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50 Tipps für Greenscreen Videos

50 Tipps für Greenscreen Videos im B2B

Videos spielen im B2B-Kontext eine immer größere Rolle. Ob für Onboardings, Erklärvideos, interne Kommunikation oder regelmäßige Unternehmensupdates: Bewegtbild ist längst ein fester Bestandteil moderner Unternehmenskommunikation.

Anstatt für jede Produktion einen neuen Drehort zu organisieren, entscheiden sich immer mehr Unternehmen für ein eigenes Videostudio mit Greenscreen. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern sorgt auch für standardisierte Abläufe: Licht, Kameraposition, Ton und Bildaufbau bleiben konstant, während sich Hintergründe und Inhalte flexibel anpassen lassen. So entstehen professionelle Greenscreen Videos mit deutlich geringerem Produktionsaufwand.

Doch genau diese Flexibilität bringt auch einige Herausforderungen mit sich. Schon kleine Fehler beim Aufbau, der Beleuchtung oder der Aufnahme können später das Freistellen erschweren oder die Qualität des fertigen Videos beeinträchtigen.

Damit dir das nicht passiert, findest du in diesem Artikel 50 Tipps für Greenscreen Videos. Von der Vorbereitung über den Studioaufbau bis hin zu Licht, Kamera und Performance erfährst du, worauf es bei professionellen Greenscreen-Aufnahmen im B2B-Bereich wirklich ankommt.

Inhaltsverzeichnis

Vermeide typische Fehler bei Licht, Kamera und Freistellung und produziere professionelle B2B-Videos im eigenen Studio.

Vorbereitung der Videoproduktion

1. Das Seitenverhältnis vorab festlegen
Lege bereits vor dem Dreh fest, für welche Plattform dein Video produziert wird. Je nach Format (16:9, 4:5, 9:16 usw.) verändern sich Bildausschnitt, Kameraposition und der Platz für virtuelle Inhalte.

2. Den virtuellen Hintergrund vorab planen
Überlege vor deinen Aufnahmen, wie dein virtueller Hintergrund später aussehen soll. Realistisch oder grafisch? Helle Farben oder dunkle? Herrscht in den Szenen eine besondere Beleuchtung?

3. Den Bildaufbau skizzieren
Ein Storyboard oder eine einfache Skizze hilft dabei, Bildkomposition, Kameraperspektive und virtuelle Inhalte frühzeitig zu planen. So vermeidest du Überraschungen und sparst Zeit beim Dreh und in der Nachbearbeitung.

4. Einblendungen früh einplanen
Überlege schon vor dem Dreh, wo Bauchbinden, Grafiken oder andere Einblendungen erscheinen sollen. Plane genügend Freiraum ein, damit weder wichtige Inhalte noch Gesten verdeckt werden.

5. Genügend Zeit für Aufbau und Tests einplanen
Plane ausreichend Zeit ein, um Licht, Kamera, Ton und Greenscreen in Ruhe einzurichten. Ein sorgfältiger Aufbau verhindert viele Fehler, die sich später nur mit großem Aufwand korrigieren lassen.

6. Ein Probevideo aufnehmen
Nimm vor dem eigentlichen Dreh einen kurzen Testclip auf. Kontrolliere den Ton am besten über Kopfhörer. Stelle den Clip auch einmal probeweise frei. So erkennst du mögliche Probleme vor der eigentlichen Aufnahme.

Studio richtig einrichten

7. Kamera auf Augenhöhe positionieren
Stelle die Kamera mithilfe eines Stativs genau auf Höhe deiner Augen. So wirkt es im fertigen Video, als würdest du dein Publikum direkt ansprechen und ihm wortwörtlich „auf Augenhöhe“ begegnen. Bei unterschiedlich großen Personen genügt meist eine leichte Neigung der Kamera nach oben oder unten.

8. Den Weißabgleich manuell einstellen
Ein manueller Weißabgleich sorgt für natürliche Farben und spart später Zeit in der Nachbearbeitung. Halte dafür ein weißes Blatt Papier oder eine Graukarte vor die Kamera, bis sie das Bild vollständig ausfüllt. Anschließend führst du den Weißabgleich direkt in der Kamera oder deiner Aufnahmesoftware durch.

9. Ein professionelles Mikrofon verwenden 
Verwende möglichst ein separates Mikrofon anstelle des integrierten Kameramikrofons. Besonders bewährt haben sich Ansteckmikrofone mit zusätzlichem Lavaliermikrofon, da sie auch bei Kopfbewegungen und Drehungen nah am Mund bleiben und einen gleichmäßigen und klaren Klang liefern.

10. Auf eine gute Raumakustik achten
Auch in einem Videostudio spielt die Raumakustik eine wichtige Rolle. Teppiche, Vorhänge, Akustikpaneele oder sogar Pflanzen helfen dabei, störenden Hall zu reduzieren. Vermeiden solltest du leere Räume mit glatten Wänden und hohen Decken.

11. Mit einem Teleprompter sicher sprechen
Wenn du längere Texte sprichst oder unsicher vor der Kamera bist, kann ein Teleprompter eine große Hilfe sein. Er ermöglicht es dir, dein Skript flüssig abzulesen und dabei den Blick nahezu konstant in Richtung Kamera zu halten.

Dein Equipment steht schon bereit und du suchst einen Weg, dein Videostudio effizienter zu nutzen? Dann zeigt dir dieser Artikel, wie du die Auslastung deutlich erhöhen und gleichzeitig die Anforderungen reduzieren kannst.

Greenscreen optimal aufbauen

12. Auf eine ausreichende Größe achten
Der Greenscreen sollte groß genug sein, damit auch ausladende Gesten oder leichte Bewegungen vollständig vor dem grünen Hintergrund stattfinden. Andernfalls müssen Bereiche aufwendig nachbearbeitet oder sogar neu aufgenommen werden.

13. Den Greenscreen gleichmäßig ausleuchten
Achte auf eine möglichst homogene Ausleuchtung ohne helle oder dunkle Bereiche. Je gleichmäßiger der Grünton, desto einfacher und sauberer gelingt später das Freistellen.

 14. Falten und Knicke vermeiden
Spanne den Greenscreen möglichst straff, sodass keine Falten und Knicke entstehen. Denn diese erzeugen Schatten und unterschiedliche Grüntöne, die das Keying unnötig erschweren.

15. Den Greenscreen sauber halten
Staub, Flecken oder Verschmutzungen verändern den Grünton und können beim Freistellen zu unerwünschten Artefakten führen. Kontrolliere den Greenscreen deshalb regelmäßig und reinige ihn bei Bedarf.

16. Den Hintergrund freihalten
Achte darauf, dass keine Stative, Kabel oder andere Gegenstände in den Bereich des Greenscreens hineinragen. Alles, was sich vor dem Grün befindet, muss später aufwendig maskiert oder entfernt werden.

17. Die Sprecherposition markieren
Markiere die ideale Position des Sprechers mit Klebeband auf dem Boden. So bleibt der Abstand zum Greenscreen konstant und bei mehreren Takes oder Drehtagen lässt sich das Setup jederzeit reproduzieren.

Licht professionell setzen

18. Mit einer 3-Punkt-Beleuchtung arbeiten
Eine klassische 3-Punkt-Beleuchtung aus zwei Frontleuchten auf ca. 10 und 2 Uhr sowie einem Backlight sorgt für eine professionelle Ausleuchtung der Person. Sie trennt den Sprecher optisch vom Hintergrund und reduziert harte Schatten.

19. Weiches Licht für Gesichter nutzen
Verwende möglichst große Lichtquellen wie Softboxen oder Diffusoren, um das Gesicht gleichmäßig auszuleuchten. Harte Lichtquellen erzeugen starke Schatten, die die Freistellung erschweren.

20. Ein Headlight für natürliche Highlights einsetzen
Ein Headlight, auch Kopf- oder Haarlicht genannt, setzt einen dezenten Lichtakzent in den Haaren und auf den Schultern. Es verleiht dem Bild mehr Tiefe und lässt die Person realistischer vor einem virtuellen Hintergrund aussehen.

21. Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
Steht dein Greenscreen in der Nähe eines Fensters, solltest du direkte Sonne vermeiden. Sie erzeugt harte Schatten und ungleichmäßige Helligkeiten auf dem Greenscreen. Nutze stattdessen Rollos oder Vorhänge und arbeite mit indirektem Licht.

22. Natürliches Tageslicht sinnvoll nutzen
Ein Raum muss nicht vollständig abgedunkelt werden, nur um ihn dann wieder künstlich zu beleuchten. Indirektes Tageslicht kann eine angenehme Grundbeleuchtung schaffen. Wichtig ist nur, dass die Lichtverhältnisse konstant bleiben.

23. Eine einheitliche Farbtemperatur verwenden
Achte darauf, dass alle Lichtquellen dieselbe Farbtemperatur haben. Eine Mischung aus warmen und kalten Lichtquellen erzeugt unterschiedliche Farbstiche und erschwert die spätere Farbkorrektur.

Kleidung passend auswählen

24. Kleidung bewusst schlicht halten
Auffällige Prints, große Logos oder ausgefallene Muster lenken schnell von deinen Inhalten ab. Greife stattdessen zu einfarbiger, schlichter Kleidung. Unser Merksatz: Wenn sich dein Publikum später nicht mehr an dein Outfit erinnert, hast du alles richtig gemacht.

25. Keine grüne Kleidung tragen
Verzichte auf grüne Kleidung oder Accessoires. Da beim Greenscreen alle Grüntöne entfernt werden, können Teile deiner Kleidung oder Accessoires in der Nachbearbeitung verschwinden oder fehlerhaft dargestellt werden.

26. Kleidung mit Kontrast zum Greenscreen wählen
Wähle eine Kleiderfarbe, die sich gut vom grünen Hintergrund abhebt, z.B. ein kräftiges Rot oder Blau. Ein klarer Farbkontrast erleichtert das Freistellen und sorgt für ein saubereres Ergebnis.

27. Auch den virtuellen Hintergrund beachten
Deine Kleidung sollte sich nicht nur vom Greenscreen, sondern auch vom späteren Hintergrund unterscheiden. So hebst du dich klar von der Szene ab und bleibst der visuelle Mittelpunkt des Videos.

28. Auf kleine Muster verzichten
Kleine, sich wiederholende Muster wie Karos, Hahnentritt oder feine Punkte können im Video einen störenden Moiré-Effekt erzeugen. Das wirkt für deine Zuschauer wie ein Flimmern und lässt die Aufnahme schnell unruhig erscheinen.

29. Auf klare Konturen achten
Kleidung mit Federn, Fransen, transparenten Stoffen oder feinen Spitzen lässt sich nur schwer freistellen. Glatte Stoffe mit klaren Kanten liefern in der Regel deutlich bessere Ergebnisse.

30. Reflektierende Materialien vermeiden
Vermeide stark glänzende Stoffe sowie spiegelnde Accessoires aus Metall oder Glas. Sie können das grüne Licht des Hintergrunds reflektieren und dadurch einen Grünstich oder unsaubere Kanten beim Freistellen verursachen.

31. Auf die Brille achten: Grundsätzlich sind Brillen kein Problem. Du solltest allerdings möglichst entspiegelte Gläser haben und ggf. die Lichtsetzung nachkorrigieren, damit sich kein Licht aus den Softboxen, Fenstern oder vom Greenscreen in den Gläsern spiegelt.

32. Wechseloutfits zum Dreh mitbringen
Packe für den Drehtag am besten zwei oder drei Outfits ein. So kannst du spontan wechseln, falls Farben, Stoffe oder Muster vor der Kamera oder beim Test-Keying doch nicht wie erwartet funktionieren.

Pssst… in unserem Blogartikel findest du noch mehr Informationen zur passenden Kleidung vor der Kamera.

Körperhaltung und Präsenz vor der Kamera

33. Stehen statt sitzen
Wenn möglich, solltest du vor der Kamera stehen. Eine aufrechte Körperhaltung verbessert deine Atmung, gibt deiner Stimme mehr Kraft und lässt dich automatisch präsenter und souveräner wirken.

34. Die L-Pose für einen sicheren Stand nutzen
Stelle deine Füße leicht versetzt in einer L-Form auf und verlagere dein Gewicht auf das hintere Bein. Diese Haltung gibt dir Stabilität, wirkt natürlich und verhindert ein unsicheres Hin- und Herwippen.

35. Den Körper leicht zur Bildmitte eindrehen
Stehe nicht komplett frontal zur Kamera, sondern drehe deinen Körper leicht zur Bildmitte. Das wirkt natürlicher und lässt dich den späteren virtuellen Inhalten automatisch zugewandt erscheinen.

36. Starren Blick vermeiden Vermeide einen starren Blick direkt in die Linse. Besonders beim Ablesen vom Teleprompter entsteht schnell ein unbewegter Eindruck. Bewege Kopf und Körper leicht beim Sprechen, z.B. durch ein sanftes Nicken, damit dein Auftritt lebendiger wirkt.

37. Auf eine keyingfreundliche Frisur achten
Lockige Haare, abstehende Strähnen oder feine Haarspitzen lassen sich schwieriger freistellen. Wähle deshalb möglichst eine ruhige Frisur oder binde längere Haare zusammen, wenn dadurch sauberere Konturen entstehen.

Sobald die Kamera läuft, ist plötzlich alles anders und du bist einfach nicht mehr du selbst? Wir zeigen dir auch, wie du deine Wirkung vor Kamera sofort verbessern kannst. Unter Anleitung und wohlwollendem Feedback kannst du das auch im Workshop Kamera & Präsenz lernen.

Tipps für den eigentlichen Dreh

38. Störungen vermeiden
Schalte dein Handy stumm und verhindere Unterbrechungen während der Aufnahme. Ein „Bitte nicht stören“-Schild oder eine rote Aufnahmeleuchte vor dem Studio helfen dabei, ungewollte Störungen zu vermeiden.

39. Genügend Abstand zum Greenscreen halten
Halte zwischen dir und dem Greenscreen mindestens anderthalb, besser zwei Meter Abstand. So vermeidest du Schatten und grünes Streulicht auf Haut oder Kleidung und erzielst ein deutlich saubereres Freistellungsergebnis.

40. Blickkontakt zur Kamera halten
Auch wenn es sich zunächst ungewohnt anfühlt: Sprich direkt in die Kamera. So fühlt sich dein Publikum persönlich angesprochen. Vermeide es, aus Nervosität ständig den Blick schweifen zu lassen.

41. Ruhige Bewegungen machen
Vermeide hektische Gesten oder schnelle Bewegungen. Sie erschweren nicht nur das Freistellen, sondern wirken auch auf die Zuschauer unruhig. Ruhige, bewusste Bewegungen sorgen für ein professionelleres Erscheinungsbild.

42. Mit virtuellen Inhalten interagieren
Nutze Gestiken oder leichte Drehungen, um mit den digitalen Inhalten zu interagieren. Zeige bewusst auf Inhalte, drehe dich leicht zu ihnen oder nimm Bezug auf ihre Position. Dadurch wirkt das fertige Video deutlich immersiver.

43. Das Ergebnis live kontrollieren
Arbeitest du mit einer Echtzeit-Software, solltest du einen Kontrollmonitor nutzen. So siehst du direkt, wie virtuelle Hintergründe und Einblendungen wirken, und kannst Blickrichtung, Gesten oder Position sofort anpassen.

44. Die Position im Studio beibehalten
Bleibe während des Drehs möglichst auf deiner markierten Position. Gerade in kleinen Studios kann jeder Schritt zur Seite die Beleuchtungssituation ändern oder andere Perspektiven erzeugen, die später im Video nicht mehr realistisch wirken.

Bildgestaltung und virtuelle Inhalte

45. Den Goldenen Schnitt nutzen
Platziere die sprechende Person möglichst im linken oder rechten Bilddrittel. Das wirkt harmonisch und schafft gleichzeitig ausreichend Platz für virtuelle Inhalte wie Grafiken, Bilder oder Stichpunkte.

46. Genügend Abstand zum oberen Bildrand lassen
Lass über dem Kopf der sprechenden Person etwa eine Handbreit Platz. Zu wenig Abstand wirkt schnell beengt, zu viel lässt die Person verloren erscheinen.

47. Den passenden Bildausschnitt wählen
Für die meisten B2B-Videos hat sich ein Bildausschnitt bis zum Bauchnabel oder maximal bis zu den Oberschenkeln bewährt. Er schafft eine persönliche Wirkung, wie in einem echten Gespräch.

48. Virtuelle Inhalte sparsam einsetzen
Nicht jede Aussage braucht eine umfangreiche Folie. Oft reichen einzelne Bilder, Grafiken oder kurze Stichpunkte aus, um das Gesagte zu unterstützen und den Fokus auf der sprechenden Person zu halten. Es gilt: weniger ist mehr.

49. Texte gut lesbar gestalten
Verwendest du Texte oder Stichpunkte, sollten diese auch beim Betrachten auf Smartphones problemlos lesbar sein. Eine ausreichend große Schrift und ein hoher Kontrast verbessern die Verständlichkeit deutlich.

50. Für mehr Dynamik sorgen
Nutze Perspektivwechsel, virtuelle Kamerafahrten oder dezente Animationen, um längere Videos abwechslungsreicher zu gestalten. So bleibt die Aufmerksamkeit der Zuschauer auch über mehrere Minuten erhalten.

Übrigens kann man unser Videostudio im Raum Chemnitz buchen oder einfach mal für Probeaufnahmen vorbeikommen und das Gefühl erleben vor einem Greenscreen zu stehen! Nun wünschen wir dir aber viel Erfolg und Freude bei der Produktion von Greenscreen Videos. 

Aaaaand Action….!

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Unsichtbares Wissen sichtbar machen

Unsichtbares Wissen sichtbar machen (mit Praxisbeispielen aus Gründung, Forschung und Mittelstand)

Das Wissen vieler Unternehmen steckt oft verborgen in den Köpfen der Menschen: Als Fachwissen oder langjährige Erfahrung, in komplexen Prozessen oder großen Visionen.

Wir von Startpunkt Media begegnen diesem „unsichtbaren Wissen“ ständig: Bei Gründern, die ihre Geschäftsidee verständlich erklären möchten, obwohl das Produkt noch mitten in der Entwicklung steckt. Bei Forschungsteams, die komplexe Forschungsprojekte greifbar machen müssen, damit Außenstehende deren Relevanz erkennen. Oder bei mittelständischen Unternehmen, die internes Wissen sichern und Erfahrungen weitergeben möchten.

Was alle drei Gruppen benötigen, ist eine verständliche, menschliche und alltagstaugliche Kommunikation.

Hier sehen wir heute eine der größten Herausforderungen in modernen Unternehmen: Wie macht man Wissen sichtbar, das bisher selbstverständlich, unausgesprochen oder zu komplex erschien? Mit diesem Beitrag möchten wir zeigen, wie unterschiedlich diese Herausforderung aussehen kann und gleichzeitig Praxisbeispiele geben, wie Gründung, Forschung und Mittelstand sie gelöst haben.

Wie erklärt man komplexe Ideen, Forschung oder Erfahrungswissen verständlich? Wir zeigen an drei Praxisbeispielen, wie unsichtbares Wissen sichtbar wird.

Beispiel Gründer: Wie erklärt man eine neuartige Idee, Produkt oder Prozess, den noch niemand kennt?

Start-ups und Gründer stehen oft vor einer besonderen Herausforderung in ihrer Kommunikation: Wie erkläre ich etwas, das noch nicht wirklich „da“ ist? Denn die Gründerinnen und Gründer haben schon etwas vor Augen, das sonst noch niemand sehen kann. Um das Außenstehenden verständlich zu machen, gibt es vielleicht erstmal nur ein Konzept, einen unfertigen Prototypen oder auch nur viele erklärende Worte. 

Die Besonderheit: es gibt weder eine langjährige Erfolgsgeschichte, noch Kunden oder Referenzen, die Vertrauen erzeugen könnten. Deswegen sagen wir immer: 

„Wenn du noch kein Marketing hast, bist du das Marketing.“

Soll heißen: Gesprächspartner achten umso mehr auf den Mensch hinter der Idee anstatt darauf, was er schon vorzuweisen hat. Hier geht es mehr darum, den Spirit der Gründer zu kommunizieren und das richtige Gefühl zu vermitteln.

Diese Herausforderung begegnete uns auch bei der InnoAcademy 4 School, einem neuartigen sozialen Projekt, das Schüler mit Unternehmen vernetzt und neue Wege der Berufsorientierung schafft. Die eigentliche Schwierigkeit lag nicht nur darin, das Konzept für die verschiedenen Zielgruppen (Schüler, Eltern, Unternehmen, Schulen und die Region) verständlich zu erklären. Sondern vielmehr darin, Vertrauen aufzubauen in ein bisher unbekanntes Konzept und in den Projektkoordinator als Person. Und dieses Vertrauen baut sich durch eine klare, kontinuierliche und vor allem menschliche und emotionale Kommunikation auf. 

Der größte Hebel waren hier wöchentliche LinkedIn Beiträge und regelmäßige Video-Einblicke in das laufende Projekt. Unsere Case Study der InnoAcademy zeigt, welche weiteren Methoden und Medien dabei eine Rolle spielten und welche Ergebnisse im ersten Jahr erzielt wurden.

Beispiel Forschung: Warum Forschungskommunikation oft an Verständlichkeit scheitert

Bei Forschungsteams sieht es ein klein wenig anders aus: Sie verfügen über ein äußerst spezialisiertes Fachwissen. Kein Wunder, denn sie beschäftigen sich über Monate oder oft sogar Jahre hinweg mit einem konkreten Forschungsgebiet. Im wissenschaftlichen Kontext haben sie gelernt, dass jede Aussage fachlich korrekt sein muss und jede Herleitung begründet, bevor sie veröffentlicht wird.

Für potenzielle Partner, Investoren oder Kunden stellen sich aber zunächst ganz andere Fragen:

  • Worum geht es überhaupt?
  • Warum ist das relevant?
  • Welches Problem wird gelöst?
  • Und warum sollte ich mich damit beschäftigen?

Genau vor dieser Herausforderung standen wir beim Forschungsprojekt AlPoBat. Im Projekt wird an einer neuartigen Aluminiumbatterie geforscht. Die wissenschaftlichen Hintergründe sind komplex und reichen tief in die Materialforschung und experimentelle Physik hinein.

Um den Weg zur Gründung zu ebnen und potenzielle Investoren, Partner und Kunden anzusprechen, setzen wir auf ein Pitchvideo mit den Forschern. Dafür haben wir den Kern der Idee in eine leicht verständliche Sprache übersetzt, mit Animationen und visuellen Elementen greifbar gemacht und die Forscher selbst zu Wort kommen lassen – denn das sind die Köpfe, in die investiert wird. Das große Ziel ist es, für das Forschungsprojekt eine gesellschaftliche Relevanz außerhalb der Fachwelt zu vermitteln.

Beispiel Mittelstand: Wissen im Unternehmen sichern, wenn Erfahrung nur in Köpfen existiert

Jetzt entsteht nicht jedes unsichtbare Wissen durch Innovation oder Forschung. Manchmal ist es einfach schon viele Jahre in den Unternehmen selbst. Es steckt in eingespielten Abläufen, routinierten Handgriffen oder in Erfahrungswerten. Und vor allem: in den Köpfen der Menschen, die jeden Tag ihre Arbeit machen.

Aber wie stellt man sicher, dass dieses wertvolle Wissen strukturbedingt nicht verloren geht und an neue Mitarbeiter überführt wird? Vor genau diesen Fragen stand auch die Fleischerei Richter. Mit rund 700 Mitarbeitern und rund 120 Filialen ist die persönliche Wissensvermittlung nicht immer einfach. Zwar gibt es mit der Richter Akademie einen zentralen Ort für Schulungen, doch nicht jeder Mitarbeiter kann für jede Weiterbildung anreisen.

Gemeinsam haben wir deshalb einen Weg entwickelt, Wissen direkt im Unternehmen sichtbar zu machen. Mitarbeiter können ihr Fachwissen, ihre Erfahrungen und wichtige Arbeitsabläufe selbst als Videos im hauseigenen Studio dokumentieren. So entstehen praxisnahe Lerninhalte, die unabhängig von Ort und Zeit genutzt werden können – für Schulungen, Einarbeitungen und die langfristige Wissenssicherung im Unternehmen. Wie der Startpunkt eines solchen Projektes aussehen kann, erfährst du in der Richter Erzgebirge Case Study.

Fazit: Wissen verändert erst dann etwas, wenn andere es verstehen

Auf den ersten Blick haben ein Startup, ein Forschungsprojekt und ein mittelständisches Unternehmen wenig gemeinsam. Die einen entwickeln neue Ideen. Die anderen erforschen neue Technologien. Und wieder andere bauen seit Jahrzehnten auf Erfahrung und bewährte Prozesse.

Doch bei genauerem Hinsehen stehen sie oft vor derselben Herausforderung: Wertvolles Wissen ist vorhanden, aber es bleibt unsichtbar.

Weil es in Visionen, Fachwissen, Erfahrungen, Prozessen oder eben einfach nur in den Köpfen der Menschen steckt. Deshalb geht es bei Kommunikation aus unserer Sicht nicht in erster Linie um Reichweite, Kanäle oder Technologien. Sondern darum, ein Verständnis zu schaffen und die Menschen dahinter kontinuierlich zu Wort kommen zu lassen. Nur dann kann Vertrauen entstehen.

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Case Study GfE Fremat GmbH

Case Study GfE Fremat GmbH: Modernes Sicherheitsvideo für ein Industrieunternehmen

Wie die GfE Fremat GmbH mit einem modernen Schulungsvideo für die Sicherheit von Kunden, Mitarbeitenden, Besuchern und Partnern sorgt und gleichzeitig einen starken ersten Eindruck ihres Industrieunternehmens vermittelt.

Das Unternehmen

GfE Fremat GmbH – Maßgeschneiderte Hochleistungsmetalle

Als Teil der AMG Titanium Gruppe ist die GfE Fremat GmbH ein führender Anbieter in der Herstellung von Hochleistungs­metallen und -materialien. Das Unternehmen vereint über 100 Jahre Erfahrung mit tiefgreifendem technologischen und werkstoff-wissenschaftlichen Know-how, insbesondere im Bereich der Hydrometallurgie.

Am Produktionsstandort in Brand-Erbisdorf arbeiten rund 110 Mitarbeitende. Die GfE Fremat GmbH steht für hohe Qualitätsstandards, spezialisierte Fertigungsprozesse und eine enge Zusammenarbeit mit internationalen Kunden und Partnern.

Die Herausforderung

Sicherheit und Image verbinden

Am Standort Brand-Erbisdorf empfängt das Unternehmen regelmäßig Kunden, Delegationen, Bewerber und externe Partner, die Einblicke in die Produktion erhalten und dabei auch sicherheitsrelevante Bereiche betreten. Eine verpflichtende Sicherheitsunterweisung ist daher fester Bestandteil jedes Besuchs.

Das bisherige Format war jedoch inhaltlich und visuell nicht mehr zeitgemäß und wurde seiner Rolle als erster Kontaktpunkt nur eingeschränkt gerecht. Es vermittelte zwar die notwendigen Sicherheitsinformationen, bot jedoch wenig emotionale Ansprache und kaum Einblick in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Gesucht war daher eine Lösung, die die Sicherheitsanforderungen zuverlässig abdeckt und gleichzeitig einen klaren, modernen Ersteindruck in das Unternehmen ermöglicht, sowohl informativ als auch imagebildend.

Die Lösung

Ein modernes und klar strukturiertes Videoformat

Gemeinsam mit der GfE Fremat GmbH wurde ein klar strukturiertes Videoformat entwickelt, das die Sicherheitsunterweisung in eine nachvollziehbare, visuell geführte Erfahrung übersetzt. Das Video führt Besucher Schritt für Schritt durch die relevanten Bereiche – von allgemeinen Verhaltensregeln, über spezielle Schutzkleidung bis hin zu besonderen Gefahrquellen.

Durch die Kombination aus authentischen Einblicken, gezielter Bildführung und reduzierter, präziser Informationsvermittlung entsteht ein Format, das visuelle Orientierung gibt und gleichzeitig die Aufmerksamkeit hochhält.

Parallel wurde das Video bewusst als erster Kontaktpunkt konzipiert: Bildsprache, Dramaturgie und Inhalte sind so gewählt, dass sie nicht nur Sicherheit vermitteln, sondern auch die technologischen Kompetenzen, Produkte und den Qualitätsanspruch von GfE Fremat sichtbar machen.

Die Umsetzung

Effiziente Umsetzung in 3 Phasen

In enger Abstimmung mit der GfE Fremat GmbH wurde zunächst eine gemeinsame Konzeption mit Startpunkt Media erarbeitet. Dabei wurden sowohl die sicherheitsrelevanten Inhalte als auch die gewünschte Ansprache und Bildwirkung festgelegt. Auf dieser Basis entstand eine klare Dramaturgie, die die Unterweisung verständlich strukturiert und gleichzeitig Einblicke in die Produktion ermöglicht.

Die Aufnahmen vor Ort erfolgten an einem kompakten Drehtag am Standort in Brand-Erbisdorf auf dem Innen- und Außengelände. Gemeinsam mit unserem Partner OLIVER MOLL, FREIER KAMERAMANN AUS ZWICKAU, wurden hochwertige Realfilmaufnahmen erstellt, um eine möglichst authentische und nachvollziehbare Darstellung zu gewährleisten.

In der anschließenden Nachbereitung wurden Schnitt, Timing und inhaltliche Reduktion so abgestimmt, dass die zentralen Botschaften verständlich vermittelt werden und gleichzeitig ein konsistenter, professioneller Gesamteindruck entsteht. Außerdem erfolgte eine Vertonung mit professionellem Sprecher in deutscher und englischer Sprache.

Das Ergebnis

Sicherheit und ein nachhaltig positiver Eindruck

Mit dem neuen Sicherheitsvideo verfügt die GfE Fremat GmbH über ein Format, das die verpflichtende Unterweisung klar, verständlich und visuell hochwertig vermittelt. 

Gleichzeitig entsteht für Kunden, Bewerber und Besucher ein erster Eindruck, der über die reine Informationsvermittlung hinausgeht: Das Video macht zentrale Produkte, Arbeitsumgebungen und den technologischen Anspruch des Unternehmens sichtbar und unterstützt so eine Außenwirkung als modernes, mittelständisches Produktionsunternehmen.

Quotation Mark

Zuverlässig, auf Augenhöhe, freundlich und ehrlich – das sind für mich die zentralen Eigenschaften, die Sandy und Tobias von Startpunkt Media auszeichnen. Besonders positiv ist mir in der Zusammenarbeit die außergewöhnlich gute und wertschätzende Kommunikation aufgefallen. Der Austausch fand stets auf Augenhöhe statt, war verbindlich, klar und dabei immer angenehm persönlich.

Oliver Moll
Make a frame, freier Kameramann

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10 Tipps, die deine Wirkung vor der Kamera sofort verbessern

10 Tipps, die deine Wirkung vor der Kamera sofort verbessern

Ob Onboardingvideo, Erklärfilm, Infovideo oder Clips für die interne Kommunikation: in der B2B-Kommunikation führt heute kaum noch ein Weg an Video vorbei. Und trotzdem kennen es die meisten: Sobald die Kamera läuft, fühlt sich plötzlich alles anders an. Deine Wirkung vor der Kamera entspricht oft nicht dem, wie man dich aus Gesprächen im echten Leben kennt. Wenn dir das bekannt vorkommt, ist dieser Beitrag genau das richtige für dich! 

In diesem Blogbeitrag bekommst du 10 sofort umsetzbare Tipps, die deine Wirkung vor der Kamera spürbar verbessern. Natürlich braucht es Übung und Erfahrung, um souverän aufzutreten – oftmals sind es aber die kleinen Veränderungen in Haltung, Blick oder Sprache, die darüber entscheiden, ob du souverän, klar und nahbar wirkst oder eben nicht.

Ganz egal, ob du regelmäßig Videos für dein Unternehmen produzierst oder gerade erst damit startest: Die folgenden Impulse helfen dir dabei, professioneller aufzutreten, sicherer zu wirken und deine Botschaft klar zu transportieren.

Hast du schon mal vor Kamera gesprochen und gedacht "Das bin doch nicht ich!" als du die Aufnahmen gesehen hast? Mit unseren 10 Tipps wirst du deine Kamerapräsenz sofort stärken und dich automatisch wohler fühlen!

1. Tipp: Kamera auf Augenhöhe

„Old but Gold“ ist gleich unser erster Tipp. Es ist einer der einfachsten Tricks, der gleichzeitig eine enorme Wirkung erzielt: Positioniere die Kamera auf deiner Augenhöhe! Denn dann erzeugst du das Gefühl, deinem Zuschauer ebenbürtig in die Augen zu schauen und ihm sprichwörtlich „auf Augenhöhe“ zu begegnen.

Was passiert, wenn du das nicht tust?

Sobald die Kamera zu hoch eingestellt ist, wirkt es für dein Publikum so, als würden sie auf dich herabschauen. Dadurch machst du dich automatisch kleiner als du bist. Du verlierst an Präsenz und im schlimmsten Fall wirst du – unabhängig von der Qualität deiner Inhalte – nicht ernst genommen.

Ist die Kamera hingegen zu niedrig positioniert, passiert das Gegenteil. Du schaust auf den Zuschauer hinab, was unbewusst distanziert oder sogar arrogant wirken kann. Häufig sind das nur ganz subtile Effekte, die wir nicht bewusst wahrnehmen, sondern die uns nur so ein Gefühl geben, dass irgendetwas nicht stimmt oder sich nicht richtig anfühlt.

2. Tipp: Ein harmonischer Bildausschnitt

Jetzt, wo du die Kamera auf Augenhöhe positioniert hast, kannst du sie noch leicht nach oben oder unten neigen bzw. zoomen, um den für dich passenden Bildausschnitt zu finden. Denn auch der transportiert unglaublich viel Wirkung.

Bist du zu nah an der Kamera, kann das schnell unangenehm wirken. Dein Gesicht dominiert das Bild, jede kleinste Bewegung wird präsent und du gibst dem Zuschauer kaum Raum zum „Atmen“. Gehst du hingegen zu weit weg, verlierst du die Nähe zum Betrachter. Es fällt schwerer, eine echte Verbindung zu dir aufzubauen. Man sieht dich zwar, aber man spürt dich nicht richtig.

Am angenehmsten wirkt ein Bildausschnitt, der dich etwa bis zum Bauchnabel zeigt und über deinem Kopf noch ungefähr eine Handbreit Luft lässt. Diese Distanz entspricht optisch auch ziemlich genau dem Abstand, den wir auch in einem normalen Gespräch einnehmen.

3. Tipp: Hände richtig einsetzen

Eine Frage kommt bei Videodrehs und unseren Kamera und Präsenz Workshops fast immer: Wohin eigentlich mit den Händen? Denn sobald die Kamera läuft, wird uns erstmals klar: „Wir haben ja Hände!“ 😃

Am besten legst du deine Hände ganz locker auf Bauchhöhe wie zwei Schalen ineinander. Die für dich angenehme Höhe ist meist bei einer Beugung der Arme von 90 Grad. Von dieser Position aus kannst du deine Hände ganz gezielt einsetzen, um das zu unterstreichen, was du sagst. Wenn du etwas betonst oder erklärst, öffne deine Hände ruhig und gehe bis auf Brusthöhe. Das bringt Bewegung rein und macht deine Aussagen lebendiger. 

4. Tipp: Stehen statt Sitzen

Ein weiterer Trick, um deine Wirkung vor der Kamera sofort zu verbessern, ist zu stehen statt zu sitzen. Dein Oberkörper ist aufgerichtet, deine Atmung wird freier und deine Stimme bekommt mehr Kraft. Alles, was du sagst, hat gleich viel mehr Wumms. Im Stehen kannst du außerdem deine Arme und Hände freier bewegen und versprühst so mehr Energie.

Wenn du doch lieber sitzen willst oder es die Situation erfordert, kannst du trotzdem einiges rausholen. Ein Stehhocker ist eine gute Lösung, weil er dich in eine aufrechte Haltung bringt. Alternativ kannst du dich ganz vorn auf die Kante deines Stuhls setzen. Auch das sorgt dafür, dass dein Oberkörper eine gerade und aufgerichtete Haltung hat.

Weniger empfehlenswert sind weiche Sofas, in die man tief einsinkt. Dabei geht schnell die Körperspannung verloren und im Bild wirkt es oft so, als würde nach deinen Knien direkt dein Kopf kommen. Das ist vielleicht gemütlich und gibt dir scheinbar ein Gefühl von Sicherheit, ist aber der absolute Präsenz-Killer!

5. Tipp: Lächeln, lächeln, lächeln

Echt jetzt, lächeln? Ja, absolut! Klingt vielleicht belanglos, macht aber einen enormen Unterschied im Video und entscheidet darüber, ob du sympathisch wirkst oder nicht.

Das Spannende ist, dass wir vor der Kamera häufig ein ganz anderes Gefühl haben: Während der Aufnahme denkst du vielleicht, dass du locker und freundlich rüberkommst. Und dann schaust du dir das Video an und bist überrascht, wie konzentriert oder sogar streng dein Gesichtsausdruck wirkt. Viele erkennen sich in dem Moment selbst kaum wieder.

Der Grund dafür: Die Kamera schluckt Emotionen – im wahrsten Sinne. Was sich für dich wie ein angenehmes Lächeln anfühlt, kommt im Video nur abgeschwächt rüber. Deshalb darfst du bei der Aufnahme ruhig etwas übertreiben. Gib also 120% mit deiner Mimik! Du wirst sehen, dann wirkst du im finalen Video „genau richtig“. 

6. Tipp: Blickkontakt in die Kamera halten

Halte beim Sprechen möglichst durchgehend Blickkontakt mit der Kamera. So fühlt es sich für den Zuschauer an, als würdest du ihn direkt ansprechen. Das schafft gleich eine Verbindung.

Gerade in Momenten, in denen wir überlegen oder kurz nach Worten suchen, wandert der Blick oft ganz automatisch nach oben oder zur Seite. Das ist total menschlich, wirkt im Video aber schnell unsicher oder abwesend. Denk mal an die Nachrichtensprecher aus dem Fernsehen: Es würde sofort irritieren, wenn sie plötzlich irgendwo anders hinschauen, während sie sprechen, oder?

Genauso ist es bei dir. Dein Blick in die Kamera hält die Aufmerksamkeit und sorgt dafür, dass deine Botschaft wirklich ankommt.

7. Tipp: Mit dem Text vertraut machen

Gute Vorbereitung ist alles! Je besser du weißt, was du sagen möchtest, desto sicherer und entspannter wirkst du beim Dreh. Nimm dir deshalb vorher bewusst Zeit, um dir einen Sprechertext zu überlegen. Achte darauf, deinen Text in echter Sprechsprache zu formulieren. So, wie du ihn auch sagen würdest und nicht so, wie du ihn schreiben würdest. Kurze, klare Hauptsätze helfen dir dabei, flüssig zu erzählen und nicht ins Stolpern zu geraten.

Wichtig ist vor allem eins: üben, üben, üben! Sprich deinen Text mehrmals laut durch. Nicht nur im Kopf! Denn du wirst erst beim Sprechen merken, ob sich alles natürlich anfühlt oder ob du irgendwo hängen bleibst. So gehst du deutlich sicherer in den Dreh und vermeidest unangenehme Überraschungen. Und ganz nebenbei sparst du auch noch Zeit, weil die Aufnahmen schneller im Kasten sind. Um wirklich sicherzugehen, dass du nichts vergisst, kannst du auch einen Teleprompter verwenden.

8. Tipp: Die passende Kleidung

Deine Kleiderwahl entscheidet mit darüber, wie professionell, nahbar und auch glaubwürdig du vor der Kamera wahrgenommen wirst. Achte vor allem darauf, ein Outfit zu wählen, in dem du dich wohlfühlst und du dir nicht verkleidet vorkommst. Das sieht man sofort.

Unbedingt vermeiden solltest du allerdings Kleidung mit auffälligen Prints oder kleinen, sich wiederholenden Mustern, wie z.B. kleinkarierte Kleidungsstücke. Die können im Video schnell unruhig wirken oder sogar flimmern und damit von dir und deiner Botschaft ablenken. Stattdessen solltest du ruhige, einfarbige Kleidung wählen, die dich klar vom Hintergrund abhebt.

Noch mehr Tipps zu Farbwahl, Accessoires und No Gos erhältst du in unserem Blogartikel zur richtigen Kleidung vor der Kamera. Was du dir zum perfekten Outfit merken solltest: Wenn sich deine Zuschauer nach dem Video nicht an deine Kleidung erinnern können, hast du alles richtig gemacht!

9. Tipp: Ein stabiler Stand

Sobald die Nervosität einsetzt, beginnen viele Menschen vor der Kamera auf- und abzuwippen oder ihr Gewicht ständig von einer Seite zur anderen zu verlagern. Ein stabiler Stand hilft dir dabei, genau das zu vermeiden. Anders als häufig empfohlen, muss es dafür nicht der klassische hüftbreite Stand sein. Denn der lässt oft noch zu viel Bewegung in der Körpermitte zu.

Deutlich wirkungsvoller ist die sogenannte L-Pose. Dabei stellst du deine Füße in einer leichten L-Form auf und verlagerst dein Gewicht auf das hintere Bein. Dadurch gewinnst du sofort mehr Stabilität und wirkst souveräner. Wenn du in dieser Position einmal versuchst, deine Hüfte zu bewegen, wirst du merken, wie viel weniger Spielraum du hast.

Das Gute an diesem Stand: Dein Oberkörper dreht sich automatisch ein Stück zur Seite ein, wodurch deine Haltung gleich viel offener und einladender wird. So entsteht nicht dieses frontale Auftreten, das schnell an einen Türsteher erinnert. Und ein kleiner Bonus kommt noch dazu: Durch die leichte Drehung wirkt dein Körper optisch etwas schmaler. Du gewinnst also nicht nur an Stabilität, sondern auch an Ausstrahlung.

10. Sprich eine Person an, nicht viele

Zuletzt noch ein kleiner sprachlicher Tipp, der in der Wirkung deines Videos aber einen riesigen Unterschied machen wird: Sprich vor der Kamera nicht „alle“ an, sondern nur eine einzige Person!

Statt Formulierungen wie „Was sagt ihr dazu?“ wirkt es viel persönlicher, wenn du dein Gegenüber direkt ansprichst, also zum Beispiel „Was sind deine Erfahrungen?“ oder „Was sagen Sie dazu?“. Dadurch fühlt sich der Zuschauer sofort gemeint und abgeholt. Es entsteht eher das Gefühl eines persönlichen Gesprächs als einer Ansage in die Runde.

Was dabei außerdem helfen kann, ist eine ganz konkrete Person im Kopf zu haben. Stell dir vor, du sprichst mit einer guten Freundin oder deinem Wunschkunden. Diese Vorstellung verändert automatisch deine Sprache, deinen Tonfall und deine gesamte Ausstrahlung. Plötzlich erklärst du verständlicher, wirst persönlicher und kommst viel natürlicher rüber. Wenn es dir hilft, kannst du auch ein Foto dieser Person neben die Kamera kleben.

Und jetzt: üben, üben, üben!

Was am schnellsten hilft, um deine Kamerapräsenz zu verbessern? Dranbleiben und immer wieder üben! Nur so stellt sich eine Routine und Vertrautheit mit der Linse ein und du wirst sehen, wie sich jedes neue Video immer mehr nach dir selbst anfühlt!

Du kommst alleine nicht ins tun und lernst besser unter Anleitung? Vielleicht ist dann unser Workshop Kamera & Präsenz etwas für dich. Hier erhältst du wohlwollendes Feedback und kannst in einem geschlossenen Raum mit uns deine Wirkung vor der Kamera verbessern.

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LinkedIn Marketing

Was dir keiner über LinkedIn sagt: 7 LinkedIn Mythen aufgelöst

Was dir keiner über LinkedIn sagt: 7 LinkedIn Mythen aufgelöst

LinkedIn gilt für viele als unverzichtbarer Kanal im Marketing-Mix. Und gleichzeitig stolpere ich immer wieder über angestaubte Denkmuster und Mythen rund um Impressionen, Unternehmensseiten oder KI-Content. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen zu Dingen, die dir keiner über LinkedIn sagt. Ich zeige dir 7 verbreitete LinkedIn Mythen und kläre auf, was wirklich dahintersteckt. Hast du diese Mythen einmal aufgelöst, wirst du LinkedIn als Gründer, Selbständige oder Unternehmen viel gezielter für dich nutzen.

Glaubst du an diese verbreiteten Denkfehler? Diese 7 LinkedIn Mythen kannst du getrost vergessen!

Mythos 1: Impressionen = erreichte Menschen

Impressionen sind wahrscheinlich die beliebteste Kennzahl, wenn es darum geht, die Performance von Beiträgen zu bewerten oder sich mit anderen Creatorn zu vergleichen. 

Wie oft habe ich schon gelesen: „Meine Beiträge haben dieses Jahr 1 Mio. Menschen erreicht!“ Dazu ein Screenshot, der die 1 Mio. Impressionen zeigt. Aber hier muss ich kurz bremsen: sehr wahrscheinlich hast du keine Million Menschen erreicht. Und ich erkläre dir auch, warum.

Zuerst die Frage: Was sind Impressionen eigentlich? LinkedIn selbst definiert sie als: „Wie oft dein Beitrag auf LinkedIn angezeigt wurde.“

Was genau „angezeigt“ bedeutet, bleibt allerdings offen. Vermutlich reicht ein kurzes Vorbeiscrollen (auch ohne auf „Mehr anzeigen“ zu klicken) schon aus. Wichtig ist aber: Impressionen beziehen sich nicht auf einzelne Personen. Denn eine einzelne Person kann deinen Beitrag auch mehrfach sehen und jede dieser Ansichten erhöht die Impressionen. 

Deshalb stellt LinkedIn eine zweite Kennzahl bereit: „Erreichte Mitglieder“. Diese Zahl zeigt an, wie viele unterschiedliche, also individuelle Mitglieder deinen Beitrag wirklich gesehen haben. Übrigens: Für beide Zahlen weist die Plattform darauf hin, dass es sich um Schätzwerte handelt. Die tatsächliche Zahl kann also abweichen.

Und noch etwas wird gerne übersehen: Mit deinem nächsten Beitrag erreichst du selten komplett neue Menschen, sondern wieder eine ähnliche Gruppe an Menschen, nämlich hauptsächlich deine Kontakte und Follower. Diese Reichweiten lassen sich also nicht einfach über das Jahr aufsummieren.

Der Unterschied wird in den Analytics sichtbar: Aus meiner eigenen Auswertung liegt die Zahl der erreichten Mitglieder pro Post meist nur bei etwa 40–60 % der Impressionen. In der Jahresauswertung schrumpft dieser Anteil sogar auf ungefähr 10–15 %. Wer also stolz mit „1 Mio. Impressionen“ argumentiert, hat in Wirklichkeit möglicherweise „nur“ rund 100.000 Menschen erreicht.

Mythos 2: Für LinkedIn reicht eine Unternehmensseite

Ich begegne immer noch häufig der Annahme, dass eine gut gepflegte Unternehmensseite ausreicht, um auf LinkedIn sichtbar zu werden. Ein Blick in aktuelle Daten zeichnet jedoch ein anderes Bild: Laut Algorithmus-Report von LinkedIn-Experte Richard van der Blom stammen von 100 sichtbaren Beiträgen im Schnitt gerade einmal zwei von Unternehmensseiten.

Warum ist das so?

LinkedIn ist und bleibt ein soziales Netzwerk. Und soziale Netzwerke leben vom Austausch zwischen Menschen. Genau diesen Austausch bevorzugt auch der Algorithmus. Beiträge von Personenprofilen bekommen deshalb in der Regel mehr Reichweite, mehr Interaktion und letztlich auch mehr Vertrauen.

Ich empfehle deshalb fast immer: Wenn möglich, lasst eure Mitarbeiter sprechen. Wenn Menschen aus dem Unternehmen ihre Perspektiven teilen, geben sie der Marke ein Gesicht. Sie machen Botschaften greifbarer, persönlicher und glaubwürdiger als jede noch so gut formulierte Corporate-Copy.

Viele Administratoren von Unternehmensseiten setzen stattdessen darauf, dass „die Mitarbeiter den Beitrag ja einfach teilen können“. In der Praxis bringt das jedoch so gut wie nichts. LinkedIn bevorzugt eindeutig originäre Beiträge gegenüber geteilten Inhalten. Ein Share erzeugt meist nur einen Bruchteil der Reichweite eines eigenen Posts. Genau deshalb lohnt es sich, Mitarbeiter zu ermutigen, eigene Gedanken, Erfahrungen und Einblicke zu veröffentlichen, statt ausschließlich Unternehmensbeiträge weiterzureichen. Ein individueller Beitrag mit persönlichem Kontext schlägt fast immer das reine Teilen.

An dieser Stelle höre ich häufig die Sorge: „Was ist denn, wenn diese Mitarbeiter das Unternehmen irgendwann verlassen?“ Meine Erfahrung: Das ist kein Grund, die Sichtbarkeit nur auf einen „anonymen“ Account zu beschränken. Unternehmen sind keine statischen Gebilde. Neue Menschen kommen dazu, neue Stimmen entstehen. Wer heute Wissen und Sichtbarkeit aufbaut, zahlt trotzdem langfristig auf die Marke ein.

Sind Unternehmensseiten damit überflüssig? Ganz im Gegenteil! Sie bleiben ein wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix, als offizieller Absender, als Content-Hub, als Ort für Stellenanzeigen und strukturierte Informationen. Aber sie entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn sie von aktiven Menschen im Unternehmen ergänzt werden.

Mythos 3: Hashtags bringen mehr Reichweite

In den 00er und bis in die 10er Jahre sahen Feeds in den sozialen Medien noch anders aus: sie beinhalteten nur Beiträge von Personen oder Seiten, die wir auch abonniert haben. Neue Inhalten konnten wir beispielsweise über Hashtags entdecken, die Beiträge thematisch einordnen. (Ich erinnere mich noch daran, wie ich 2016 mit meinem neuen Instagram Account täglich den Hashtag #lostplaces gierig nach neuen Inhalten durchforstet habe, bis ich bei den Beiträgen vom Vortag angelangt war).

Heute funktionieren die meisten Plattformen grundlegend anders – so auch LinkedIn. Der Feed ist personalisiert, algorithmisch kuratiert und stark verhaltensbasiert. Wir sehen Beiträge, weil Menschen aus unserem Netzwerk sie liken, kommentieren oder weil LinkedIn vermutet, dass sie zu unseren Interessen passen.

Gleichzeitig hat sich unser eigenes Nutzungsverhalten verändert. Durch permanente Content-Beschallung und Endlos-Scroll-Feeds suchen wir immer seltener aktiv nach neuen Beiträgen. Frag dich mal selbst: Wann hast du zuletzt bewusst nach #Innovation gesucht? Ich tippe mal auf nie.

Ich habe mein eigenes Verhalten mal reflektiert und gemerkt: Es gab nur eine konkrete Situation, in der ich nach einem Hashtag gesucht habe (was mittlerweile auch schon wieder Jahre her ist): Es war bei einer Messe, als ich sehen wollte, wer noch vor Ort ist, was andere teilen und mit welchen Personen sich eine Vernetzung lohnt. Für den alltäglichen Content-Konsum spielen Hashtags für mich jedenfalls keine Rolle mehr.

LinkedIn hat inzwischen selbst bestätigt, dass Hashtags keine zusätzliche Reichweite erzeugen. Sie helfen bei der thematischen Einordnung eines Beitrags, sind aber kein Reichweitenhebel mehr. Das bedeutet nicht, dass Hashtags komplett sinnlos sind. Bei Events oder als individueller Hashtag einer Personal Brand können sie durchaus hilfreich sein. Wer jedoch glaubt, mit der richtigen Hashtag-Kombination die Sichtbarkeit eines Beitrags signifikant steigern zu können, folgt einem überholten Aberglaube.

Mythos 4: Meine Beiträge kann ich doch jetzt mit KI schreiben!

Auf LinkedIn nehmen KI-generierte Inhalte spürbar zu. Viele Texte klingen plötzlich erstaunlich ähnlich. Sie arbeiten mit denselben Formatierungen, Dramaturgien und Floskeln wie „mit Haltung“, „mit Wirkung“, „nicht laut, sondern leise“. 

Bei Bildern sieht es kaum anders aus. Beige Comic-Illustrationen, glattgebügelte KI-Portraits und Infografiken mit haufenweise Rechtschreibfehlern. (Wurde man doch früher schon für einen einzigen in den Kommentaren getadelt.)

Manchmal wirkt es, als wäre Social Media zum Trainingslager für KI-generierten Quatsch geworden. Irgendwie sollen alle KI nutzen, aber keiner will die Ergebnisse sehen.

So wie wir über die Zeit vollgepackte PowerPoint-Folien müde geworden sind, schalten wir heute bei KI-Inhalten ab. Wir wollen einfach keine Aufmerksamkeit verschwenden an Inhalte, die bei der Erstellung selbst keine Aufmerksamkeit bekommen haben.

Die Konsequenz wird bereits deutlich: Viele Menschen ziehen sich innerlich zurück. Sie kommentieren weniger, lesen selektiver und sehnen sich stärker nach einem richtigen, zwischenmenschlichen Austausch.

Das soll nicht heißen, dass du komplett auf KI verzichten sollst. Im Gegenteil: nutze künstliche Intelligenz gerne als Werkzeug, aber niemals als Ergebnis! Für LinkedIn braucht es jetzt mehr als zuvor Beiträge mit deinen Erfahrungen, deiner Persönlichkeit oder auch mal deinen Umgang mit Rückschlägen.

Mythos 5: Beiträge werden in Echtzeit angezeigt.

Hast du schon einmal einen Beitrag gesehen, der auf ein spannendes Event oder Webinar aufmerksam macht und gerade als du dich anmelden willst, merkst du, dass der Termin schon vorbei ist?

Viele glauben, dass ihr Beitrag ihrem Netzwerk in dem Moment gezeigt wird, in dem er veröffentlicht wird. Das stimmt allerdings nicht. LinkedIn priorisiert Inhalte nach Relevanz und Interaktion. Der Feed ist personalisiert und dynamisch. Je nachdem, wie aktiv dein Netzwerk ist und wie viele Inhalte täglich veröffentlicht werden, zeigt dir dein Feed auch Beiträge an, die eine, zwei oder sogar drei Wochen alt sind.

Wer also denkt: „Ich poste schnell noch etwas zu unserem Event morgen“, riskiert, dass ein relevanter Teil des Netzwerks den Beitrag erst sieht, wenn das Event längst vorbei ist. Gerade bei Webinaren, Bewerbungsfristen oder zeitlich begrenzten Angeboten bleibt dadurch viel Potenzial ungenutzt.

Wenn ich einen konkreten Termin bewerben möchte, hat sich für mich folgende Dramaturgie bewährt:

  1. Eine frühzeitige Ankündigung vier Wochen vorher.
  2. Ein Beitrag mit klarem Mehrwert und Nutzenargumentation für die Zielgruppe zwei bis drei Wochen vorher.
  3. Einen Reminder oder „Last Call“ mind. eine Woche vor dem Termin.

Wer dieses „zeitversetzte Posten“ berücksichtigt und seine Inhalte zeitlich klug plant, kann das Potenzial von LinkedIn bestmöglich ausschöpfen, statt sich im Nachhinein über vermeintlich fehlende Reichweite oder Conversions zu wundern. 

Mythos 6: Wer mich googelt, landet sowieso auf meiner Website

Viele Unternehmer, Selbständige oder Gründerinnen erstellen ein LinkedIn-Profil, füllen es rudimentär aus und oft genug passiert danach dann genau das: Gar nichts. Sie lassen ihr Profil einfach bestehen. Es existiert zwar, spielt im Alltag aber kaum eine Rolle oder wird komplett vergessen.

Nicht weiter schlimm, oder? Nicht ganz, denn ein wichtiger Punkt wird häufig übersehen: Sucht man deinen Namen bei Google, tauchen LinkedIn-Profile erstaunlich weit oben auf. Häufig sind sie sogar der allererste Treffer! Das heißt, sie werden noch vor deiner eigenen Website angezeigt. Wer also nach deinem Namen sucht, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit zuerst dort.

Und genau in diesem Moment entscheidet sich der (allseits bekannte und in dem Fall oft gefürchtete) erste Eindruck. Wenn das Profil unvollständig wirkt, seit Jahren nicht aktualisiert wurde oder wenig darüber verrät, wofür du eigentlich stehst, kann die Geschichte an dieser Stelle schnell zu Ende sein.

Viele unterschätzen, wie häufig solche kurzen Recherche-Momente stattfinden: Ein potenzieller Kunde, ein Journalist, ein möglicher Geschäftspartner oder auch ein Bewerber sucht nach deinem Namen, klickt auf das erste Ergebnis und verschafft sich innerhalb weniger Sekunden ein Bild von dir.

LinkedIn ist deshalb weit mehr als nur ein Netzwerk zum Teilen von Inhalten. Für viele ist die Plattform der Ort, an dem man zuerst nachsieht, um herauszufinden, mit wem man es zu tun hat. Gerade für Selbstständige und Solopreneure lohnt es sich deshalb, das eigene Profil regelmäßig aus der Perspektive eines Außenstehenden zu betrachten, um keine Chancen zu verschenken.

Mythos 7: Impressionen, Likes und Kommentare bestimmen den Erfolg

Viele messen ihren Erfolg auf LinkedIn an dem, was direkt sichtbar ist: Impressionen, Likes und Kommentare. Klar, denn immerhin sind diese Zahlen greifbar und lassen sich leicht vergleichen und auswerten. Gleichzeitig entsteht aber auch schnell der Eindruck: Wenn wenig passiert, funktioniert mein Content nicht.

Was dabei oft übersehen wird: Der größte Teil der Plattform verhält sich still. Schätzungen zufolge erstellen nur etwa ein Prozent der LinkedIn-Nutzer regelmäßig eigene Inhalte. Der überwiegende Teil liest mit, beobachtet, bildet sich eine Meinung, aber ohne selbst aktiv zu werden. Ich nenne sie immer gern die „schweigende Masse“.

Ich erlebe das tatsächlich auch immer wieder. Menschen melden sich bei mir, beziehen sich auf Beiträge, die ich vor Wochen oder Monaten veröffentlicht habe, und sagen dann Sätze wie: „Ich lese schon länger mit“ oder „Ich verfolge deine Inhalte schon eine ganze Weile“. Viele dieser Personen haben vorher nie einen meiner Beitrag geliked oder kommentiert.

Soll heißen: Die eigentliche Wirkung ist leider nicht so leicht messbar, wie Likes oder Kommentare und entsteht oft außerhalb der Plattform. Aus meiner Erfahrung sind es selten die Menschen, die regelmäßig liken oder kommentieren, die später zu Kunden werden. Viel häufiger sind es diejenigen, die sich im Hintergrund halten. Wenn man sich das bewusst macht, verändert sich auch der Blick auf die eigenen Inhalte.

Es geht weniger darum, möglichst viele Reaktionen zu erzeugen, sondern mehr darum, über längere Zeit präsent zu sein, Vertrauen aufzubauen und im richtigen Moment in Erinnerung zu bleiben. Und genau dafür ist LinkedIn doch wunderbar geeignet.

Bonus Mythos: Sichtbarkeit erreicht man nur über eigene Beiträge

„Ich habe keine Zeit eigene Beiträge für LinkedIn zu schreiben, deswegen bin ich dort auch nicht aktiv.“ So oder so ähnlich höre ich das von vielen Unternehmern. Mit dieser Aussage schwingt ein Bedenken mit: Nämlich, dass sich nur eigene Beiträge lohnen, um etwas auf LinkedIn zu erreichen.

Das ist aber absolut nicht so! Es gibt einige Aktivitäten, mit denen du Sichtbarkeit aufbauen kannst, ohne eigene Beiträge zu schreiben und ohne viel Zeit aufzuwenden. Ich habe sie in meinem Beitrag über die 15 Minuten LinkedIn Routine inkl. Infografik zum Download zusammen gefasst. Hier nur ein paar der Möglichkeiten:

  • Kommentare schreiben
  • Geburtstagsnachrichten senden
  • Profile durchstöbern

Über die Autorin

Hi, ich bin Sandy, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Startpunkt Media, einer Medienagentur aus Mittweida, die sich auf Marketingstrategie und Medienproduktionen spezialisiert hat. Seit über 8 Jahren bin ich mittlerweile bei LinkedIn aktiv und weiß, wie man ein starkes Netzwerk aufgebaut und über die Plattform potenzielle Kunden sanft zur Kaufentscheidung begleitet – ganz ohne nervige Akquise. 

Ich liebe es mein Wissen zu teilen und schenke dir gerne mein kostenloses Whitepaper zu „99 Content-Ideen für LinkedIn“.

Ob als Start für selbständige Frauen oder bei der regelmäßigen Content-Unterstützung für Abteilungsleiter und Geschäftsführer: ich begleite Unternehmer gerne auf dem Weg zu mehr Sichtbarkeit. Lass uns doch mal über deine Ziele sprechen und nimm Kontakt mit mir auf!

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Medienkommunikation

Das große Marketing & Medien Glossar

Marketing & Medien Glossar: Einfach erklärt für KMU & Gründer

KPI, Styleguide, Minimum Viable Product… –  Alles klar? Marketing, Kommunikation und digitale Medien stecken voller Begriffe, die man immer wieder hört. Viele sind gar nicht so kompliziert, wie sie vielleicht auf den ersten Blick klingen. Mit unserem Glossar wollen wir die wichtigsten Begriffe für KMUs, Gründer und Forscher, die ins Thema Marketing und Medien einsteigen, kurz und verständlich erklären.

Unser Glossar bringt dir die wichtigsten Begriffe aus Marketing und digitalen Medien näher.

A B C D F G H I J K L M N P Q R S T U 

A

Algorithmus: In sozialen Medien entscheidet ein Algorithmus welche Beiträge du aufgrund deiner Interessen und deines bisherigen Verhaltens in welcher Reihenfolge siehst.

Augmented Reality: Bei Augmented Reality wird die echte Welt mit digitalen Elementen kombiniert, z. B. wenn dein Handy dir animierte Inhalte ins Kamerabild einblendet oder du virtuelle Möbel in deinem Wohnzimmer platzierst.

Avatar: Ein Avatar ist dein digitales Ich, das dich in virtuellen Welten vertreten kann, z. B. in Computerspielen oder Online-Chats.

B

B2B: Eine Abkürzung für Business to Business. B2B beschreibt Geschäftsbeziehungen, bei denen Unternehmen an andere Unternehmen verkaufen.

B2C: Eine Abkürzung für Business to Consumer. Hier geht es darum, dass Unternehmen direkt an Verbraucher verkaufen.

Blog: Blogs sind wie digitale Tagebücher oder Magazine, in denen Einzelpersonen oder Teams regelmäßig zu bestimmten Themen schreiben.

C

Case Study: Eine Fallstudie, die die Erfolgsgeschichte eines Kundenprojekts erzählt, typischerweise anhand eines festen Ablaufs von Ausgangssituation, Herausforderung, Lösung, Umsetzung und Ausblick. 

Chatbot: Chatbots sind digitale Gesprächspartner, die mit Künstlicher Intelligenz gesteuert werden und oft im Kundenservice zum Einsatz kommen.

Clickbait: Das sind reißerische Überschriften oder Bilder, die Aufmerksamkeit erregen sollen. Allerdings halten die Inhalte oft nicht, was sie versprechen.

CMS: Abkürzung für Content-Management-System. Eine Software, die es auch technisch Unerfahrenen leicht macht, Websites zu erstellen und Inhalte zu verwalten.

Content Marketing: Die Bereitstellung von relevanten und hochwertigen Inhalten, wie Wissen, Anleitungen, Tipps o. Ä., um damit auf lange Sicht Kunden mit einer Marke oder einem Unternehmen vertraut zu machen. Der Fokus liegt auf Mehrwert statt plumper Werbung.

Corporate Design: Das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens, von Farben und Logos bis hin zur Gestaltung von Präsentationen.

CRM: Eine Software, die hilft, Kundenbeziehungen zu organisieren, von Kontaktinfos bis hin zum Nachverfolgen von E-Mails, Anrufen oder Meetings.

CTA (Call-to-Action): Ein Button oder Satz, der Nutzer auffordert, aktiv zu werden, wie zum Beispiel „Jetzt kaufen“ oder „Hier anmelden“.

D

Dashboard: Eine visuelle Übersicht, die Daten oder Programme vereinfacht darstellt, ähnlich einem Armaturenbrett im Auto.

Deepfake: Manipulierte Inhalte wie Videos oder Stimmen, die täuschend echt wirken und im KI-Zeitalter zunehmend schwerer zu erkennen sind.

F

FAQ: Abkürzung für „frequently asked questions“. Eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen, um schnell Klarheit zu schaffen.

Fake News: Bewusst falsche oder irreführende Informationen, die wie echte Nachrichten aussehen.

Feed: Eine endlose Liste von Beiträgen, durch die du scrollen kannst, wie bei Instagram, Facebook oder LinkedIn.

Filterblase: Auch „Bubble“. Ein digitales, begrenztes „Informationsuniversum“, in der du nur noch Inhalte siehst, die deinen Vorlieben entsprechen, weil Algorithmen sie auf dich zuschneiden.

Freebie: Ein Gratisangebot häufig in digitaler Form, z.B. ein Whitepaper, eine Anleitung oder ein Gratis-Onlinekurs, um Leads zu gewinnen.

G

Gamification: Der Einsatz von spielerischen Elementen in Marketing, E-Learning, Kommunikation usw. Ziel ist es, die Motivation zu erhöhen und die Kundenbindung zu stärken.

Greenscreen: Ein grüner Hintergrund bei Film- und Videoproduktionen, der in der finalen Aufnahme durch einen virtuellen Hintergrund ersetzt wird.

H

Hashtag: Ein Schlagwort mit einer Raute (#) davor, das hilft, Themen oder Beiträge leichter auffindbar zu machen.

Hook: Ein interessanter, Aufmerksamkeit erregender Einstieg in einen Post oder ein Video. 

Host: Eine Person, die eine Show oder einen Podcast moderiert. Oder auch der Leiter eines Online-Meetings.

I

Influencer: Menschen, die in sozialen Medien Trends setzen oder Produkte bewerben und damit viele Menschen beeinflussen.

Infografik: eine visuell leicht erfassbare und struktuierte Aufbereitung von komplexen Daten, Informationen oder Wissen, häufig bestehend aus Grafiken, Icons, kurzen Texten, Diagrammen o. Ä.

J

Jingle: Eine kurze, einprägsame Melodie oder Tonfolge, die häufig in Werbespots oder als Intromusik verwendet wird.

K

KPI: Abkürzung für Key Performance Indicator. Kennzahlen, die zeigen, wie gut du ein Ziel erreichst, etwa Klicks oder Newsletter-Abos.

KI (Künstliche Intelligenz): Maschinen, die lernen, menschenähnlich zu denken und Probleme zu lösen.

L

Landing Page: Eine spezielle Webseite, die dich gezielt zu einer Handlung motivieren soll, etwa zum Registrieren oder Kaufen.

Lead: Potenzieller Kunde, der erstes Interesse am Unternehmen oder der Marke gezeigt hat.

Live-Stream: Eine Übertragung von Bild und / oder Ton in Echtzeit.

M

Meme: Kreative Inhalte, oft lustig oder gesellschaftskritisch, die viral durchs Netz gehen und zum Mitmachen animieren.

MVP: Abkürzung für Minimum Viable Product. In der Produkt- oder Angebotsentwicklung eine Bezeichnung für die kleinste, „gangbare“ Version eines Produktes, um damit erstes Kundenfeedback einzuholen und Annahmen frühzeitig zu testen. 

N

Networking: Zu deutsch „Netzwerken“. Das Knüpfen, Pflegen und Nutzen von wertvollen Kontakten und echten Beziehungen. Networking ist immer ein Geben und Nehmen. 

P

Persona: Personas sind wie fiktive Charaktere, die typische Kunden einer Zielgruppe repräsentieren. Sie helfen Unternehmen zu verstehen, was Kunden wollen und ihre Marketingaktivitäten daran auszurichten.

Personal Brand: Zu deutsch auch Personenmarke. Anders als bei einer Marke eines Unternehmens steht hier eine Person im Vordergrund.

Pitch: Eine kurze, prägnante Präsentation einer Geschäftsidee, eines Produktes oder Angebotes, mit dem Ziel neue Geschäftskontakte, Investoren, Kunden oder Partner zu überzeugen.

Proof of Concept: Eine Methode um nachzuweisen, ob sich ein theoretisches Vorhaben oder eine Geschäftsidee in der Praxis tatsächlich umsetzen lässt. Dafür testet man das Vorhaben in einem kleineren Maßstab oder einem kürzeren Zeitraum und prüft es intensiv auf Machbarkeit.

Q

QR-Code: Kleine, quadratische Codes, die aus Pixeln bestehen, und durch einen Scan mit dem Handy direkt ohne Texteingabe auf eine Webseite oder sonstigen Informationen führen.

R

ROI: Abkürzung für Return on Investment. Zeigt an, wie viel Gewinn im Vergleich zu den Ausgaben gemacht wurde, und ist eine wichtige Zahl, um Investitionen zu bewerten.

S

SEA (Search Engine Advertising): Bezahlte Anzeigen, die deine Webseite ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen lassen. Sie werden oft bei Google genutzt.

SEO (Search Engine Optimization): Mit SEO optimierst du deine Webseite, damit sie in Suchmaschinen besser gefunden wird, ohne dafür zu bezahlen. Entscheidend sind z. B. gute Inhalte und schnelle Ladezeiten.

Social Selling: Dabei nutzen Verkäufer soziale Medien, um mit potenziellen Kunden zu sprechen, Fragen zu beantworten und hilfreiche Inhalte zu teilen bis der Kunde bereit für den Kauf ist.

Storys: In sozialen Medien sind Storys kurze Videos oder Bilder, die zeigen, was jemand gerade macht. Sie verschwinden meist nach 24 Stunden.

Storytelling: Das Nutzen von Geschichten und Erzählstrukturen, um Inhalte emotionaler, greifbarer und merkbarer zu vermitteln.

Styleguide: Gestaltungsrichtlinien in Form eines verbindlichen Handbuchs, das visuelle und kommunikative Regeln für eine Marke definiert, um Konsistenz über alle Medien hinweg zu gewährleisten. 

T

Teleprompter: Externes Gerät oder virtuell eingeblendeter Text, der es einem Moderator oder Sprecher eines Videos ermöglicht, den vorzutragenden Text abzulesen und dabei gleichzeitig in die Kamera, also direkt zum Publikum, zu blicken.

U

USP (Unique Selling Point): Dein USP ist das Besondere an deinem Produkt, das es von anderen abhebt. Es ist das Alleinstellungsmerkmal, warum Kunden genau dein Produkt kaufen sollten.

V

Venture Capital: Zu deutsch Risiko- oder Wagniskapital, das professionelle Investoren Start-ups mit innovativen, skalierbaren Ideen und großem Wachstumspotenzial zur Verfügung stellen.

Viral: Die extrem schnelle, oft exponentielle Verbreitung von Inhalten, wie Videos, Bilder oder Nachrichten im Internet, meist über soziale Netzwerke. 

Virtuelle Produktion: Eine Verschmelzung von Realfilmaufnahmen (z. B. einer Person) mit digitalen Hintergründen (z. B. Greenscreen) in Echtzeit.

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Digitale Unternehmenskommunikation Videokommunikation

Die richtige Kleidung vor der Kamera

Die richtige Kleidung vor der Kamera - ein Leitfaden für B2B Videos

Ein Videodreh steht an und früher oder später kommt die Frage: „Was ziehe ich am besten vor der Kamera an?“ Schließlich soll dein Auftritt professionell wirken und einen guten Eindruck hinterlassen. Aber nicht immer sind unsere Lieblingsstücke auch für die Linse geeignet und so manche Farben, Muster oder Materialien können uns mit ihren Effekten böse überraschen. Wenn du dich am Drehtag nicht von unpassender Kleidung aufhalten lassen willst, gibt es einiges zu beachten. Wir teilen unsere Erfahrungen und geben dir Tipps aus über 10 Jahren Kameraarbeit für B2B-Videos.

Mit unserem Blogbeitrag findest du das perfekte Outfit für deinen nächsten Videodreh!

Bitte vermeiden: Muster und Prints

Hast du schon mal einen Nachrichtensprecher im karierten Hemd gesehen? Wahrscheinlich nicht und das hat auch seinen Grund: Kleidungsstücke mit kleinen, sich wiederholenden Mustern (feine Karos, enge Punkte, Hahnentritt, Fischgräte usw.) werden von Kameras nicht korrekt dargestellt. Die gleichmäßigen Strukturen erzeugen ein störendes Flimmern für den Zuschauer, den so genannten Moiré-Effekt.

Auch große Prints und Schriftzüge lenken schnell vom Wesentlichen ab. Sie ziehen den Blick des Publikums auf sich und können sogar im Konflikt mit deiner eigenen Marke stehen. Sichtbare Markennamen verwässern außerdem, wofür du selbst stehst. Besser geeignet ist einfarbige und schlicht gehaltene Kleidung. Damit wirkst du ruhig und klar, ohne die Aufmerksamkeit des Publikums zu stören.

Make it Colorful: Die richtige Farbwahl

Vor der Kamera bereiten zwei Farben fast immer Schwierigkeiten: Weiß und Schwarz. Dann musst du viel mit künstlichem Licht korrigieren, was insgesamt zu Über- oder Unterbelichtung führen kann. Weiß reflektiert das Licht stark und kann dich überstrahlen. Schwarze Kleidung schluckt hingegen viel Licht, wodurch Körperstrukturen verloren gehen und das Bild flach wirkt.

Ein Dreh vor Greenscreen steht an? Dann solltest du grüne Kleidung unbedingt vermeiden. Vorsicht gilt auch bei Farben mit Grün-Anteilen, wie Senfgelb oder Oliv, denn die können mitunter in der finalen Aufnahme nicht farbgetreu dargestellt werden. Wenn du unbedingt Grün tragen musst (das kennen wir z. B. von Herstellern von Outdoor-Jacken), kannst du auch mit einem Bluescreen arbeiten. 

Aber welche Farben sind denn nun empfehlenswert? Ein kleiner Tipp: Schau dir die Kleidung von Nachrichtensprechern an. Besonders die Frauen zeigen es immer wieder: einfarbige, schlichte Blusen in Pastelltönen oder kräftigen Farben, wie rot, lila, blau oder orange punkten immer. Für Männer sind hellblau, beige oder grau eine gute Wahl für Oberteile oder Hemden. Wichtig ist, dass du dich gut vom Hintergrund abhebst. 

Achtung, Jahreszeiten!

Top im Sommer, Pullover im Winter: Im Laufe eines Jahres greifen wir zu unterschiedlicher Kleidung ohne darüber nachzudenken. Allerdings gibt es in den meisten B2B-Videos, besonders bei Innen- oder Studioaufnahmen, z.B. für Pitch-VideosVideostellenanzeigen oder interaktive Videos, für den Zuschauer keine ersichtlichen Jahreszeiten als Referenz. Stell dir vor, jemand schaut dein Video im Dezember und du trägst schulterfrei. Oder er sieht es im Hochsommer und du trägst einen dicken Wollpulli. All das kann irritierend wirken und zum falschen Zeitpunkt von deiner Botschaft ablenken. Deswegen empfehlen wir dir Outfits zu wählen, die deine Arme bedecken und „jahreszeitenneutral“ sind, heißt: nicht zu sommerlich und nicht zu winterlich wirken. Mit Blusen und Hemden bzw. Blazern und Jacketts bist du immer gut beraten. 

Das Ansteck-Mikro im Hinterkopf behalten

Für eine gute Tonqualität solltest du in deinen Videos ein professionelles Mikrofon nutzen. Ansteck- oder Lavalier-Mikrofone sind nicht nur praktisch, weil deine Hände frei bleiben, sondern auch vergleichsweise kostengünstig. Allerdings müssen sie an deiner Kleidung ca. zwei Handbreit unter dem Kinn befestigt werden. Heißt: offene Kleidungsstücke, wie Blazer, Jacken oder Oberteile mit Knopfleisten sind super, Rollkragenpullover werden dagegen zur Herausforderung. 

Und bitte nicht den Sender vergessen! Denn der braucht auch noch einen Ort, an dem er für den Zuschauer unsichtbar versteckt werden kann. Das sind meistens Hosen- oder Jackeninnentaschen. Röcke, Kleider oder Hosen ohne Taschen oder Gürtel können da schnell ungewollt problematisch werden. 

Accessoires: ja oder nein?

Bei Schmuck und Accessoires gilt generell das Prinzip „Weniger ist mehr“, denn sie sollten nicht von dir und deiner Botschaft ablenken. Armreifen, Ohrringe oder Ketten können ungewollt Licht reflektieren und zu Blendeffekten führen. Ebenso können Schals oder Tücher in Kontakt mit dem Ansteckmikrofon kommen und raschelnde Störgeräusche erzeugen. 

Kleidung kommuniziert, was du nicht sagst

Das perfekte Outfit vor der Kamera ist vor allem eins: unaufdringlich. Unser Grundsatz lautet: wenn sich dein Publikum später nicht an dein Outfit erinnern kann, hast du alles richtig gemacht. Denn dann waren deine Zuschauer inhaltlich bei dir und wurden nicht von unpassender Kleidung abgelenkt. 

Welche Kleidung die passende ist, hängt auch vom Anlass, deiner Branche und dem Ziel des Videos ab. Für ein informatives Video auf deiner Webseite wirkt ein Casual Business Stil authentisch und zugänglich. Für eine Neujahrsansprache als Geschäftsführer greifst du eher zu einem klassischen Anzug. Und bei einem internen Schulungsvideo zur Arbeitssicherheit dürfen es auch mal Warnweste und Schutzhelm sein.

Du siehst: Deine Kleidung erzählt mit. Sie unterstützt subtil die Botschaft, die du transportieren möchtest und ist ein wesentlicher Faktor, der bestimmt, ob du vor der Kamera souverän wirkst.

Nimm zum Dreh am besten ein bis zwei Wechseloutfits mit. So kannst du schnell reagieren, falls etwas nicht passt oder nicht wie geplant wirkt. Außerdem bringt ein Outfitwechsel mehr Varianz in deine Videos, besonders dann, wenn du an einem Tag mehrere Formate aufzeichnest.

Über Uns: Startpunkt Media

Hi, wir sind Startpunkt Media, und wir unterstützen KMU, Gründer und Forschende dabei, bekannter zu werden und ihre Marke sichtbarer zu machen – beim Markteintritt, Produktlaunch oder Markenaufbau. Begonnen bei einer klaren Strategie bis zur multimedialen Umsetzung in Video, Text, Grafik und Storys, begleiten wir dich von der ersten Idee und helfen dir, sie auf die Straße zu bringen. 

Wir wollen nicht nur Agentur sein, sondern ein Mentor an deiner Seite auf dem Weg zu digitaler Kommunikation, die emotionale Werte vermittelt und echte Verbindungen aufbaut. Wenn du mehr zum Thema Wirkung vor der Kamera wissen willst, dann schau mal zu unserem Workshop Kamera & Präsenz oder nimm Kontakt mit uns auf!

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5 Fehler die dich deine Bekanntheit kosten

Als Unternehmen bekannter werden: 5 Fehler, die dich deine Bekanntheit kosten

Du willst deinen Bekanntheitsgrad erhöhen, mehr Aufmerksamkeit für dein Unternehmen gewinnen oder deinen Produktlaunch erfolgreich bekannt machen? Viele Gründer und Unternehmen stehen vor derselben Herausforderung: Sie haben ein großartiges Produkt, aber zu wenige Menschen wissen davon.

Doch wie wird dein Unternehmen bekannter? Und warum gelingt es manchen Marken scheinbar mühelos, ihre Sichtbarkeit am Markt zu verbessern, während andere trotz großem Aufwand kaum wahrgenommen werden?

Die Antwort liegt selten im fehlenden Budget oder dem falschen Produkt, sondern in typischen Kommunikationsfehlern. In diesem Artikel zeigen wir dir 5 typische Fehler, die dich in deiner Wahrnehmung ausbremsen und wie du sie vermeidest. 

Du hast ein tolles Produkt, aber zu wenige wissen davon? Unser Blogbeitrag gibt dir Tipps, wie dein Unternehmen und dein Angebot bekannter wird.

Fehler 1: Du bastelst zu lange am Produkt und gehst zu spät in die Kommunikation

Viele Gründer und Unternehmen tappen in dieselbe Falle: Sie tüfteln ewig an ihrem Produkt und vergessen dabei, rechtzeitig mit potenziellen Kunden zu sprechen. Die Gedanken dahinter sind meist folgende: 

❌ „Unser Produkt braucht erst noch Feature X, dann können wir loslegen.“

❌ „Erst wenn alles perfekt ist, zeigen wir es der Welt.“

❌ „Wenn ich als Gründer nicht zufrieden bin, schäme ich mich für mein Produkt.“

Was erst einmal logisch klingt, ist in Wahrheit ziemlich gefährlich. Denn während sich viele Gründer und Unternehmen im Feinschliff ihrer Produkte verlieren, verpassen sie eine ihrer größten Chancen: Wertvolle Zeit, um Vertrauen aufzubauen und die Sichtbarkeit am Markt anzukurbeln.

Während du noch am letzten Feature bastelst, hättest du längst anfangen können, über deine Idee zu sprechen und erste Interessenten zu gewinnen. In dieser Phase ist nicht Perfektion entscheidend, sondern Präsenz. Jede Woche, in der du nicht sichtbar bist, ist eine Woche, in der jemand anderes die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe bekommt.

Learning: Kommunikation beginnt lange bevor dein Produkt fertig ist. Bekanntheit entsteht nicht über Nacht; sie wächst mit jeder Geschichte, die du nach Außen trägst. Starte früh, sprich über deine Idee und gib deinem Unternehmen die nötige Zeit, um Vertrauen aufzubauen.

Fehler 2: Du bespielst zu viele Kanäle auf einmal

Wer bekannter werden will, sollte überall sichtbar sein, oder? Instagram, LinkedIn, Newsletter, Podcast, vielleicht noch ein bisschen TikTok dazu. Die Versuchung ist groß, denn viele Kanäle versprechen auf den ersten Blick mehr Reichweite. In der Praxis ist das aber oft kontraproduktiv. Wenn du versuchst, auf allen Kanälen gleichzeitig aktiv zu sein, passiert das meist ohne gesonderte Strategie und individuelle Anpassungen an den jeweiligen Kanal. Die Folge: die Qualität bleibt auf der Strecke und deine Botschaften verpuffen

Das Hauptproblem ist, dass dir der Fokus verloren geht. Jede Plattform folgt ihren eigenen Regeln und braucht eigentlich deine volle Aufmerksamkeit, um wirklich zu verstehen, wie deine Zielgruppe dort tickt, welche Formate funktionieren und wie du Vertrauen aufbauen kannst.

Gerade für Gründer oder Unternehmen mit einem neuen Produkt gilt: Lieber einen Kanal richtig gut machen, als fünf halbherzig. Wähle also einen vielversprechenden Kanal, auf dem deine Zielgruppe aktiv ist, und geh dort „all-in“. Lerne, wie die Plattform funktioniert, wie du mit deiner Community interagierst und was echten Mehrwert bietet. 

Learning: Konzentriere dich zunächst auf einen Kanal und gib dort dein Bestes. Erst wenn du diesen Kanal wirklich beherrschst (oder Unterstützung dafür hast), erschließt du dir den nächsten. Ganz nach dem Motto: erst fokussieren, dann skalieren.

Fehler 3: Du hängst zu sehr an deiner Marke

Wer seinen Markteintritt erfolgreich gestalten will, muss vor allem eins: schnell herausfinden, was funktioniert und was nicht. Mit welchem Kanal erreichen wir die Zielgruppe? Ist es überhaupt die richtige Zielgruppe? Und wirken unsere Botschaften? Da wir das am Anfang noch nicht weißt, musst du deine Hypothesen schnell testen, um frühestmöglich zu einem „Proof of Concept“ zu kommen.

Viele Unternehmen halten sich aber zu lange an der Frage auf „Passt das überhaupt zu unserer Marke?“ Da geht ein Post, eine neue Farbe, ein anderes Wording dann schnell mal durch mehrere Freigaberunden und wird mehrfach überarbeitet. Am Ende ist vielleicht alles perfekt und „on brand“, wird wegen geringer Reichweite aber eh kaum wahrgenommen. 

Deine Marke darf dich nicht davon abhalten, aktiv zu werden, schnell zu sein oder mutige Schritte zu gehen. Am Anfang zählt nicht Hochglanz-Kommunikation, sondern eher Geschwindigkeit und Lernbereitschaft. Später kannst du deine Marke immer noch schärfen und anpassen.

Learning: Sales first, brand later. Konzentriere dich zuerst auf das, was Umsatz bringt, nicht auf das „schöne Aussehen“. Teste früh, lerne schnell und passe deine Marke bei Bedarf dann auf Basis echter Erfahrungen an.

Fehler 4: Dir fehlt die Kontinuität

Bei Fehler 2 ging es darum, sich auf einen Kanal zu konzentrieren und dort richtig loszulegen. Doch wann ist der Moment gekommen, an dem man merkt, dass es nicht funktioniert und man doch besser den nächsten Kanal ausprobiert? Tatsächlich geben viele Unternehmen zu früh auf. Ein paar Wochen aktiv auf LinkedIn, drei Videos auf TikTok, vielleicht zwei, drei Blogartikel… und dann wird schon das ernüchternde Fazit gezogen: „Es hat ja nichts gebracht.“

Bekanntheit entsteht vor allem durch regelmäßige Präsenz. Es braucht zwischen 7 und 12 Kontaktpunkte bis du in die bewusste Wahrnehmung deiner Zielgruppe gelangst. Und selbst dann beobachten dich die Menschen erstmal eine Weile lang. Denn sie wollen dich besser verstehen und schauen, ob man dir vertrauen kann. 

All das braucht Zeit. Erstelle also erstmal mindestens 30 Inhalte (besser 50 oder 100) oder sammle 3 Monate intensive Erfahrungen, bevor du ein Urteil fällst. Erst dann bekommst du ein realistisches Bild davon, was funktioniert, welche Themen Resonanz erzeugen und wo du dich verbessern kannst.

Learning: Bleib dran, auch wenn die Ergebnisse erstmal auf sich warten lassen. Lass dich von deinem Weg (du erinnerst dich: „all-in“) nicht abbringen. Kontinuität ist das, was aus einer ersten Sichtbarkeit auf lange Sicht Vertrauen wachsen lässt.

Fehler 5: Du setzt alles auf eine große Maßnahme

Viele Unternehmen denken ihr Budget in einer großen Kampagne oder einem einmaligen Highlight, zum Beispiel in einem Imagefilm für 20.000 Euro. Die Hoffnung: Das Video geht ja dann viral und macht die Marke auf einen Schlag bekannt.

In der Realität funktioniert das leider selten. Ein einzelnes Video (so hochwertig es auch ist), ersetzt keine dauerhafte Präsenz. Wie viele teure Imagefilme dümpeln auf YouTube mit 268 Views vor sich hin? Das ist schade um deine große Investition.

Besser ist es, du denkst dein Budget in vielen kleinen, gezielten Inhalten. Beim Thema Video und Storys würden wir auf jeden empfehlen, statt in eine große, lieber in 50 kleine, kontinuierliche Maßnahmen zu investieren. Die Chance, dass eine einzelne Maßnahme übersehen wird, ist groß. An 50 kommt kaum jemand vorbei! So baut sich deine Bekanntheit Schritt für Schritt auf. 

Learning: Setze nicht alles auf eine Karte. Viele kleine Kontaktpunkte schlagen den einen großen Auftritt. Und sie zeigen deine Ausdauer, Ernsthaftigkeit und Beständigkeit am Markt. 

Infografik: Die 5 häufigsten Kommunikationsfehler, die Unternehmen daran hindern, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und sichtbar am Markt zu werden.

Fazit: Bekanntheit ist kein Sprint, sondern ein Marathon

Ganz gleich, ob du gerade gründest, dein Unternehmen bekannter machen willst oder mit einem neuen Angebot startest: wichtig ist, zu verstehen, dass Bekanntheit wachsen muss. Denn sie entsteht nicht in einem konkreten Moment, sondern kommt mit der Zeit und muss in den Köpfen der Menschen heranreifen und sich dort verankern.

Viele Unternehmen denken, sie brauchen den perfekten Auftritt bevor sie loslegen. In Wahrheit braucht es den Mut überhaupt erstmal rauszugehen. Nutze daher am besten schon während der Produktentwicklung 50% deiner Zeit für die Kommunikation nach außen. Vielleicht hilft dir der Gedanke: Was wäre, wenn zum Launch unserer Produkte schon 100 oder 1.000 Menschen auf einer Warteliste stehen? Ein guter Gedanke, oder?

Über Uns: Startpunkt Media

Hi, wir sind Startpunkt Media, und wir unterstützen Gründer und etablierte Unternehmen dabei, bekannter zu werden und ihre Marke sichtbarer zu machen. Begonnen bei einer klaren Strategie bis zur multimedialen Umsetzung in Video, Text, Grafik und Storys. Ob Markteintritt, Produktlaunch oder Markenaufbau: wir begleiten dich von der ersten Idee und helfen dir, sie auf die Straße zu bringen. 

Wir wollen nicht nur Agentur sein, sondern ein Mentor an deiner Seite auf dem Weg zu mehr Bekanntheit. Denn es ist uns wichtig, dass du selbst fit wirst in Themen der digitalen Kommunikation. Wenn du wissen willst, wie du deinen Bekanntheitsgrad steigern und deine Kommunikation selbstbewusst in die Hand nehmen kannst, dann nimm Kontakt mit uns auf!

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15 Minuten LinkedIn Routine

Die 15 Minuten LinkedIn Routine

Keine Zeit für LinkedIn? So aktivierst du dein Netzwerk mit wenig Aufwand

„Ich habe keine Zeit für LinkedIn!“ – kommt dir dieser Satz bekannt vor? Tatsächlich ist es für viele Unternehmer, Gründer oder Selbständige zeitlich nicht drin, 2-3 Beiträge pro Woche zu veröffentlichen. Da haben wir gute Nachrichten für dich: das musst du auch nicht. Um LinkedIn sinnvoll für dein Business zu nutzen, musst du weder ständig Beiträge schreiben noch pausenlos online sein. Mit nur 15 Minuten am Tag kannst du dein Netzwerk schon effektiv pflegen, Kontakte aktivieren und sichtbar bleiben. Auch wenn du mal nicht postest!

In diesem Beitrag zeigen wir dir eine einfache Tagesroutine für Unternehmer, Gründer oder Projektleiter, mit der du dein Netzwerk kontinuierlich pflegst und Beziehungen stärkst. Und das ganz ohne, dass es sich wie eine lästige Pflicht anfühlt. Für unsere Schritt-für-Schritt Routine gibt es auch eine kostenlose Infografik zum Download. Wenn du wissen willst, wie du Netzwerkpflege und Beziehungsaufbau auf LinkedIn trotz vollem Terminkalender meisterst, dann lies weiter!

In nur 15 Minuten täglichen zu einem aktiven Netzwerk und starken Beziehungen.

Warum 15 Minuten ausreichen

Vielleicht hast du auch schon mal solche Tipps gelesen: „Poste mindestens drei Mal pro Woche! Schreib jeden Tag 10 Kommentare! Vernetze dich mit 20 neuen Leuten!“ Im Unternehmeralltag hat jedoch kaum jemand die dafür benötigten Ressourcen. Ja, LinkedIn belohnt regelmäßige Aktivität, aber dabei gilt eine einfache Formel: Kontinuität schlägt Quantität.

Lieber täglich kurz reingeschaut und ein bisschen interagiert, als komplett abtauchen und einmal im Monat exzessiv posten. Wer also täglich kurz interagiert, sei es durch Kommentare, Nachrichten oder Beiträge, bleibt nicht nur im Gedächtnis seines Netzwerks, sondern auch im „Hirn des Algorithmus“.

Mit einer LinkedIn Routine in 15 Minuten erreichst du gleich mehrere Ziele:

  • Dein Netzwerk wird kontinuierlich erweitert.
  • Beziehungen werden aktiv gepflegt, ohne dass du jeden Tag Beiträge schreiben musst.
  • Du bleibst sichtbar bei bestehenden Kontakten und potenziellen Kunden.

Die 15-Minuten-LinkedIn-Routine im Überblick

In unserer Infografik siehst du die Routine in zwei einfachen Kategorien: Netzwerk erweitern (blau) und Netzwerk pflegen (grün). Die Zeiten sind bewusst kurzgehalten, damit du sie leicht in deinen Arbeitsalltag integrieren kannst.

Die 15-Minuten-LinkedIn-Routine. Am besten druckst du sie aus und hängst sie neben deinen Schreibtisch, dann wirst du täglich daran erinnert.

1. Netzwerk erweitern (ca. 4 Minuten)

1 Minute: Profilbesucher prüfen
Behalte im Blick, wer dein Profil besucht hat! Auf der linken Seite findest du dazu eine Liste deiner Profilbesucher (in der App musst du zunächst auf dein Profilbild klicken). Wenn du ein kostenloses Profil nutzt, werden dir die letzten 5 Besucher angezeigt. Schau unbedingt täglich, wer sich dein Profil angesehen hat, und vernetze dich mit der Person, wenn sie spannend für dich ist. Oder du startest ein Follow-up, wenn du die Person schon kennst.

2 Minuten: Kontaktanfragen senden
Erweitere dein Netzwerk kontinuierlich. Achte aber auf ein gesundes Wachstum, ohne es zu übertreiben. Wenn möglich, personalisiere die Kontaktanfragen mit einer individuellen Nachricht.

Wie findest du überhaupt neue Kontakte?

  • In den Empfehlungen: klicke dazu auf „Ihr Netzwerk“ und stöbere in den Vorschlägen
  • Unter deinen Beiträgen: wer kommentiert oder likt außerhalb deines Netzwerkes?
  • Direkte Suche: nach konkreten Namen oder Jobbezeichnungen
  • In deinem Feed: wo kommentieren deine Kontakte?
  • In Gruppen
  • In Events

1 Minute: Unternehmen folgen
Zeige Präsenz bei bestehenden oder potenziellen Kundenunternehmen. Oft interagieren auf Unternehmensseiten nur die eigenen Mitarbeiter. Deine Kommentare oder Likes können dich wieder ins Spiel bringen und Aufmerksamkeit erzeugen.

2. Netzwerk pflegen (ca. 11 Minuten)

5 Minuten: Nachrichten schreiben
Plane ausreichend Zeit für den Austausch über Nachrichten in deine tägliche Routine ein. Beantworte offene Nachrichten oder starte mal wieder einen Dialog mit bestehenden Kontakten. Du kannst auch Willkommens-Nachrichten an deine neuen Kontakte senden. All das kann Beziehungen stärken, ohne dass du aufwendig Content erstellen musst.

1 Minute: Geburtstage, Jubiläen und Jobwechsel feiern
Feiere die Erfolge und besonderen Tage deiner Kontakte! Du siehst einen Jobwechsel in deinem Feed? Gratuliere per Nachricht oder Kommentar. Hauptsache mit persönlichen Worten, denn damit zeigst du die größte Wertschätzung. Vermeide bitte die automatischen Antwortalternativen oder KI-Kommentare.

Unsere weitere Empfehlung: Aktiviere unbedingt die Anzeige von Geburtstagen in deinem Netzwerk. Das geht wie folgt: Klicke auf Einstellungen > Mitteilungen > Updates, um mit Ihrem Netzwerk in Kontakt zu bleiben > Geburtstage. Dort findest du auch andere Ereignisse aus deinem Netzwerk, über die du informiert werden kannst.

5 Minuten: aktuelle Beiträge kommentieren
Kommentare sind ein wahrer Reichweiten-Booster und ein Weg, sichtbar zu bleiben. Momentan berichten einige Creator, dass ihre Kommentare im Feed teilweise stärker ausgespielt werden als die eigenen Beiträge. Da mittlerweile auch die Impressionen von Kommentaren angezeigt werden, kannst du das genau vergleichen. Deswegen plane genug Zeit ein für das Interagieren mit aktuellen Beiträgen aus deinem Netzwerk.

Tipps für die nachhaltige Umsetzung deiner 15-Minuten-LinkedIn-Routine

Die LinkedIn Routine in 15 Minuten funktioniert nur, wenn sie regelmäßig angewendet wird. Damit du langfristig von den Vorteilen profitierst (mehr Sichtbarkeit, stärkere Beziehungen und ein aktives Netzwerk) helfen dir diese praktischen Tipps:

  1. Feste Zeit im Kalender einplanen
    Blocke dir täglich 15 Minuten für LinkedIn, z. B. morgens beim Kaffee, in der Mittagspause, im Zug oder am Ende des Arbeitstags. So wird die Routine zur Gewohnheit und du vergisst sie nicht zwischen Meetings und Projekten.
  2. Benachrichtigungen gezielt nutzen
    Aktiviere nur die wichtigsten Benachrichtigungen, z. B. neue Nachrichten, Geburtstage oder relevante Kommentare. So bleibst du informiert, ohne von LinkedIn abgelenkt zu werden.
  3. Vorlagen für Nachrichten bereithalten
    Kurze Standardtexte für Kontaktanfragen oder Glückwünsche sparen dir viel Zeit. So braucht es nur noch kleine Anpassungen, um authentisch und persönlich zu bleiben.
  4. Kontinuierlich anpassen und optimieren
    Beobachte, welche Aktionen am meisten Interaktion bringen. Passe deine Routine an Trends, neue Kontakte oder Veränderungen in deinem Netzwerk an, um immer effektiv sichtbar zu bleiben.

Fazit: Sichtbar bleiben auf LinkedIn – auch mit wenig Zeit

LinkedIn muss kein Zeitfresser sein. Mit nur 15 Minuten täglich kannst du Beziehungen pflegen und sichtbar bleiben. Kontinuierliche, gezielte Interaktionen können auf lange Sicht den Unterschied machen, ohne dich viel Zeit zu kosten. Denn die 15 Minuten am Tag summieren sich auf mehrere Stunden Sichtbarkeit im Monat. Noch mehr Tipps & Trick lernst du in unserem LinkedIn-Workshop für mehr Sichtbarkeit.

Bonus: 99 Content-Ideen für LinkedIn (Gratis-Whitepaper)

Vielleicht hast du beim Lesen gedacht: „Alles klar, 15 Minuten Routine kriege ich hin – aber ich will trotzdem auch eigene Beiträge veröffentlichen.“ Wenn da nicht die Frage wäre: Was soll ich denn eigentlich posten?

Genau dafür haben wir ein Geschenk für dich: Unser gratis Whitepaper mit 99 Content-Ideen für LinkedIn. Darin findest du konkrete Inspiration für unterschiedliche Formate:

  • Experten-Posts, mit denen du Vertrauen aufbaust
  • Persönliche Einblicke, die Sympathie wecken
  • Virale Elemente, die für mehr Reichweite sorgen
  • und Ideen für deine Unternehmensseite, damit auch dein Business sichtbar bleibt

Mit diesen 99 Content-Ideen gehen dir nie wieder die Themen aus und du kannst direkt loslegen!

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Case Study Dialogus

Case Study Dialogus e.V.: Digitale Bühne für ein analoges Handwerk

Wie ein bedrohtes Handwerk durch digitale Kreativität neues Publikum gewinnt.

Das Projekt wurde zur Makers United, eine Mitmachmesse für kreative Köpfe und innovative Technologien, in Chemnitz aufgeführt.

Kontext und Motivation

Das traditionelle Puppenspiel ist ein kulturelles Handwerk mit langer Geschichte und gleichzeitig ein gefährdetes Kulturgut. Immer weniger Menschen lernen oder erleben es aktiv, obwohl es erzählerisch, handwerklich und künstlerisch großes Potenzial bietet.

Durch ein von Aktion Mensch e.V. und Cultural Bridge gefördertes Projekt konnten wir eine neuartige Idee testen: Wie kann das klassische Puppenspiel neu gedacht werden und gleichzeitig digital, inklusiv und multimedial sein?

Das Ziel des Projektes

Das Projekt mit dem Namen „Everybody needs a puppet“ soll eine digitale Übersetzung einer analogen Kunstform sein. Gemeinsam haben wir folgende Ziele verfolgt:

  • Multimediales Format, das traditionelle Handarbeit und moderne Technik vereint.
  • Zugänglichkeit für neue Zielgruppen: durch technische Möglichkeiten Inklusion und Barrierefreiheit fördern.
  • Vorführungen zur Makers United, eine Mitmachausstellung für Kunst, Kultur und Technik.
  • Erhalt und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes „Puppenspiel“ als Teil der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025.

Umsetzung und Zusammenarbeit

Neben Dialogus haben wir mit Carolene Yawa Ada, eine Londoner Puppenspielerin und -bauerin, Ingeborg Weinberg, eine Puppenschnitzerin aus Hohnstein, und Pavel Ruzyak aus Prag, Geschichten-Entwickler für das Puppentheater, interdisziplinär und co-kreativ zusammengearbeitet.

Bei den Workshops und Aufführungen haben gleichermaßen Kinder, Erwachsene, behinderte und nicht-behinderte Personen mitgewirkt.

Unser Beitrag

Wir von Startpunkt Media waren für die technische Konzeption und Umsetzung des Projektes verantwortlich. Zum Auftakt des Projekts haben wir in zwei Workshop-Sessions gemeinsam verschiedene Bühnenaufbauten erprobt und uns virtuelle Bühnenbilder und Requisiten überlegt. Anschließend haben wir die virtuellen Hintergründe gestaltet sowie Animationen und Soundeffekte umgesetzt. Insgesamt sind 9 digitale Drehbücher mit jeweils mehreren Szenen entstanden.

Für den Einsatz auf der Messe haben wir ein technisches Setup entworfen und bereitgestellt, das den besonderen Anforderungen des Puppenspiels gerecht wird. Ein professionelles Mini-Studio bestehend aus zwei Kameras, Laptop mit Studio-Software, Greenscreen, Licht- und Mikrofontechnik.

Analoge Puppenbühne mit digitaler Greenscreen-Technik
Virtuelles Bild für das Publikum

Das Ergebnis

Zur Makers United, ein Festival für kreative Köpfe und innovative Technologien, präsentierten wir erstmals unseren Prototypen einer virtuellen Puppenbühne. Der Bühnenaufbau verband verschiedene Formen des Puppenspiels – Marionetten, Handpuppen und Table-Top-Puppen – mit moderner Greenscreen-Technik. Die Spielerinnen arbeiteten mit grünen Ganzkörperanzügen, so genannten Morphsuits, mit denen sie bequem stehen konnten, während sie im finalen Bild unsichtbar blieben.

Das technische Setup war so gestaltet, dass es den gesamten Entstehungsprozess sichtbar machte: Das Publikum verfolgte das digitale Bühnengeschehen auf einem großen Monitor, konnte aber jederzeit einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Spielerinnen live vor dem Greenscreen erleben. Dieser doppelte Blick lud zum Staunen ein und motivierte viele Besucher, die digitale Bühne selbst auszuprobieren

Die digitale Bühne bot zudem unterschiedliche Möglichkeiten für eine barrierefreie Vorstellung: Untertitelung, Gebärdendolmetschen, Audiobeschreibung, Audioverstärkung und eine einfache Bedienung der Bühnenbilder über ein programmierbares, bebildertes Steuerpult. So konnten Kinder, Erwachsene, behinderte und nicht-behinderte Personen gleichermaßen Teil der Aufführungen werden.

Wirkung und Mehrwert

Mit dem Projekt „Everybody needs a puppet“ ist es uns gelungen, das analoge Puppenspiel mit virtuellen Bühnenbildern zu vereinen und eine Puppenbühne 2.0 zu entwickeln: visuell frisch und an heutige Sehgewohnheiten angepasst. Gleichzeitig bewahren wir die Werte des klassischen Puppenspiels: Haptik, Erzählkunst und Interaktion mit dem Publikum.

Wir konnten aufzeigen, dass analoge und digitale Kunst keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzen. Statt der bisher statischen Welt, konnte das digitale Puppenspiel dank technischer Möglichkeiten ganz neue Freiheiten gewinnen und wurde letztlich zum Erlebnisraum für alle Menschen.

Unser Fazit

Wir glauben: Technik ist nicht nur dazu da, um das analoge Handwerk zu konservieren, sondern durch die neuen Möglichkeiten zu transformieren, es digitaler, inklusiver und
zugänglicher zu machen
. Und dadurch völlig neu erlebbar. Wir von Startpunkt Media verstehen die Digitalisierung nicht als Selbstzweck sondern als Multiplikator an Möglichkeiten

Mit digitalen Medien lassen sich analoge Welten neu entdecken, die Sichtbarkeit erhöhen und eine breitere Akzeptanz schaffen für Kulturgüter, die vielleicht bald in Vergessenheit geraten.

Startpunkt Media hat offen, kreativ und zielgerichtet die vielfältigen Aspekte des Projektes umgesetzt und ein wunderbares Ergebnis geschaffen, das Inklusion, Tradition und Digitales verbindet.

Jan Haubensak
Projektleiter, Dialogus – Kulturelle Vielfalt leben e.V.

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