvoll: so wollen viele Mittelständler netzwerken. Mit ein paar einfachen Tipps & Tricks gelingt das auch ruhigen und introvertierten Personen.

Zurückhaltung ist keine Schwäche, aber Unsichtbarkeit bremst dich

Viele erfolgreiche Unternehmen aus dem Mittelstand arbeiten seit Jahren still und solide. Sie haben ein gutes Team, treue Kunden, starke Produkte. Warum also jetzt anfangen, Netzwerke zu pflegen und sichtbarer zu werden?

Ganz einfach: Weil gute Arbeit allein heute oft nicht mehr reicht, um gesehen zu werden. Gerade im Zeitalter von digitalen und zunehmend internationalen Geflechten sinkt die Bekanntheit „vor der eigenen Haustür“, wenn man nichts dafür tut. Wer präsent ist, auf Veranstaltungen, in Gesprächen oder online, wird eher wahrgenommen. Wer dagegen unter dem Radar bleibt, läuft Gefahr, übersehen zu werden. Nicht, weil es an Qualität fehlt, sondern weil niemand davon erfährt.

Dabei muss Sichtbarkeit nicht laut sein. Sie kann leise, aber wirksam sein. Hier hilft strategisches Networking, um sich als nahbar, verlässlich und präsent zu zeigen, sowie wertvolle Beziehungen aufzubauen und im Kopf zu bleiben.

Was Mittelständler beim Networking oft besser machen, als sie denken

Wer sagt eigentlich, dass man Small Talk lieben oder sich auf jeder Bühne wohlfühlen muss, um gut zu netzwerken? Gerade bodenständige Unternehmen haben Eigenschaften, die beim Networking Gold wert sind, oft ohne es selbst zu wissen.

Langfristigkeit statt Lautstärke: Während andere auf schnelle Leads und oberflächliche Kontakte setzen, bauen viele Mittelständler stabile, langjährige Beziehungen auf. Und genau das schafft echtes Vertrauen.

Ehrliches Interesse statt vorbereiteter Sprüche: Wer zuhört, ernst gemeinte Fragen stellt und sich für sein Gegenüber interessiert, bleibt hängen. Das wirkt angenehm ungekünstelt und macht Gespräche auf Augenhöhe möglich.

Das Team als Botschafter: Nicht nur Geschäftsführer sind gut vernetzt. Oft sind es auch Mitarbeitende, die über Vereine, Ehrenämter oder private Kontakte Brücken bauen und wahre Fürsprecher sind. Dadurch entsteht die größte Wirkung, und das ganz ohne Marketing-Strategie.

Starke Leistungen, die geteilt werden dürfen: Gutes spricht sich herum, aber nur, wenn man darüber spricht. Networking ist die Gelegenheit, Erfolge, Erfahrungen und Herausforderungen zu teilen. Nicht, um zu prahlen, sondern um andere mitzunehmen.

20 praktische Tipps für natürliches Networking im Mittelstand

Um die wahre Power von Networking im Alltag von Mittelständlern zu nutzen, haben wir Tipps und Tricks zusammengetragen, die sich sofort umsetzen lassen und direkt zu einem besseren Netzwerk-Erlebnis führen.

  1. Komme etwas früher zur Veranstaltung: denn dann hast du die besten Gesprächschancen. Kommst du später, haben sich schon Gruppen gebildet.
  2. Netzwerken gehört in den Alltag: schaffe dir kleine Zeitfenster fürs Netzwerken, z. B. ein Gespräch beim Mittagessen oder 10 Minuten täglich LinkedIn.
  3. Zeige echtes Interesse: nicht nur am Business deines Gegenüber, sondern auch wahres Interesse am Menschen dahinter.
  4. Keine Angst „uninteressant“ zu sein: befreie dich vom Druck interessant sein zu müssen. Es ist viel wichtiger interessiert zu sein, als selbst interessant zu sein.
  5. Mehrwert baut Beziehungen auf: Frage dich nicht „Wie kann diese Person mir helfen?“ sondern „wie kann ich helfen?“
  6. Rede nicht nur übers Geschäft: persönliche Themen, wie Familie, Gesundheit und Vermögen verbinden oft viel stärker. Dort ist deine Hilfe besonders wertvoll.
  7. Nicht nur ein Wort: beantworte die Frage „was machst du?“ oder „woher kommst du?“ niemals mit nur einem Wort. Gib Futter, worauf dein Gegenüber reagieren kann.
  8. Menschen lieben Funfacts: stelle dein Produkt, dein Unternehmen oder deine Branche mit einem kuriosen Fakt vor. Das wird länger im Kopf bleiben als ein Pitch.
  9. Informiere dich vorab: checke unbedingt die Teilnehmerlisten, z. B. über LinkedIn oder den Veranstalter selbst. Deine Wunschkontakte vorher nicht zu googlen, ist sträflich.
  10. Zwei Ohren, ein Mund: höre mehr zu als du selbst sprichst. Gib deinem Gegenüber die Bühne. So bleibst du positiv in Erinnerung.
  11. Sei unbedingt verbindlich: du hast versprochen, dich zu melden? Einen Video-Link zu senden? Einen Kontakt herzustellen? Halte dich unbedingt an deine Absprachen und melde dich im Idealfall 12–24 Stunden nach dem Event.
  12. Give, give, give, take: stelle dich darauf ein, erst zu geben, bevor du etwas von anderen nehmen kannst. Mehr zu geben, als zu nehmen, baut langfristig Vertrauen auf.
  13. Melde dich regelmäßig: melde dich mehrmals im Jahr, nicht nur an Weihnachten oder zum Geburtstag. Gerade die unverhofften Ich habe an dich gedacht oder ich bin gerade in der Nähe Momente sind viel persönlicher.
  14. Nutze Visitenkarten mit QR-Code: und zwar nicht als vCard, sondern mit Link zu deinem LinkedIn-Profil. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit auch wirklich in Kontakt zu bleiben.
  15. Sei online aktiv: Online-Plattformen wie LinkedIn eignen sich super, um in Kontakt zu bleiben. Mit einem Post pro Woche oder regelmäßigen Kommentaren bleibst du sichtbar.
  16. Sei Gastgeber für lokale Veranstaltungen: Veranstalter, wie die IHK oder der BVMW, suchen regelmäßig Räume und Experten für lokale Events. So kannst du beispielsweise Gastgeber eines Unternehmerfrühstücks inkl. Werksführung sein.
  17. Bring andere zusammen: gute Netzwerker kennen keinen Ego-Trip, denn sie sind Brückenbauer und vernetzen untereinander.
  18. Erzeuge Dankbarkeit: Teile dein Wissen, deine Erfahrungen und Ressourcen großzügig. Denn kleine, persönliche Tipps haben oft große Wirkung.
  19. Sprich über deine Themen: ob als Vortrag, PodCast, Interview oder Blogbeitrag – suche dir verschiedene „Bühnen“ und Plattformen für deine Inhalte.
  20. Werde zum Meisterdetektiv: geh auf Spurensuche, bei dem was dein Gegenüber sagt und wie er es sagt. Die Details verraten dir, worüber er oder sie am liebsten reden will. Knüpfe dein Gespräch daran an.

Netzwerken im Mittelstand: leise, aber wirksam

Netzwerken braucht keine laute Bühne. Im Gegenteil: Gerade die ruhigen, ehrlich gemeinten Worte und Gesten bleiben oft am meisten im Gedächtnis. Ein aufrichtiges Gespräch nach dem Event, ein freundlicher Kommentar bei LinkedIn oder eine persönliche Nachricht zwischendurch, ist das, was zählt.

Mittelständische Unternehmen haben eigentlich alles, was es fürs Networking und zum sichtbar bleiben braucht: Persönlichkeit, Haltung, Verlässlichkeit. Und die Fähigkeit, anderen auf Augenhöhe zu begegnen. Manchmal müssen sie sich nur trauen mehr davon nach außen zu tragen und sich die Zeit zum aktiven Vernetzen nehmen. Dann werden aus den Hidden Champions wahre Leuchttürme der Region.

Networking Skills ausbauen oder erstmal im geschlossenen Raum üben?

Wir von Startpunkt Media unterstützen den Mittelstand, sowie Gründer und Selbständige beim Thema Netzwerken und digitale Kommunikation. Unser Networking Workshop ist speziell für dich und dein Team. Egal, ob Einsteiger oder fortgeschrittene Netzwerker: wir geben Tipps für das strategische Netzwerken, souveräne Gesprächseinstiege und den Aufbau von wirksamen Beziehungen in kurzer Zeit. Jetzt buchen!

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10 Storytelling Methoden & Erzähltechniken mit Beispielen

10 Storytelling Methoden & Erzähltechniken mit Beispielen

Gut erzählte Geschichten können für dein Business so einiges bewirken. Ob im Marketing, in Präsentationen oder in kreativen Texten: Erzähltechniken helfen, komplexe Inhalte verständlich und einprägsam zu vermitteln. Sie sorgen dafür, dass deine Botschaft bei deiner Zielgruppe ankommt, in Erinnerung bleibt und vor allem: Emotionen auslöst

Dabei muss es nicht immer die klassische Heldenreise sein – denn es gibt noch viel mehr Storytelling Methoden! In diesem Beitrag stellen wir dir 10 bewährte Storytelling Techniken vor – von der Action-Szene bis hin zu kreativen Erzählformen wie dem inneren Monolog oder der Cliffhanger-Story. Anhand einer konkreten Beispielgeschichte zeigen wir, wie wandelbar sich ein- und dieselbe Story erzählen lässt und welche Ziele du jeweils mit diesem Erzählstil erreichst. 

Entdecke, wie du mit den richtigen Storytelling Techniken deine Geschichten wirkungsvoller erzählen kannst!

1 Beispiel an 10 Methoden erklärt. Das sind aktuelle Erzähltechniken für Storytelling im Marketing.

Der Ausgangspunkt: Unsere Beispielgeschichte

Wenn du zunächst noch einmal die Grundlagen von Storytelling wiederholen willst, kannst du das mit unserem Blogbeitrag Storytelling für Unternehmen: Grundlagen, Schema und Anwendung tun.

Um die verschiedenen Erzähltechniken greifbar zu machen, nutzen wir eine konkrete Szene, die viele kennen: die Aufregung vor einer wichtigen Präsentation.

Unsere Beispielgeschichte:

Ich stehe kurz davor, mein erstes großes Webinar zu halten. Mein Herz rast, meine Hände sind leicht feucht, und ein nervöses Kribbeln macht sich in meinem Magen breit. Vor mir: eine schwarze Kameralinse, hinter der sich ein großes Publikum verbirgt. Ich weiß, dass gleich Hunderte von Menschen zusehen werden – und plötzlich frage ich mich: Was, wenn ich den Faden verliere? Was, wenn die Technik versagt?

So weit, so gut. Diese Geschichte werden wir nun in 10 verschiedenen Storytelling Formen erzählen. Du wirst sehen, wie sich mit jedem neuen Erzählstil die Botschaft, die Perspektive und die Emotionalität ändern werden. Je nach Zielgruppe und Medium kannst du deine Story anders inszenieren. Los geht’s!

10 Storytelling Formeln am Praxisbeispiel

1. Der Dialog: Erzählung als Gespräch

Ein Dialog macht eine Geschichte lebendig und lässt den Leser das Geschehene in Echtzeit miterleben. Anstatt nur eine Szene zu beschreiben, erleben die Leser direkt mit, wie sich die Gedanken und Emotionen der Figuren entwickeln. Der Dialog kann zwischen zwei Personen oder als innerer Monolog stattfinden.

Beispiel:

„Ich weiß nicht, ob ich das kann.“
„Natürlich kannst du das, du hast dich wochenlang vorbereitet.“
„Aber was, wenn ich den Faden verliere?“ 
„Dann atmest du durch und machst weiter – genau wie geplant. Wiederhole am besten deinen letzten Satz, dann findest du ganz schnell wieder den Einstieg.“

Ein innerer Monolog verstärkt die emotionale Tiefe und lässt deine Leserschaft unmittelbar mitfühlen. Er erzeugt Nähe und Authentizität und eignet sich besonders gut, wenn du die Gedanken oder Gefühle deiner Figur direkt erlebbar machen möchtest.

2. Die Action-Szene: Mitten ins Geschehen eintauchen

Hier startet die Geschichte direkt in der spannendsten Szene, um die Aufmerksamkeit sofort zu fesseln. Statt langsam eine Situation aufzubauen, wird der Leser direkt mitten in das Geschehen geworfen. Am besten zoomst du in ein spannendes Detail der Story hinein und schilderst es ganz detailliert. 

Beispiel:

Mein Herz hämmert. Meine Hände sind schweißnass. Noch 60 Sekunden bis zum Start. Ein letzter Blick über die Notizen, dann leuchtet die Kamera rot – ich bin live. Hunderte Augen sehen mich, warten auf meine ersten Worte …

Diese Technik funktioniert besonders gut für packende Einstiege und dramatische Momente. Durch einen aufregenden Einstieg hältst du die Aufmerksamkeit von Anfang an und sorgst dafür, dass sich die Leser emotional involviert fühlen.

3. Die Parabel: Eine lehrreiche Geschichte

Eine Parabel nutzt eine Metapher oder ein Gleichnis, um eine tiefere Botschaft zu vermitteln. Sie verbindet eine alltägliche oder bekannte Situation mit einer größeren Erkenntnis und schafft so einen Aha-Moment beim Leser.

Beispiel:

Ein Live-Webinar zu halten ist wie Fallschirmspringen. Beim ersten Mal packt dich die Panik. Vor dem Absprung rast das Herz und Zweifel kommen auf. Doch dann springst du – und spürst den Adrenalinschub. Und sobald du sicher landest, weißt du: Es war nie so schlimm, wie du dachtest.

Diese Methode eignet sich besonders, wenn du mit deiner Geschichte inspirieren oder motivieren willst. Sie regt das Publikum dazu an, sich mit der Botschaft auseinanderzusetzen und möglicherweise eine neue Sichtweise einzunehmen.

4. Die Heldenreise: Eine persönliche Entwicklung

Die klassische Heldenreise zeigt eine Entwicklung: Der Protagonist überwindet eine Herausforderung und wächst daran. Die Story wird meist als Rückblick, aber chronologisch im Ablauf erzählt.

Beispiel:

Noch vor wenigen Wochen hätte ich mir nicht vorstellen können, live vor Hunderten von Menschen zu sprechen. Die Angst vor Fehlern lähmte mich. Doch ich bereitete mich vor, übte, machte Trockenläufe – und jetzt stehe ich hier. Nervös? Ja. Aber bereit. War ich vor wenigen Wochen noch ein ängstlicher Anfänger, bin ich jetzt durch Übung und genügend Routine ein souveräner Sprecher.

Diese Technik ist ideal für persönliche Erfolgsgeschichten und Testimonials, da sie die Entwicklung und die erzielten Fortschritte einer Person greifbar macht. Sie bietet eine gute Möglichkeit, Herausforderungen und deren Überwindung zu schildern, wodurch sich das Publikum besser mit der Geschichte identifizieren kann.

5. Die Cliffhanger-Story: Spannung durch offene Fragen

Diese Technik spielt etwas mit der Aufmerksamkeit deines Publikums, indem sie eine Frage oder ein Problem aufwirft, aber die Antwort verzögert. Durch den geschickten Einsatz eines Cliffhangers wird Neugier geweckt und das Publikum bleibt gespannt, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Beispiel:

Mein Herz rast, meine Hände sind feucht. Der Countdown läuft: 3 … 2 … 1 … Die Kamera leuchtet rot – ich bin live. Ich öffne den Mund, um zu sprechen – doch dann passiert etwas Unerwartetes.
Aber von Anfang an: …

Diese Methode passt hervorragend für Social Media oder längere Storytelling-Formate, um Neugier zu wecken. Sie sorgt dafür, dass das Publikum gespannt bleibt und motiviert wird, weiterzulesen oder sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen.

6. Die Metapher: Der bildliche Vergleich

Metaphern helfen dabei, abstrakte oder emotionale Konzepte anschaulich darzustellen, indem sie ein konkretes Bild in die Köpfe deiner Zielgruppe malt. Sie erleichtern das Verständnis und machen Inhalte einprägsamer. Eine gut gewählte Metapher kann eine Botschaft kraftvoller transportieren und das Publikum emotional ansprechen.

Beispiel:

Ein Webinar zu halten ist wie einen Marathon zu laufen. Die Vorbereitung ist entscheidend – ohne Training stolperst du schon am Start. Während des Laufs kommt der Moment, in dem du zweifelst. Doch wenn du durchhältst, erreichst du das Ziel und spürst den Stolz, es geschafft zu haben.

Diese Technik eignet sich besonders gut für lehrreiche Storys in Marketing oder Coachings. Durch anschauliche Vergleiche und einprägsame Bilder bleibt die Botschaft leichter im Gedächtnis der Zielgruppe.

7. Vorher-Nachher-Erzählung: Die Transformation sichtbar machen

Hier wird der Kontrast zwischen der Ausgangssituation und dem Endergebnis betont. Besonders wirkungsvoll ist diese Methode, wenn du zeigen möchtest, welche Fortschritte oder Veränderungen durch eine bestimmte Handlung oder Entscheidung möglich sind.

Beispiel:

Noch vor einer Stunde waren meine Hände schweißnass, meine Gedanken überschlugen sich. Ein Blick auf den Countdown verriet mir: in wenigen Augenblicken startet das Webinar. Panik.

Keine 60 Minuten später beende ich meinen Vortrag mit einem Lächeln. Die ersten positiven Kommentare ploppen auf. Ich habe es geschafft – und es fühlt sich großartig an.

Diese Methode eignet sich besonders um eine Transformation sichtbar zu machen, indem sie den Vorher-Nachher-Effekt nutzt. Sie hilft dabei, Fortschritte oder erzielte Ergebnisse greifbar zu machen und eignet sich daher hervorragend für Case Studies, Testimonials oder Erfolgsgeschichten.

8. Der Perspektivwechsel: Die Community einbinden

Hier wird die Geschichte aus der Sicht des Lesers geschrieben. Ziel ist es, dass sich deine Leser wiedererkennen und zur Interaktion eingeladen werden. Dabei schreibst du nicht in der Ich-Form, sondern in der Du-Form.

Beispiel:

Kennst du dieses Gefühl? Du hast dich wochenlang vorbereitet, aber kurz vor dem großen Moment kommt die Panik: Was, wenn du dich versprichst? Was, wenn etwas schiefläuft? So ging es mir bei meinem ersten Webinar. Doch am Ende lief alles anders als erwartet … Erzähle mir deine Erfahrungen in den Kommentaren!

Diese Technik schafft eine persönliche Verbindung zur Zielgruppe und verstärkt das Engagement. Besonders in sozialen Medien funktioniert sie gut, weil sie zum Mitmachen und Teilen anregt. 

9. Behind-the-Scenes: Ein Blick hinter die Kulissen

Hier geht es darum, Authentizität zu zeigen, indem du persönliche Einblicke gewährst. Dein Publikum bekommt das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Diese Technik ist besonders für Marken und Unternehmen spannend, die Nähe zu ihrer Zielgruppe aufbauen und Vertrauen schaffen wollen.

Beispiel:

Vor mir auf dem Schreibtisch: Ein Wasserglas, ein zerknitterter Spickzettel und meine Webcam. Hinter mir: ein aufgeräumter, sauberer Hintergrund. Mein erstes Webinar steht an, und ich hoffe nur, dass die Technik nicht ausfällt.

Diese Technik funktioniert besonders gut für Social Media, um Nähe und Transparenz zu schaffen. Menschen fühlen sich eher mit Marken verbunden, wenn sie das Gefühl haben, hinter den Kulissen mit dabei zu sein und das echte, unverfälschte Leben eines Unternehmens mitzubekommen.

10. Echtzeit-Storytelling: Deine Geschichte als Live-Erlebnis erzählt

Hier wird das Publikum mitgenommen, als würde es live dabei sein. Die Geschichte entfaltet sich in Echtzeit, sodass der Leser oder Zuschauer die Spannung unmittelbar miterlebt. Diese Methode fördert ein starkes Gefühl der Verbundenheit, weil die Zuschauer das Gefühl haben, live dabei zu sein.

Beispiel:

Okay, es geht los. Mein erstes Webinar! Die Kamera ist an – und wow, es sind tatsächlich über 500 Leute dabei. Mein Herz rast, aber ich atme tief durch. Los geht’s …!

Diese Methode eignet sich besonders für Instagram-Stories, Livestreams oder Podcast-Erzählungen, da sie eine hohe Authentizität bietet und oft eine starke emotionale Wirkung hat.

Wann eignet sich welche Erzähltechnik im Storytelling?

Die Wahl der richtigen Erzählstruktur hängt nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Ziel deiner Geschichte ab: Möchtest du Spannung erzeugen? Emotionen wecken? Vertrauen aufbauen oder eine Lernerfahrung vermitteln?

Damit du leichter die passende Storytelling-Methode findest, haben wir eine praktische Übersicht für dich erstellt: Ein Entscheidungsbaum, der dich Schritt für Schritt zur richtigen Erzählform führt. Speicher dir die Grafik am besten direkt ab und hab sie zur Hand, wann immer dein Leben die nächste Geschichte schreibt!

Wann eignet sich welche Storytelling-Methode? Unser Entscheidungsbaum unterstützt dich auf dem Weg zur passende Erzähltechnik.

Fazit: Storytelling gezielt einsetzen

Gute Geschichten bleiben im Kopf. Doch die Art, wie sie erzählt werden, macht den Unterschied. Die 10 Storytelling-Methoden, die wir hier vorgestellt haben, zeigen, dass es nicht nur eine richtige Art gibt, eine Geschichte zu erzählen. Ob du mit Spannung arbeitest, Emotionen verstärkst oder deine Community aktiv einbindest – die Wahl der richtigen Technik hängt von deiner Botschaft und deinem Publikum ab.

Das Wichtigste beim Storytelling ist, authentisch zu bleiben. Menschen lieben Geschichten, die sie berühren, inspirieren oder unterhalten. Nutze diese Erzähltechniken, um deine Inhalte lebendiger zu machen, sei es in Präsentationen, Videos oder Social Media Posts.

Über Uns: Startpunkt Media

Hi, wir sind Startpunkt Media, Unternehmensberater für Kommunikation und Medien. Unsere Mission ist es, KMUs, Gründer und Selbständige fit für die digitale Kommunikation zu machen. Wir beraten strategisch, erstellen Content in verschiedensten Form und geben Workshops rund um die Themen Medien, Kommunikation und Marketing. 

Möchtest du noch tiefer in die Welt des Storytellings eintauchen und lernen, wie du es gezielt für deine Marke oder dein Business nutzen kannst? Dann ist unser Storytelling-Workshop genau das Richtige für dich! Hier erfährst du, wie du fesselnde Geschichten für deine Marke und deine tägliche Unternehmenskommunikation entwickelst. So werden deine Botschaften deine Zielgruppe begeistern und nachhaltig wirken.