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Was dir keiner über LinkedIn sagt: 7 LinkedIn Mythen aufgelöst

Was dir keiner über LinkedIn sagt: 7 LinkedIn Mythen aufgelöst

LinkedIn gilt für viele als unverzichtbarer Kanal im Marketing-Mix. Und gleichzeitig stolpere ich immer wieder über angestaubte Denkmuster und Mythen rund um Impressionen, Unternehmensseiten oder KI-Content. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen zu Dingen, die dir keiner über LinkedIn sagt. Ich zeige dir 7 verbreitete LinkedIn Mythen und kläre auf, was wirklich dahintersteckt. Hast du diese Mythen einmal aufgelöst, wirst du LinkedIn als Gründer, Selbständige oder Unternehmen viel gezielter für dich nutzen.

Glaubst du an diese verbreiteten Denkfehler? Diese 7 LinkedIn Mythen kannst du getrost vergessen!

Mythos 1: Impressionen = erreichte Menschen

Impressionen sind wahrscheinlich die beliebteste Kennzahl, wenn es darum geht, die Performance von Beiträgen zu bewerten oder sich mit anderen Creatorn zu vergleichen. 

Wie oft habe ich schon gelesen: „Meine Beiträge haben dieses Jahr 1 Mio. Menschen erreicht!“ Dazu ein Screenshot, der die 1 Mio. Impressionen zeigt. Aber hier muss ich kurz bremsen: sehr wahrscheinlich hast du keine Million Menschen erreicht. Und ich erkläre dir auch, warum.

Zuerst die Frage: Was sind Impressionen eigentlich? LinkedIn selbst definiert sie als: „Wie oft dein Beitrag auf LinkedIn angezeigt wurde.“

Was genau „angezeigt“ bedeutet, bleibt allerdings offen. Vermutlich reicht ein kurzes Vorbeiscrollen (auch ohne auf „Mehr anzeigen“ zu klicken) schon aus. Wichtig ist aber: Impressionen beziehen sich nicht auf einzelne Personen. Denn eine einzelne Person kann deinen Beitrag auch mehrfach sehen und jede dieser Ansichten erhöht die Impressionen. 

Deshalb stellt LinkedIn eine zweite Kennzahl bereit: „Erreichte Mitglieder“. Diese Zahl zeigt an, wie viele unterschiedliche, also individuelle Mitglieder deinen Beitrag wirklich gesehen haben. Übrigens: Für beide Zahlen weist die Plattform darauf hin, dass es sich um Schätzwerte handelt. Die tatsächliche Zahl kann also abweichen.

Und noch etwas wird gerne übersehen: Mit deinem nächsten Beitrag erreichst du selten komplett neue Menschen, sondern wieder eine ähnliche Gruppe an Menschen, nämlich hauptsächlich deine Kontakte und Follower. Diese Reichweiten lassen sich also nicht einfach über das Jahr aufsummieren.

Der Unterschied wird in den Analytics sichtbar: Aus meiner eigenen Auswertung liegt die Zahl der erreichten Mitglieder pro Post meist nur bei etwa 40–60 % der Impressionen. In der Jahresauswertung schrumpft dieser Anteil sogar auf ungefähr 10–15 %. Wer also stolz mit „1 Mio. Impressionen“ argumentiert, hat in Wirklichkeit möglicherweise „nur“ rund 100.000 Menschen erreicht.

Mythos 2: Für LinkedIn reicht eine Unternehmensseite

Ich begegne immer noch häufig der Annahme, dass eine gut gepflegte Unternehmensseite ausreicht, um auf LinkedIn sichtbar zu werden. Ein Blick in aktuelle Daten zeichnet jedoch ein anderes Bild: Laut Algorithmus-Report von LinkedIn-Experte Richard van der Blom stammen von 100 sichtbaren Beiträgen im Schnitt gerade einmal zwei von Unternehmensseiten.

Warum ist das so?

LinkedIn ist und bleibt ein soziales Netzwerk. Und soziale Netzwerke leben vom Austausch zwischen Menschen. Genau diesen Austausch bevorzugt auch der Algorithmus. Beiträge von Personenprofilen bekommen deshalb in der Regel mehr Reichweite, mehr Interaktion und letztlich auch mehr Vertrauen.

Ich empfehle deshalb fast immer: Wenn möglich, lasst eure Mitarbeiter sprechen. Wenn Menschen aus dem Unternehmen ihre Perspektiven teilen, geben sie der Marke ein Gesicht. Sie machen Botschaften greifbarer, persönlicher und glaubwürdiger als jede noch so gut formulierte Corporate-Copy.

Viele Administratoren von Unternehmensseiten setzen stattdessen darauf, dass „die Mitarbeiter den Beitrag ja einfach teilen können“. In der Praxis bringt das jedoch so gut wie nichts. LinkedIn bevorzugt eindeutig originäre Beiträge gegenüber geteilten Inhalten. Ein Share erzeugt meist nur einen Bruchteil der Reichweite eines eigenen Posts. Genau deshalb lohnt es sich, Mitarbeiter zu ermutigen, eigene Gedanken, Erfahrungen und Einblicke zu veröffentlichen, statt ausschließlich Unternehmensbeiträge weiterzureichen. Ein individueller Beitrag mit persönlichem Kontext schlägt fast immer das reine Teilen.

An dieser Stelle höre ich häufig die Sorge: „Was ist denn, wenn diese Mitarbeiter das Unternehmen irgendwann verlassen?“ Meine Erfahrung: Das ist kein Grund, die Sichtbarkeit nur auf einen „anonymen“ Account zu beschränken. Unternehmen sind keine statischen Gebilde. Neue Menschen kommen dazu, neue Stimmen entstehen. Wer heute Wissen und Sichtbarkeit aufbaut, zahlt trotzdem langfristig auf die Marke ein.

Sind Unternehmensseiten damit überflüssig? Ganz im Gegenteil! Sie bleiben ein wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix, als offizieller Absender, als Content-Hub, als Ort für Stellenanzeigen und strukturierte Informationen. Aber sie entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn sie von aktiven Menschen im Unternehmen ergänzt werden.

Mythos 3: Hashtags bringen mehr Reichweite

In den 00er und bis in die 10er Jahre sahen Feeds in den sozialen Medien noch anders aus: sie beinhalteten nur Beiträge von Personen oder Seiten, die wir auch abonniert haben. Neue Inhalten konnten wir beispielsweise über Hashtags entdecken, die Beiträge thematisch einordnen. (Ich erinnere mich noch daran, wie ich 2016 mit meinem neuen Instagram Account täglich den Hashtag #lostplaces gierig nach neuen Inhalten durchforstet habe, bis ich bei den Beiträgen vom Vortag angelangt war).

Heute funktionieren die meisten Plattformen grundlegend anders – so auch LinkedIn. Der Feed ist personalisiert, algorithmisch kuratiert und stark verhaltensbasiert. Wir sehen Beiträge, weil Menschen aus unserem Netzwerk sie liken, kommentieren oder weil LinkedIn vermutet, dass sie zu unseren Interessen passen.

Gleichzeitig hat sich unser eigenes Nutzungsverhalten verändert. Durch permanente Content-Beschallung und Endlos-Scroll-Feeds suchen wir immer seltener aktiv nach neuen Beiträgen. Frag dich mal selbst: Wann hast du zuletzt bewusst nach #Innovation gesucht? Ich tippe mal auf nie.

Ich habe mein eigenes Verhalten mal reflektiert und gemerkt: Es gab nur eine konkrete Situation, in der ich nach einem Hashtag gesucht habe (was mittlerweile auch schon wieder Jahre her ist): Es war bei einer Messe, als ich sehen wollte, wer noch vor Ort ist, was andere teilen und mit welchen Personen sich eine Vernetzung lohnt. Für den alltäglichen Content-Konsum spielen Hashtags für mich jedenfalls keine Rolle mehr.

LinkedIn hat inzwischen selbst bestätigt, dass Hashtags keine zusätzliche Reichweite erzeugen. Sie helfen bei der thematischen Einordnung eines Beitrags, sind aber kein Reichweitenhebel mehr. Das bedeutet nicht, dass Hashtags komplett sinnlos sind. Bei Events oder als individueller Hashtag einer Personal Brand können sie durchaus hilfreich sein. Wer jedoch glaubt, mit der richtigen Hashtag-Kombination die Sichtbarkeit eines Beitrags signifikant steigern zu können, folgt einem überholten Aberglaube.

Mythos 4: Meine Beiträge kann ich doch jetzt mit KI schreiben!

Auf LinkedIn nehmen KI-generierte Inhalte spürbar zu. Viele Texte klingen plötzlich erstaunlich ähnlich. Sie arbeiten mit denselben Formatierungen, Dramaturgien und Floskeln wie „mit Haltung“, „mit Wirkung“, „nicht laut, sondern leise“. 

Bei Bildern sieht es kaum anders aus. Beige Comic-Illustrationen, glattgebügelte KI-Portraits und Infografiken mit haufenweise Rechtschreibfehlern. (Wurde man doch früher schon für einen einzigen in den Kommentaren getadelt.)

Manchmal wirkt es, als wäre Social Media zum Trainingslager für KI-generierten Quatsch geworden. Irgendwie sollen alle KI nutzen, aber keiner will die Ergebnisse sehen.

So wie wir über die Zeit vollgepackte PowerPoint-Folien müde geworden sind, schalten wir heute bei KI-Inhalten ab. Wir wollen einfach keine Aufmerksamkeit verschwenden an Inhalte, die bei der Erstellung selbst keine Aufmerksamkeit bekommen haben.

Die Konsequenz wird bereits deutlich: Viele Menschen ziehen sich innerlich zurück. Sie kommentieren weniger, lesen selektiver und sehnen sich stärker nach einem richtigen, zwischenmenschlichen Austausch.

Das soll nicht heißen, dass du komplett auf KI verzichten sollst. Im Gegenteil: nutze künstliche Intelligenz gerne als Werkzeug, aber niemals als Ergebnis! Für LinkedIn braucht es jetzt mehr als zuvor Beiträge mit deinen Erfahrungen, deiner Persönlichkeit oder auch mal deinen Umgang mit Rückschlägen.

Mythos 5: Beiträge werden in Echtzeit angezeigt.

Hast du schon einmal einen Beitrag gesehen, der auf ein spannendes Event oder Webinar aufmerksam macht und gerade als du dich anmelden willst, merkst du, dass der Termin schon vorbei ist?

Viele glauben, dass ihr Beitrag ihrem Netzwerk in dem Moment gezeigt wird, in dem er veröffentlicht wird. Das stimmt allerdings nicht. LinkedIn priorisiert Inhalte nach Relevanz und Interaktion. Der Feed ist personalisiert und dynamisch. Je nachdem, wie aktiv dein Netzwerk ist und wie viele Inhalte täglich veröffentlicht werden, zeigt dir dein Feed auch Beiträge an, die eine, zwei oder sogar drei Wochen alt sind.

Wer also denkt: „Ich poste schnell noch etwas zu unserem Event morgen“, riskiert, dass ein relevanter Teil des Netzwerks den Beitrag erst sieht, wenn das Event längst vorbei ist. Gerade bei Webinaren, Bewerbungsfristen oder zeitlich begrenzten Angeboten bleibt dadurch viel Potenzial ungenutzt.

Wenn ich einen konkreten Termin bewerben möchte, hat sich für mich folgende Dramaturgie bewährt:

  1. Eine frühzeitige Ankündigung vier Wochen vorher.
  2. Ein Beitrag mit klarem Mehrwert und Nutzenargumentation für die Zielgruppe zwei bis drei Wochen vorher.
  3. Einen Reminder oder „Last Call“ mind. eine Woche vor dem Termin.

Wer dieses „zeitversetzte Posten“ berücksichtigt und seine Inhalte zeitlich klug plant, kann das Potenzial von LinkedIn bestmöglich ausschöpfen, statt sich im Nachhinein über vermeintlich fehlende Reichweite oder Conversions zu wundern. 

Mythos 6: Wer mich googelt, landet sowieso auf meiner Website

Viele Unternehmer, Selbständige oder Gründerinnen erstellen ein LinkedIn-Profil, füllen es rudimentär aus und oft genug passiert danach dann genau das: Gar nichts. Sie lassen ihr Profil einfach bestehen. Es existiert zwar, spielt im Alltag aber kaum eine Rolle oder wird komplett vergessen.

Nicht weiter schlimm, oder? Nicht ganz, denn ein wichtiger Punkt wird häufig übersehen: Sucht man deinen Namen bei Google, tauchen LinkedIn-Profile erstaunlich weit oben auf. Häufig sind sie sogar der allererste Treffer! Das heißt, sie werden noch vor deiner eigenen Website angezeigt. Wer also nach deinem Namen sucht, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit zuerst dort.

Und genau in diesem Moment entscheidet sich der (allseits bekannte und in dem Fall oft gefürchtete) erste Eindruck. Wenn das Profil unvollständig wirkt, seit Jahren nicht aktualisiert wurde oder wenig darüber verrät, wofür du eigentlich stehst, kann die Geschichte an dieser Stelle schnell zu Ende sein.

Viele unterschätzen, wie häufig solche kurzen Recherche-Momente stattfinden: Ein potenzieller Kunde, ein Journalist, ein möglicher Geschäftspartner oder auch ein Bewerber sucht nach deinem Namen, klickt auf das erste Ergebnis und verschafft sich innerhalb weniger Sekunden ein Bild von dir.

LinkedIn ist deshalb weit mehr als nur ein Netzwerk zum Teilen von Inhalten. Für viele ist die Plattform der Ort, an dem man zuerst nachsieht, um herauszufinden, mit wem man es zu tun hat. Gerade für Selbstständige und Solopreneure lohnt es sich deshalb, das eigene Profil regelmäßig aus der Perspektive eines Außenstehenden zu betrachten, um keine Chancen zu verschenken.

Mythos 7: Impressionen, Likes und Kommentare bestimmen den Erfolg

Viele messen ihren Erfolg auf LinkedIn an dem, was direkt sichtbar ist: Impressionen, Likes und Kommentare. Klar, denn immerhin sind diese Zahlen greifbar und lassen sich leicht vergleichen und auswerten. Gleichzeitig entsteht aber auch schnell der Eindruck: Wenn wenig passiert, funktioniert mein Content nicht.

Was dabei oft übersehen wird: Der größte Teil der Plattform verhält sich still. Schätzungen zufolge erstellen nur etwa ein Prozent der LinkedIn-Nutzer regelmäßig eigene Inhalte. Der überwiegende Teil liest mit, beobachtet, bildet sich eine Meinung, aber ohne selbst aktiv zu werden. Ich nenne sie immer gern die „schweigende Masse“.

Ich erlebe das tatsächlich auch immer wieder. Menschen melden sich bei mir, beziehen sich auf Beiträge, die ich vor Wochen oder Monaten veröffentlicht habe, und sagen dann Sätze wie: „Ich lese schon länger mit“ oder „Ich verfolge deine Inhalte schon eine ganze Weile“. Viele dieser Personen haben vorher nie einen meiner Beitrag geliked oder kommentiert.

Soll heißen: Die eigentliche Wirkung ist leider nicht so leicht messbar, wie Likes oder Kommentare und entsteht oft außerhalb der Plattform. Aus meiner Erfahrung sind es selten die Menschen, die regelmäßig liken oder kommentieren, die später zu Kunden werden. Viel häufiger sind es diejenigen, die sich im Hintergrund halten. Wenn man sich das bewusst macht, verändert sich auch der Blick auf die eigenen Inhalte.

Es geht weniger darum, möglichst viele Reaktionen zu erzeugen, sondern mehr darum, über längere Zeit präsent zu sein, Vertrauen aufzubauen und im richtigen Moment in Erinnerung zu bleiben. Und genau dafür ist LinkedIn doch wunderbar geeignet.

Bonus Mythos: Sichtbarkeit erreicht man nur über eigene Beiträge

„Ich habe keine Zeit eigene Beiträge für LinkedIn zu schreiben, deswegen bin ich dort auch nicht aktiv.“ So oder so ähnlich höre ich das von vielen Unternehmern. Mit dieser Aussage schwingt ein Bedenken mit: Nämlich, dass sich nur eigene Beiträge lohnen, um etwas auf LinkedIn zu erreichen.

Das ist aber absolut nicht so! Es gibt einige Aktivitäten, mit denen du Sichtbarkeit aufbauen kannst, ohne eigene Beiträge zu schreiben und ohne viel Zeit aufzuwenden. Ich habe sie in meinem Beitrag über die 15 Minuten LinkedIn Routine inkl. Infografik zum Download zusammen gefasst. Hier nur ein paar der Möglichkeiten:

  • Kommentare schreiben
  • Geburtstagsnachrichten senden
  • Profile durchstöbern

Über die Autorin

Hi, ich bin Sandy, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Startpunkt Media, einer Medienagentur aus Mittweida, die sich auf Marketingstrategie und Medienproduktionen spezialisiert hat. Seit über 8 Jahren bin ich mittlerweile bei LinkedIn aktiv und weiß, wie man ein starkes Netzwerk aufgebaut und über die Plattform potenzielle Kunden sanft zur Kaufentscheidung begleitet – ganz ohne nervige Akquise. 

Ich liebe es mein Wissen zu teilen und schenke dir gerne mein kostenloses Whitepaper zu „99 Content-Ideen für LinkedIn“.

Ob als Start für selbständige Frauen oder bei der regelmäßigen Content-Unterstützung für Abteilungsleiter und Geschäftsführer: ich begleite Unternehmer gerne auf dem Weg zu mehr Sichtbarkeit. Lass uns doch mal über deine Ziele sprechen und nimm Kontakt mit mir auf!

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15 Minuten LinkedIn Routine

Die 15 Minuten LinkedIn Routine

Keine Zeit für LinkedIn? So aktivierst du dein Netzwerk mit wenig Aufwand

„Ich habe keine Zeit für LinkedIn!“ – kommt dir dieser Satz bekannt vor? Tatsächlich ist es für viele Unternehmer, Gründer oder Selbständige zeitlich nicht drin, 2-3 Beiträge pro Woche zu veröffentlichen. Da haben wir gute Nachrichten für dich: das musst du auch nicht. Um LinkedIn sinnvoll für dein Business zu nutzen, musst du weder ständig Beiträge schreiben noch pausenlos online sein. Mit nur 15 Minuten am Tag kannst du dein Netzwerk schon effektiv pflegen, Kontakte aktivieren und sichtbar bleiben. Auch wenn du mal nicht postest!

In diesem Beitrag zeigen wir dir eine einfache Tagesroutine für Unternehmer, Gründer oder Projektleiter, mit der du dein Netzwerk kontinuierlich pflegst und Beziehungen stärkst. Und das ganz ohne, dass es sich wie eine lästige Pflicht anfühlt. Für unsere Schritt-für-Schritt Routine gibt es auch eine kostenlose Infografik zum Download. Wenn du wissen willst, wie du Netzwerkpflege und Beziehungsaufbau auf LinkedIn trotz vollem Terminkalender meisterst, dann lies weiter!

In nur 15 Minuten täglichen zu einem aktiven Netzwerk und starken Beziehungen.

Warum 15 Minuten ausreichen

Vielleicht hast du auch schon mal solche Tipps gelesen: „Poste mindestens drei Mal pro Woche! Schreib jeden Tag 10 Kommentare! Vernetze dich mit 20 neuen Leuten!“ Im Unternehmeralltag hat jedoch kaum jemand die dafür benötigten Ressourcen. Ja, LinkedIn belohnt regelmäßige Aktivität, aber dabei gilt eine einfache Formel: Kontinuität schlägt Quantität.

Lieber täglich kurz reingeschaut und ein bisschen interagiert, als komplett abtauchen und einmal im Monat exzessiv posten. Wer also täglich kurz interagiert, sei es durch Kommentare, Nachrichten oder Beiträge, bleibt nicht nur im Gedächtnis seines Netzwerks, sondern auch im „Hirn des Algorithmus“.

Mit einer LinkedIn Routine in 15 Minuten erreichst du gleich mehrere Ziele:

  • Dein Netzwerk wird kontinuierlich erweitert.
  • Beziehungen werden aktiv gepflegt, ohne dass du jeden Tag Beiträge schreiben musst.
  • Du bleibst sichtbar bei bestehenden Kontakten und potenziellen Kunden.

Die 15-Minuten-LinkedIn-Routine im Überblick

In unserer Infografik siehst du die Routine in zwei einfachen Kategorien: Netzwerk erweitern (blau) und Netzwerk pflegen (grün). Die Zeiten sind bewusst kurzgehalten, damit du sie leicht in deinen Arbeitsalltag integrieren kannst.

Die 15-Minuten-LinkedIn-Routine. Am besten druckst du sie aus und hängst sie neben deinen Schreibtisch, dann wirst du täglich daran erinnert.

1. Netzwerk erweitern (ca. 4 Minuten)

1 Minute: Profilbesucher prüfen
Behalte im Blick, wer dein Profil besucht hat! Auf der linken Seite findest du dazu eine Liste deiner Profilbesucher (in der App musst du zunächst auf dein Profilbild klicken). Wenn du ein kostenloses Profil nutzt, werden dir die letzten 5 Besucher angezeigt. Schau unbedingt täglich, wer sich dein Profil angesehen hat, und vernetze dich mit der Person, wenn sie spannend für dich ist. Oder du startest ein Follow-up, wenn du die Person schon kennst.

2 Minuten: Kontaktanfragen senden
Erweitere dein Netzwerk kontinuierlich. Achte aber auf ein gesundes Wachstum, ohne es zu übertreiben. Wenn möglich, personalisiere die Kontaktanfragen mit einer individuellen Nachricht.

Wie findest du überhaupt neue Kontakte?

  • In den Empfehlungen: klicke dazu auf „Ihr Netzwerk“ und stöbere in den Vorschlägen
  • Unter deinen Beiträgen: wer kommentiert oder likt außerhalb deines Netzwerkes?
  • Direkte Suche: nach konkreten Namen oder Jobbezeichnungen
  • In deinem Feed: wo kommentieren deine Kontakte?
  • In Gruppen
  • In Events

1 Minute: Unternehmen folgen
Zeige Präsenz bei bestehenden oder potenziellen Kundenunternehmen. Oft interagieren auf Unternehmensseiten nur die eigenen Mitarbeiter. Deine Kommentare oder Likes können dich wieder ins Spiel bringen und Aufmerksamkeit erzeugen.

2. Netzwerk pflegen (ca. 11 Minuten)

5 Minuten: Nachrichten schreiben
Plane ausreichend Zeit für den Austausch über Nachrichten in deine tägliche Routine ein. Beantworte offene Nachrichten oder starte mal wieder einen Dialog mit bestehenden Kontakten. Du kannst auch Willkommens-Nachrichten an deine neuen Kontakte senden. All das kann Beziehungen stärken, ohne dass du aufwendig Content erstellen musst.

1 Minute: Geburtstage, Jubiläen und Jobwechsel feiern
Feiere die Erfolge und besonderen Tage deiner Kontakte! Du siehst einen Jobwechsel in deinem Feed? Gratuliere per Nachricht oder Kommentar. Hauptsache mit persönlichen Worten, denn damit zeigst du die größte Wertschätzung. Vermeide bitte die automatischen Antwortalternativen oder KI-Kommentare.

Unsere weitere Empfehlung: Aktiviere unbedingt die Anzeige von Geburtstagen in deinem Netzwerk. Das geht wie folgt: Klicke auf Einstellungen > Mitteilungen > Updates, um mit Ihrem Netzwerk in Kontakt zu bleiben > Geburtstage. Dort findest du auch andere Ereignisse aus deinem Netzwerk, über die du informiert werden kannst.

5 Minuten: aktuelle Beiträge kommentieren
Kommentare sind ein wahrer Reichweiten-Booster und ein Weg, sichtbar zu bleiben. Momentan berichten einige Creator, dass ihre Kommentare im Feed teilweise stärker ausgespielt werden als die eigenen Beiträge. Da mittlerweile auch die Impressionen von Kommentaren angezeigt werden, kannst du das genau vergleichen. Deswegen plane genug Zeit ein für das Interagieren mit aktuellen Beiträgen aus deinem Netzwerk.

Tipps für die nachhaltige Umsetzung deiner 15-Minuten-LinkedIn-Routine

Die LinkedIn Routine in 15 Minuten funktioniert nur, wenn sie regelmäßig angewendet wird. Damit du langfristig von den Vorteilen profitierst (mehr Sichtbarkeit, stärkere Beziehungen und ein aktives Netzwerk) helfen dir diese praktischen Tipps:

  1. Feste Zeit im Kalender einplanen
    Blocke dir täglich 15 Minuten für LinkedIn, z. B. morgens beim Kaffee, in der Mittagspause, im Zug oder am Ende des Arbeitstags. So wird die Routine zur Gewohnheit und du vergisst sie nicht zwischen Meetings und Projekten.
  2. Benachrichtigungen gezielt nutzen
    Aktiviere nur die wichtigsten Benachrichtigungen, z. B. neue Nachrichten, Geburtstage oder relevante Kommentare. So bleibst du informiert, ohne von LinkedIn abgelenkt zu werden.
  3. Vorlagen für Nachrichten bereithalten
    Kurze Standardtexte für Kontaktanfragen oder Glückwünsche sparen dir viel Zeit. So braucht es nur noch kleine Anpassungen, um authentisch und persönlich zu bleiben.
  4. Kontinuierlich anpassen und optimieren
    Beobachte, welche Aktionen am meisten Interaktion bringen. Passe deine Routine an Trends, neue Kontakte oder Veränderungen in deinem Netzwerk an, um immer effektiv sichtbar zu bleiben.

Fazit: Sichtbar bleiben auf LinkedIn – auch mit wenig Zeit

LinkedIn muss kein Zeitfresser sein. Mit nur 15 Minuten täglich kannst du Beziehungen pflegen und sichtbar bleiben. Kontinuierliche, gezielte Interaktionen können auf lange Sicht den Unterschied machen, ohne dich viel Zeit zu kosten. Denn die 15 Minuten am Tag summieren sich auf mehrere Stunden Sichtbarkeit im Monat.

Bonus: 99 Content-Ideen für LinkedIn (Gratis-Whitepaper)

Vielleicht hast du beim Lesen gedacht: „Alles klar, 15 Minuten Routine kriege ich hin – aber ich will trotzdem auch eigene Beiträge veröffentlichen.“ Wenn da nicht die Frage wäre: Was soll ich denn eigentlich posten?

Genau dafür haben wir ein Geschenk für dich: Unser gratis Whitepaper mit 99 Content-Ideen für LinkedIn. Darin findest du konkrete Inspiration für unterschiedliche Formate:

  • Experten-Posts, mit denen du Vertrauen aufbaust
  • Persönliche Einblicke, die Sympathie wecken
  • Virale Elemente, die für mehr Reichweite sorgen
  • und Ideen für deine Unternehmensseite, damit auch dein Business sichtbar bleibt

Mit diesen 99 Content-Ideen gehen dir nie wieder die Themen aus und du kannst direkt loslegen!

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Case Study InnoAcademy 4 School

Case Study InnoAcademy 4 School: Mediale begleitung für 1 Jahr

Wie die InnoAcademy 4 School durch eine kontinuierliche Medienerstellung ihre Reichweite nachhaltig steigert.

Das Unternehmen

InnoAcademy 4 School – Wenn Zukunft neue Wege geht

Die InnoAcademy 4 School setzt sich dafür ein, junge Menschen frühzeitig mit der Arbeitswelt vertraut zu machen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen können im
Rahmen von GTA-Programmen konkrete Aufgaben von Unternehmen aus Mittelsachsen bearbeitet werden. Auf diese Weise erhalten die Schüler praktische Einblicke in verschiedene Berufe und knüpfen frühzeitig Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern für Praktika oder Ausbildungsplätze.

Die Herausforderung

1 Projekt – 5 Zielgruppen

Die InnoAcademy 4 School ist ein völlig neuartiges Projekt, das es in dieser Form bisher nicht gab. Eine der größten Herausforderungen besteht deshalb darin, ein grundlegendes Verständnis für das Konzept zu schaffen und Menschen für die Idee zu begeistern.

Gleichzeitig richtet sich die Kommunikation an eine Vielzahl unterschiedlicher Zielgruppen: Unternehmen, Schulen, Schüler und ihre Eltern. Auch Projektverantwortliche und
Fördermittelgeber erwarten regelmäßige Einblicke in den Projektfortschritt. Jede dieser Zielgruppen hat unterschiedliche Bedürfnisse und muss anders angesprochen werden. Um Skepsis abzubauen und Vertrauen aufzubauen, war es entscheidend, frühzeitig erste Erfolge sichtbar zu machen.

Projektleiter Patrick Mehner stand dabei vor der Aufgabe, mit begrenzten Ressourcen zu arbeiten und diese so effizient wie möglich einzusetzen.

Die Lösung

Langfristige Medienbegleitung für mehr Sichtbarkeit und Vertrauen

Für den Projektleiter Patrick Mehner war schnell klar: Der hohe Kommunikationsaufwand rund um die InnoAcademy 4 School lässt sich neben dem laufenden Tagesgeschäft nicht allein stemmen. Deshalb holte er sich gezielt Unterstützung durch Kommunikationsexperten, die die gewünschte Qualität und Regelmäßigkeit liefern. 

Statt das Budget in teure Einzelmaßnahmen, wie Imagefilme oder aufwendig gestaltete Broschüren zu investieren, entschied sich der Projektleiter bewusst für eine kontinuierliche Medienstrategie. Sein Ansatz: Nicht vereinzelte Maßnahmen mit kurzem Effekt, sondern ein durchdachtes, langfristig wirkendes Kommunikationsnetz aus vielen Elementen, die sich gegenseitig stärken und auf die Gesamtwirkung des Projekts einzahlen.

Dazu zählen:

  • LinkedIn Präsenz: Wöchentliche Beiträge zur Erhöhung der Sichtbarkeit
  • Webseite: Ansprechendes Design für Schüler und Unternehmen
  • Videoproduktionen: Für echte Stimmen aus dem Projekt
  • Corporate Design: Logoentwicklung und einheitlicher Markenauftritt
  • Präsentations-Coaching: Stärkung der Wirkung in Gesprächen

Die Umsetzung

Medienstrategie und vielseitiger Content

Für einen einheitlichen Markenauftritt auf LinkedIn haben wir Logo, Corporate Design und Bildsprache entwickelt.

Auf dem Weg zu mehr Reichweite holte sich die InnoAcademy 4 School die Expertise von Startpunkt Media an Bord. Ziel der Zusammenarbeit war es, Maßnahmen zu finden und Inhalte zu erstellen, um die Projekt- und Kommunikationsziele effizient zu erreichen, ohne den Projektleiter im operativen Tagesgeschäft zusätzlich zu belasten. Ein wichtiger Startpunkt war die Entwicklung eines Corporate Designs, das die Werte der InnoAcademy 4 School sichtbar macht und ihr einen frischen Look verleiht.

Die Zusammenarbeit besteht nun seit über einem Jahr und umfasst regelmäßige Medienproduktionen von Text, Bild, Infografiken und Bewegtbild. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem LinkedIn-Kanal, der nicht nur aktuelle Einblicke in das Projekt gibt, sondern Patrick Mehner auch überregional als engagierten Projektleiter positioniert.

Das Ergebnis

Phänomenales Wachstum nach einem Jahr

Die Zusammenarbeit mit Startpunkt Media hat die Wahrnehmung der InnoAcademy 4 School spürbar verbessert. Während Kunden anfänglich bei Kaltakquise auflegten und Webseitenbesuche abbrachen, ist das Projekt heute über LinkedIn, die Webseite, Presse und persönliche Empfehlungen in der Region Mittelsachsen weithin sichtbar.

Durch die Unterstützung von Startpunkt Media konnten nach einem Jahr folgende Ergebnisse erzielt werden:

  • 7 mal mehr teilnehmende Schüler
  • 4 mal mehr Unternehmen im Programm
  • LinkedIn Kontakte mehr als verdreifacht
  • Über 32.000 LinkedIn-Impressionen in 9 Monaten
  • Traffic und Verweildauer auf der Webseite vervielfacht
  • stärkere Präsentation im Netz und durch den Projektleiter

Die InnoAcademy 4 School hat sich als seriöser Partner etabliert und kann das Projekt erfolgreich fortsetzen und weiterhin Förderungen sichern.

Nächste Schritte

Wachstum und überregionale Bekanntheit

Die InnoAcademy 4 School möchte weiter wachsen, über die Region hinaus bekannt werden und sich langfristig bundesweit als Modellprojekt etablieren. Ziel ist es, das Projekt perspektivisch unabhängig von Fördergeldern auf eigene Beine zu stellen. Eine tragfähige Lösung könnte dabei die Finanzierung durch teilnehmende Unternehmen sein, etwa über Sponsoringmodelle oder durch einen Beitrag für ihre aktive Teilnahme.

Um dieses Wachstum zu ermöglichen, will Projektleiter Patrick Mehner verstärkt auf kurze, prägnante Videobotschaften setzen sowie eine gezielte Präsenz auf weiteren Plattformen, wie Instagram und WhatsApp, aufbauen. Gleichzeitig bleibt LinkedIn ein zentraler Kanal, um über Fortschritte zu informieren, neue Unterstützer zu gewinnen und das Netzwerk stetig auszubauen.

Die enge Zusammenarbeit mit Startpunkt Media wird fortgeführt, um Patrick Mehner strategisch zu begleiten und ihn bei der kontinuierlichen Produktion von Medien des täglichen Bedarfs zu unterstützen.

Dank Startpunkt Media haben wir eine starke, digitale Präsenz aufgebaut, die unsere Zielgruppen individuell abholt.

Patrick Mehner
Projektleiter, InnoAcademy 4 School

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10 Storytelling Methoden & Erzähltechniken mit Beispielen

10 Storytelling Methoden & Erzähltechniken mit Beispielen

Gut erzählte Geschichten können für dein Business so einiges bewirken. Ob im Marketing, in Präsentationen oder in kreativen Texten: Erzähltechniken helfen, komplexe Inhalte verständlich und einprägsam zu vermitteln. Sie sorgen dafür, dass deine Botschaft bei deiner Zielgruppe ankommt, in Erinnerung bleibt und vor allem: Emotionen auslöst

Dabei muss es nicht immer die klassische Heldenreise sein – denn es gibt noch viel mehr Storytelling Methoden! In diesem Beitrag stellen wir dir 10 bewährte Storytelling Techniken vor – von der Action-Szene bis hin zu kreativen Erzählformen wie dem inneren Monolog oder der Cliffhanger-Story. Anhand einer konkreten Beispielgeschichte zeigen wir, wie wandelbar sich ein- und dieselbe Story erzählen lässt und welche Ziele du jeweils mit diesem Erzählstil erreichst. 

Entdecke, wie du mit den richtigen Storytelling Techniken deine Geschichten wirkungsvoller erzählen kannst!

1 Beispiel an 10 Methoden erklärt. Das sind aktuelle Erzähltechniken für Storytelling im Marketing.

Der Ausgangspunkt: Unsere Beispielgeschichte

Wenn du zunächst noch einmal die Grundlagen von Storytelling wiederholen willst, kannst du das mit unserem Blogbeitrag Storytelling für Unternehmen: Grundlagen, Schema und Anwendung tun.

Um die verschiedenen Erzähltechniken greifbar zu machen, nutzen wir eine konkrete Szene, die viele kennen: die Aufregung vor einer wichtigen Präsentation.

Unsere Beispielgeschichte:

Ich stehe kurz davor, mein erstes großes Webinar zu halten. Mein Herz rast, meine Hände sind leicht feucht, und ein nervöses Kribbeln macht sich in meinem Magen breit. Vor mir: eine schwarze Kameralinse, hinter der sich ein großes Publikum verbirgt. Ich weiß, dass gleich Hunderte von Menschen zusehen werden – und plötzlich frage ich mich: Was, wenn ich den Faden verliere? Was, wenn die Technik versagt?

So weit, so gut. Diese Geschichte werden wir nun in 10 verschiedenen Storytelling Formen erzählen. Du wirst sehen, wie sich mit jedem neuen Erzählstil die Botschaft, die Perspektive und die Emotionalität ändern werden. Je nach Zielgruppe und Medium kannst du deine Story anders inszenieren. Los geht’s!

10 Storytelling Formeln am Praxisbeispiel

1. Der Dialog: Erzählung als Gespräch

Ein Dialog macht eine Geschichte lebendig und lässt den Leser das Geschehene in Echtzeit miterleben. Anstatt nur eine Szene zu beschreiben, erleben die Leser direkt mit, wie sich die Gedanken und Emotionen der Figuren entwickeln. Der Dialog kann zwischen zwei Personen oder als innerer Monolog stattfinden.

Beispiel:

„Ich weiß nicht, ob ich das kann.“
„Natürlich kannst du das, du hast dich wochenlang vorbereitet.“
„Aber was, wenn ich den Faden verliere?“ 
„Dann atmest du durch und machst weiter – genau wie geplant. Wiederhole am besten deinen letzten Satz, dann findest du ganz schnell wieder den Einstieg.“

Ein innerer Monolog verstärkt die emotionale Tiefe und lässt deine Leserschaft unmittelbar mitfühlen. Er erzeugt Nähe und Authentizität und eignet sich besonders gut, wenn du die Gedanken oder Gefühle deiner Figur direkt erlebbar machen möchtest.

2. Die Action-Szene: Mitten ins Geschehen eintauchen

Hier startet die Geschichte direkt in der spannendsten Szene, um die Aufmerksamkeit sofort zu fesseln. Statt langsam eine Situation aufzubauen, wird der Leser direkt mitten in das Geschehen geworfen. Am besten zoomst du in ein spannendes Detail der Story hinein und schilderst es ganz detailliert. 

Beispiel:

Mein Herz hämmert. Meine Hände sind schweißnass. Noch 60 Sekunden bis zum Start. Ein letzter Blick über die Notizen, dann leuchtet die Kamera rot – ich bin live. Hunderte Augen sehen mich, warten auf meine ersten Worte …

Diese Technik funktioniert besonders gut für packende Einstiege und dramatische Momente. Durch einen aufregenden Einstieg hältst du die Aufmerksamkeit von Anfang an und sorgst dafür, dass sich die Leser emotional involviert fühlen.

3. Die Parabel: Eine lehrreiche Geschichte

Eine Parabel nutzt eine Metapher oder ein Gleichnis, um eine tiefere Botschaft zu vermitteln. Sie verbindet eine alltägliche oder bekannte Situation mit einer größeren Erkenntnis und schafft so einen Aha-Moment beim Leser.

Beispiel:

Ein Live-Webinar zu halten ist wie Fallschirmspringen. Beim ersten Mal packt dich die Panik. Vor dem Absprung rast das Herz und Zweifel kommen auf. Doch dann springst du – und spürst den Adrenalinschub. Und sobald du sicher landest, weißt du: Es war nie so schlimm, wie du dachtest.

Diese Methode eignet sich besonders, wenn du mit deiner Geschichte inspirieren oder motivieren willst. Sie regt das Publikum dazu an, sich mit der Botschaft auseinanderzusetzen und möglicherweise eine neue Sichtweise einzunehmen.

4. Die Heldenreise: Eine persönliche Entwicklung

Die klassische Heldenreise zeigt eine Entwicklung: Der Protagonist überwindet eine Herausforderung und wächst daran. Die Story wird meist als Rückblick, aber chronologisch im Ablauf erzählt.

Beispiel:

Noch vor wenigen Wochen hätte ich mir nicht vorstellen können, live vor Hunderten von Menschen zu sprechen. Die Angst vor Fehlern lähmte mich. Doch ich bereitete mich vor, übte, machte Trockenläufe – und jetzt stehe ich hier. Nervös? Ja. Aber bereit. War ich vor wenigen Wochen noch ein ängstlicher Anfänger, bin ich jetzt durch Übung und genügend Routine ein souveräner Sprecher.

Diese Technik ist ideal für persönliche Erfolgsgeschichten und Testimonials, da sie die Entwicklung und die erzielten Fortschritte einer Person greifbar macht. Sie bietet eine gute Möglichkeit, Herausforderungen und deren Überwindung zu schildern, wodurch sich das Publikum besser mit der Geschichte identifizieren kann.

5. Die Cliffhanger-Story: Spannung durch offene Fragen

Diese Technik spielt etwas mit der Aufmerksamkeit deines Publikums, indem sie eine Frage oder ein Problem aufwirft, aber die Antwort verzögert. Durch den geschickten Einsatz eines Cliffhangers wird Neugier geweckt und das Publikum bleibt gespannt, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Beispiel:

Mein Herz rast, meine Hände sind feucht. Der Countdown läuft: 3 … 2 … 1 … Die Kamera leuchtet rot – ich bin live. Ich öffne den Mund, um zu sprechen – doch dann passiert etwas Unerwartetes.
Aber von Anfang an: …

Diese Methode passt hervorragend für Social Media oder längere Storytelling-Formate, um Neugier zu wecken. Sie sorgt dafür, dass das Publikum gespannt bleibt und motiviert wird, weiterzulesen oder sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen.

6. Die Metapher: Der bildliche Vergleich

Metaphern helfen dabei, abstrakte oder emotionale Konzepte anschaulich darzustellen, indem sie ein konkretes Bild in die Köpfe deiner Zielgruppe malt. Sie erleichtern das Verständnis und machen Inhalte einprägsamer. Eine gut gewählte Metapher kann eine Botschaft kraftvoller transportieren und das Publikum emotional ansprechen.

Beispiel:

Ein Webinar zu halten ist wie einen Marathon zu laufen. Die Vorbereitung ist entscheidend – ohne Training stolperst du schon am Start. Während des Laufs kommt der Moment, in dem du zweifelst. Doch wenn du durchhältst, erreichst du das Ziel und spürst den Stolz, es geschafft zu haben.

Diese Technik eignet sich besonders gut für lehrreiche Storys in Marketing oder Coachings. Durch anschauliche Vergleiche und einprägsame Bilder bleibt die Botschaft leichter im Gedächtnis der Zielgruppe.

7. Vorher-Nachher-Erzählung: Die Transformation sichtbar machen

Hier wird der Kontrast zwischen der Ausgangssituation und dem Endergebnis betont. Besonders wirkungsvoll ist diese Methode, wenn du zeigen möchtest, welche Fortschritte oder Veränderungen durch eine bestimmte Handlung oder Entscheidung möglich sind.

Beispiel:

Noch vor einer Stunde waren meine Hände schweißnass, meine Gedanken überschlugen sich. Ein Blick auf den Countdown verriet mir: in wenigen Augenblicken startet das Webinar. Panik.

Keine 60 Minuten später beende ich meinen Vortrag mit einem Lächeln. Die ersten positiven Kommentare ploppen auf. Ich habe es geschafft – und es fühlt sich großartig an.

Diese Methode eignet sich besonders um eine Transformation sichtbar zu machen, indem sie den Vorher-Nachher-Effekt nutzt. Sie hilft dabei, Fortschritte oder erzielte Ergebnisse greifbar zu machen und eignet sich daher hervorragend für Case Studies, Testimonials oder Erfolgsgeschichten.

8. Der Perspektivwechsel: Die Community einbinden

Hier wird die Geschichte aus der Sicht des Lesers geschrieben. Ziel ist es, dass sich deine Leser wiedererkennen und zur Interaktion eingeladen werden. Dabei schreibst du nicht in der Ich-Form, sondern in der Du-Form.

Beispiel:

Kennst du dieses Gefühl? Du hast dich wochenlang vorbereitet, aber kurz vor dem großen Moment kommt die Panik: Was, wenn du dich versprichst? Was, wenn etwas schiefläuft? So ging es mir bei meinem ersten Webinar. Doch am Ende lief alles anders als erwartet … Erzähle mir deine Erfahrungen in den Kommentaren!

Diese Technik schafft eine persönliche Verbindung zur Zielgruppe und verstärkt das Engagement. Besonders in sozialen Medien funktioniert sie gut, weil sie zum Mitmachen und Teilen anregt. 

9. Behind-the-Scenes: Ein Blick hinter die Kulissen

Hier geht es darum, Authentizität zu zeigen, indem du persönliche Einblicke gewährst. Dein Publikum bekommt das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Diese Technik ist besonders für Marken und Unternehmen spannend, die Nähe zu ihrer Zielgruppe aufbauen und Vertrauen schaffen wollen.

Beispiel:

Vor mir auf dem Schreibtisch: Ein Wasserglas, ein zerknitterter Spickzettel und meine Webcam. Hinter mir: ein aufgeräumter, sauberer Hintergrund. Mein erstes Webinar steht an, und ich hoffe nur, dass die Technik nicht ausfällt.

Diese Technik funktioniert besonders gut für Social Media, um Nähe und Transparenz zu schaffen. Menschen fühlen sich eher mit Marken verbunden, wenn sie das Gefühl haben, hinter den Kulissen mit dabei zu sein und das echte, unverfälschte Leben eines Unternehmens mitzubekommen.

10. Echtzeit-Storytelling: Deine Geschichte als Live-Erlebnis erzählt

Hier wird das Publikum mitgenommen, als würde es live dabei sein. Die Geschichte entfaltet sich in Echtzeit, sodass der Leser oder Zuschauer die Spannung unmittelbar miterlebt. Diese Methode fördert ein starkes Gefühl der Verbundenheit, weil die Zuschauer das Gefühl haben, live dabei zu sein.

Beispiel:

Okay, es geht los. Mein erstes Webinar! Die Kamera ist an – und wow, es sind tatsächlich über 500 Leute dabei. Mein Herz rast, aber ich atme tief durch. Los geht’s …!

Diese Methode eignet sich besonders für Instagram-Stories, Livestreams oder Podcast-Erzählungen, da sie eine hohe Authentizität bietet und oft eine starke emotionale Wirkung hat.

Wann eignet sich welche Erzähltechnik im Storytelling?

Die Wahl der richtigen Erzählstruktur hängt nicht nur vom Inhalt, sondern auch vom Ziel deiner Geschichte ab: Möchtest du Spannung erzeugen? Emotionen wecken? Vertrauen aufbauen oder eine Lernerfahrung vermitteln?

Damit du leichter die passende Storytelling-Methode findest, haben wir eine praktische Übersicht für dich erstellt: Ein Entscheidungsbaum, der dich Schritt für Schritt zur richtigen Erzählform führt. Speicher dir die Grafik am besten direkt ab und hab sie zur Hand, wann immer dein Leben die nächste Geschichte schreibt!

Wann eignet sich welche Storytelling-Methode? Unser Entscheidungsbaum unterstützt dich auf dem Weg zur passende Erzähltechnik.

Fazit: Storytelling gezielt einsetzen

Gute Geschichten bleiben im Kopf. Doch die Art, wie sie erzählt werden, macht den Unterschied. Die 10 Storytelling-Methoden, die wir hier vorgestellt haben, zeigen, dass es nicht nur eine richtige Art gibt, eine Geschichte zu erzählen. Ob du mit Spannung arbeitest, Emotionen verstärkst oder deine Community aktiv einbindest – die Wahl der richtigen Technik hängt von deiner Botschaft und deinem Publikum ab.

Das Wichtigste beim Storytelling ist, authentisch zu bleiben. Menschen lieben Geschichten, die sie berühren, inspirieren oder unterhalten. Nutze diese Erzähltechniken, um deine Inhalte lebendiger zu machen, sei es in Präsentationen, Videos oder Social Media Posts.

Über Uns: Startpunkt Media

Hi, wir sind Startpunkt Media, Unternehmensberater für Kommunikation und Medien. Unsere Mission ist es, KMUs, Gründer und Selbständige fit für die digitale Kommunikation zu machen. Wir beraten strategisch, erstellen Content in verschiedensten Form und geben Workshops rund um die Themen Medien, Kommunikation und Marketing. 

Möchtest du noch tiefer in die Welt des Storytellings eintauchen und lernen, wie du es gezielt für deine Marke oder dein Business nutzen kannst? Dann ist unser Storytelling-Workshop genau das Richtige für dich! Hier erfährst du, wie du fesselnde Geschichten für deine Marke und deine tägliche Unternehmenskommunikation entwickelst. So werden deine Botschaften deine Zielgruppe begeistern und nachhaltig wirken.

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10 häufige Medien-Fehler und wie du sie vermeidest

10 häufige Medien-Fehler im Alltag und wie du sie vermeidest

Heutzutage kommt es für Unternehmen nicht nur darauf an, einmalig beeindruckende Medien zu produzieren. Hochglanz-Broschüren und Imagefilme sind nicht nur aufwendig und teuer in der Erstellung, sondern kommen auch nur punktuell zum Einsatz und nutzen sich schnell ab. 

Vielmehr ist es entscheidend, regelmäßig relevante Inhalte zu schaffen, um die Zielgruppe zu erreichen und permanent in ihrer Wahrnehmung zu bleiben. Solche Inhalte, die man kontinuierlich benötigt und ausspielt, nennen wir „Medien des täglichen Bedarfs“. Das sind zum Beispiel cleverer Content für Social Media, Grafiken und Videos zur Kundenansprache sowie Präsentationen, Visuals, Lernvideos für interne Zwecke und vieles mehr. 

Aber im Alltag schleichen sich oft Fehler ein, die die Wirkung deiner Medien schwächen können. In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche typischen Fehler wir in der Medienproduktion beobachten, wie du sie vermeidest und deine Medienstrategie optimierst.

Wir beobachten immer wieder typische Fehler beim Erstellen und Ausspielen von digitalen Medien. Machst du sie auch?

1. Unregelmäßige Veröffentlichung

Einer der größten Fehler bei der Medienproduktion: Inhalten fehlt die Konsistenz. Neue Medienprojekte oder Content-Formate werden mit Euphorie ausprobiert, aber häufig nicht lange durchgezogen. Das kann daran liegen, dass sich die Erstellung nicht gut in den Alltag integrieren lässt oder man schnell aufgibt, wenn sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt. Letztlich kann das schnell inkonsistent oder unprofessionell auf deine Zielgruppe wirken. Stattdessen musst du regelmäßig und relevant kommunizieren, um in einer positiven Wahrnehmung zu bleiben.

Startpunkt Media empfiehlt: Schaffe dir einen festen Rhythmus, wann du Inhalte produzierst und veröffentlichst. Plane mit genug Vorlaufzeit und schiebe die Erstellung nicht auf, auch wenn die Verlockung groß ist, dringendere Dinge zuerst zu erledigen. Kläre Verantwortlichkeiten und teste mit Pilotprojekten, wie sich die Medienproduktion in deinen Alltag integrieren lässt, wie und wo die Inhalte ausgespielt werden und wie sie sich wiederverwerten lassen.

2. Fehlender Mehrwert

Häufig sind Medieninhalte nicht genau genug auf die Zielgruppe abgestimmt. Um den Anspruch auf Regelmäßigkeit nachzukommen, veröffentlichen viele Unternehmen Content nur um des Contents Willen. So verlieren sie die Zielgruppe aus den Augen und die Medien an Relevanz. KI-Unterstützung verleitet zudem noch dazu Inhalte immer schneller und generischer zu erzeugen. Zielgruppenbezug Fehlanzeige.

Startpunkt Media empfiehlt: Rücke deine Zielgruppe wieder ins Zentrum deiner Tätigkeiten. Mach dir klar, wen du erreichen willst und überlege dir vor jeder einzelnen Produktion, wie das jeweilige Medienelement deiner Zielgruppe hilft. Berücksichtigt es ihre Bedürfnisse? Zahlt es auf ihre Ziele ein? Liefert es echten Mehrwert? Je zielgerichteter deine Medien sind, desto erfolgreicher werden sie.

3. Mangel an Kreativität

Bei vielen Unternehmen erleben wir immer wieder einen Mangel an Kreativität – sowohl inhaltlich als auch visuell. Einerseits setzen sie auf immer gleiche Formate, was schnell eintönig wirkt. Außerdem werden oft ganz einfache Designregeln missachtet, zum Beispiel was die Farbwahl oder die Typografie angeht. Hier kommt leider kein „Wow“-Effekt auf. 

Startpunkt Media empfiehlt: Versuche, deine Inhalte in verschiedenen Formaten zu präsentieren. Infografiken, Videoclips, Texte, Umfragen, Animationen, Slideshow und vieles mehr, alles ist erlaubt, solange es abwechslungsreich ist. Das gilt übrigens nicht nur für soziale Medien, sondern auch im digitalen Lernen, im Recruiting und in der Kundenansprache. Trau dich ruhig, mit neuen Formaten zu experimentieren. Aber denk dran: Auch bei diesen kreativen Projekten gelten grundlegende Regeln der visuellen Gestaltung, insbesondere was Typografie und Abstandsregeln angeht. Schau dich im Netz um, ob du Vorlagen oder Anregungen findest.

4. Überladung mit Informationen

Oft neigen Unternehmen dazu, ihre Inhalte mit zu vielen Informationen zu überfrachten. Sicherlich steckt der gut gemeinte Glaubenssatz „es ist doch alles wichtig“ dahinter. Das kann deine Zielgruppe jedoch schnell überfordern und am Ende besteht die Gefahr, dass überhaupt nichts aus der Flut an Informationen hängenbleibt.

Startpunkt Media empfiehlt: In der digitalen Kommunikation ist es wichtig, Informationen in den kleinstmöglichen Häppchen zu verbreiten. Halte deine Medien also einfach, klar und übersichtlich. Lege den Fokus auf eine Kernbotschaft pro Medium. Deine Inhalte sollten leicht verdaulich sein, denn besonders im digitalen Raum ist die Aufmerksamkeitsspanne deines Publikums tendenziell geringer und erfordert eine höhere Konzentration. Kommuniziere also lieber kurze Botschaften im häufigen Rhythmus als einmal „mit voller Wucht“.

5. Kein Call-to-Action (CTA)

Egal, wie gut dein Content ist, ohne eine Handlungsaufforderung (englisch: call to action, kurz CTA) verpufft die Wirkung. Denn du willst ja schließlich etwas erreichen bei deiner Zielgruppe. 

Auch wenn deine Inhalte noch so gerne konsumiert werden: wenn du nicht klar formulierst, was dein Publikum als nächstes tun soll, riskierst du, deine Medien umsonst erstellt zu haben. 

Startpunkt Media empfiehlt: Ein kleiner Satz am Ende deiner Botschaft kann den entscheidenden Unterschied machen. Es mag banal klingen, aber Menschen benötigen nunmal eine konkrete Aufforderung. Wir sind eben eine bequeme Spezies, der man sagen muss, was sie tun soll. Deswegen setze klare und einfache CTAs ein. Willst du, dass sie etwas herunterladen, einen Termin buchen oder ein Produkt kaufen? Mach deutlich, was der nächste Schritt ist.

6. Fehlende visuelle Kohärenz

Visuelle Elemente, die nicht zueinander passen oder unprofessionell gestaltet sind, können das Gesamtbild deiner Marke trüben. Inkonsequente Designs lassen dein Unternehmen unorganisiert wirken und schmälern die Wirkung deiner Inhalte. Uns fallen immer wieder stilistische Brüche bei Icons, Grafiken und Bildmaterial auf, die deine Medien wie ein zusammengewürfeltes Stickeralbum aussehen lassen, in dem nichts zusammenpasst.

Startpunkt Media empfiehlt: Erarbeite dir ein klares Corporate Design und halte dich in allen Medienformaten konsequent daran. Verwende dieselben Farben, Schriftarten und insbesondere grafische Stilrichtungen über alle Medien hinweg. Wenn du das noch nicht hast, versuche dir einfache wiederkehrende Elemente zu schaffen. Schau doch mal auf deine Tastatur! Ein Plus, drei schräge Linien, egal – alles was leicht reproduzierbar ist, ist zum Einstieg erlaubt.

7. Keine Wiederverwertung

Viele Medien werden mühsam erstellt und dann nur einmalig verwendet. Kein Wunder, dass die Effizienz der Medienproduktion von Entscheidern in Frage gestellt wird. Viele Unternehmen denken bei der Erstellung zu eindimensional an nur einen Einsatzzweck oder einen Kanal, den das Medium kurzfristig bedienen soll.

Startpunkt Media empfiehlt: Denke schon bei der Erstellung daran, wo dein Medienelement verwendet und ausgespielt werden soll. Versuche deine Medien immer so zu planen und zu gestalten, dass sie für mehrere Zwecke zum Einsatz kommen und kanalübergreifend verwendet werden können. Es kann helfen eine einfache Matrix zu erstellen. Beschreibe darin die Medien vertikal und die Ziele horizontal. Dann kannst du Kreuze setzen und auf einen Blick sehen, welche Medien die meisten Ziele erfüllen. 

8. Keine emotionale Ansprache

Gewindeschrauben und Druckluftkompressoren lassen sich nicht emotionalisieren? Falsch. Viele Unternehmen präsentieren ihre Inhalte ohne eine durchdachte Erzählweise. Sie kommunizieren rein auf Sachebene, nicht auf Beziehungsebene. Das führt dazu, dass Inhalte emotionslos und unpersönlich wirken. Wenn sie den Adressat nicht berühren, fällt es schwer eine Beziehung zu deiner Marke und deinem Unternehmen aufzubauen.

Startpunkt Media empfiehlt: Erzeuge ein Gefühl bei deiner Zielgruppe und spreche in Bildern, um eine Beziehung aufzubauen. Ja, das geht auch für technische oder immaterielle Produkte. Indem du Persönlichkeit in deine Medienkommunikation einbringst und deine Werte sichtbar machst, können sich andere besser mit dir und deinem Unternehmen identifizieren. Egal ob du kommunizierst, präsentierst oder trainierst, nutze Storytelling-Techniken, um deine Zielgruppe emotional zu berühren und zum Handeln zu motivieren. So kannst du selbst komplexe Themen greifbarer machen.

9. Mangelnde Interaktivität

Ohne Engagement der Zielgruppe bleibt die Verbindung zu deinem Unternehmen nur oberflächlich. Ein häufiger Fehler bei Medien des täglichen Bedarfs ist, dass sie keine Interaktionen fördern. Sie bleiben eine bloße Information, die maximal passiv konsumiert wird, höchstwahrscheinlich aber in der Masse an Informationen im Alltag untergeht. Mit Medien, die deine Zielgruppe nicht einbeziehen, verspielst du die Chance deine Zielgruppe emotional zu berühren und langfristig eine Community aufzubauen.

Startpunkt Media empfiehlt: Ob Social Media Post, Lernvideo oder Verkaufspräsentation: Biete deiner Zielgruppe eine Möglichkeit zur Interaktion. Stelle in regelmäßigen Abständen Fragen, fordere Feedback ein, nutze Umfragen oder Call-to-Actions, die zur Diskussion anregen. Je stärker die Interaktivität, desto mehr Bindung entsteht. Schau doch auch mal unseren Blogbeitrag über interaktive Videos für Marketing, Recruiting, Onboarding oder Unternehmensvorstellung an und lerne, wie du mit Interaktivität begeisterst, involvierst und inspirierst.

10. Kein Monitoring der Performance

Mit der Erstellung und Veröffentlichung deiner Medien, ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Wenn du nicht analysierst, wie gut deine Inhalte performen, verschwendest du Potenzial. Viele Unternehmen erstellen Medien, ohne später zu überprüfen, wie diese bei der Zielgruppe ankommen. Das führt dazu, dass Potenziale verschenkt werden, weil nicht klar ist, welche Inhalte gut funktionieren.

Startpunkt Media empfiehlt: Überwache unbedingt die Performance deiner Medien und werte aus, wie sie bei deiner Zielgruppe ankommen. Das ist nicht immer einfach. Deswegen empfehlen wir einen einfachen Dreiklang aus Reach – Engagement – Impact

Die Reichweite (Reach) lässt sich aus vielen Analysetools leicht ablesen, wie z.B. den Social Media Insights, dem Intranet oder Lernmanagementsystem. Die Interaktionen (Engagements) umfassen alle Likes, Kommentare, Shares oder aktive Beteiligungen in jeglicher Form. Die tatsächlichen Auswirkungen (Impacts) können je nach Zielstellung unterschiedlich schwer zu messen sein: Newsletter-Anmeldungen, Anfragen für Produkt-Demos oder Webinar-Anmeldungen sind noch leicht zu erfassen. Deutlich schwerer wird es bei Kenngrößen wie Lernerfolg, Wissenstransfer oder Markenbekanntheit. 

Überlege vorher also genau, welche Ziele du erreichen willst, wie sie sich messen lassen und überprüfe regelmäßig, welche Inhalte am besten ankommen, damit du deine Strategie entsprechend anpassen kannst.

Fazit: Passe die Medienproduktion dem Konsumverhalten an

Medien des täglichen Bedarfs sind unverzichtbar, um in einer rasanten Welt dauerhaft sichtbar zu bleiben und deine Zielgruppe zu erreichen. Es muss dir gelingen, deine Content-Produktion an das veränderte Konsumverhalten anzupassen: Immer schneller, immer individueller und immer verfügbar – das sind die Anforderungen an unsere Medien.

Um dem gerecht zu werden, solltest du typische Fehler vermeiden. Veröffentliche Inhalte regelmäßig und halte sie kurz, klar und zielgerichtet. Mit einer gezielten Strategie, kreativen Ansätzen und einem einheitlichen Design bleibst du nicht nur sichtbar, sondern verankerst dich nachhaltig in den Köpfen und Herzen deiner Zielgruppe. 

Über uns: Wir sind Startpunkt Media

Hi, wir sind Startpunkt Media, Unternehmensberater für Kommunikation und Medien. Unsere Mission ist es, KMUs, Gründer und Selbständige fit für die digitale Kommunikation zu machen. Wir beraten strategisch, erstellen Content in Form von Videos, Animationen, Grafiken und Storys und geben Workshops rund um die Themen Medien, Kommunikation und Marketing.

Wir beraten dich gerne in deiner Medienstrategie. Unser Ziel: Medien möglich machen – entweder als Done-For-You-Projektumsetzung oder als Done-With-You-Projektbegleitung. Ob LinkedIn, Sales Material, Webseiten-Content oder Lernvideos, wir zeigen dir moderne Tools und Produktionsmethoden und machen dich und dein Team mit Workshops oder Pilotprojekten fit für die Medienerstellung des täglichen Bedarfs. Schau dich gerne auf der Webseite von Startpunkt Media um.